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Latein als Fremdsprache an Hauptschulen in
Tirol
Latein zur Stärkung der muttersprachlichen Kompetenzen ist
schon immer ein wichtiges Argument für das Erlernen der
lateinischen Sprache gewesen.
In Tirol in Österreich wird mit ebendieser Begründung jetzt ein
Versuch unternommen, Latein als Fremdsprache an Hauptschulen
einzuführen. >>mehr
Traditionelle lateinische Messe wieder
zugelassen
Radio Vatikan |da
möchte ich hin| meldete am 7. Juli, dass künftig - neben der
reformierten Messe - wieder die sogenannte Alte Messe, also die
traditionelle Messe in lateinischer Sprache, zugelassen werde.
Neben der liturgischen Bedeutung ist dies zugleich auch eine
enorme Stärkung der weltweiten Geltung des Lateins.
Für die Wiederzulassung haben sich nach dem Zweiten Vatikanischen
Konzil viele Gläubige, aber auch zahlreiche Intellektuelle
innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche eingesetzt.
Denjenigen, die sich näher mit dieser Thematik beschäftigen
möchten, seien zwei Buchtitel empfohlen:
1) Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.): Der Geist der Liturgie.
Eine Einführung. Freiburg u.a. (Herder) 2007 (2. Aufl.). ISBN
978-3-451-29063-3 (grundlegende Einführung des heutigen
Papstes),
2) Heinz-Lothar Barth: "Nichts soll dem Gottesdienst
vorgezogen werden". Aufsätze zur Liturgiereform.Siegburg
(Franz Schmitt) 2002. ISBN 3-87710-262-X (engagierte Texte zur
Wiederzulassung der traditionellen lateinischen Messe).
Und hier wäre der deutsche und lateinische Wortlaut des
päpstlichen Erlasses (Motu proprio ["Aus eigenem
Willen"]) "Summorum Pontificum" >>mehr
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Latein im Europa von morgen
Der Rolle der lateinischen Sprache im Europa
der Zukunft widmet sich ein zweitägiger Kongress, der
morgen in Rom beginnt. Veranstaltet wird er vom päpstlichen
Komitee für Geschichtswissenschaften unter der Leitung des
deutschen Priesters und Historikers Walter Brandmüller:
„Wenn die europäische Gesellschaft der Zukunft auf alles
zu verzichten können glaubt, was europäischer Geist seit
2000 Jahren an Ergebnissen hervorgebracht hat, kann sie auch
auf das Latein verzichten. Die bedeutendsten Werke sind ja
in lateinischer Sprache überliefert, und jeder, der eine
bescheidene Einsicht in wissenschaftliches Arbeiten besitzt,
wird bestätigen, dass die Arbeit mit Übersetzungen für
eine wissenschaftliche Auseinandersetzung nicht genügen
kann, man muss auf die Originale zurückgreifen, wenn man
den Sinn eines Textes wirklich erfassen will.“
Die Referenten sprechen unter anderem über das aktuelle
Interesse Chinas am Latein-Studium, dem Latein in der
zeitgenössischen Sprache der Juristen und dem Potential
neuer Medien wie Internet und Computer beim
Lateinunterricht. Am Samstag beschäftigt sich ein Runder
Tisch mit Strategien zur Förderung des Lateinischen.
Brandmüller:
„Das ist eine Frage, wie weit für die Erziehung, Schule
und Wissenschaft verantwortliche politische Gremien
sensibilisiert werden können, damit sie die Tragweite
dieses Anliegens begreifen und in ihrem politischen Handeln
umsetzen. Eines ist sicher: dass auch unter vordergründigen
Gesichtpunkten betrachtet, Latein eine Schlüsselrolle
spielen wird, wenn man an den Unterricht in neolateinischen
Sprachen denkt. Auch das Deutsche ist ohne eine lateinische
Grundlage nicht verständlich. Je mehr Schüler zunächst
mit der Grundlage des Lateins, mit Grammatik, Wortschatz und
so weiter vertraut gemacht werden, desto leichter fällt es
ihnen, die davon abgeleiteten neuen Sprachen zu lernen.“
(rv 24.05.2007 gs)
Quelle: http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=135487 |
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Fundsache: Vatican um Latein besorgt
In der "Frankfurter Allgemeinen"
ist am 3. November 2006 zu lesen:
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Sprecht es täglich. Vatikan um Latein besorgt.
Der Vatikan, einziger Staat der Welt mit
Amtssprache Latein, fürchtet ein Aussterben der
klassischen Sprachen. Immer weniger und immer
schlechter würden an Schulen und Universitäten in
Europa Latein und Altgriechisch gelehrt, die Folgen
für Fächer wie Philosophie, Geschichte und
Theologie seien unabsehbar. Viele
Geisteswissenschaftler seien gar nicht mehr zur
echten Quellenforschung in der Lage, warnte jetzt
eine Expertenkommission im Kirchenstaat. Allerdings
gebe es eine rühmliche Ausnahme: Benedikt XVI. Der
deutsche Papst ‘spricht täglich Latein, und zwar
mit Freude’, berichtet die Turiner Zeitung ‘La
Stampa’. Um Latein zu retten, schlug die
Vatikan-Zeitung ‘L’Osservatore Romano’
unlängst vor, Latein solle wieder zur ‘Diplomatensprache’
werden, um den Siegeszug des Englischen als Lingua
franca zu stoppen. Zwar ist Latein nach wie vor
offiziell Amtssprache im Kirchenstaat, doch die
zweite Amtssprache Italienisch hat sich längst
durchgesetzt.
Quelle: dpa/FAZ 3. 11. 2006 |
Natürlich freuen wir uns über die Liebe
des Heiligen Vaters zu den Alten Sprachen und sind
beeindruckt von seinen vorbildlichen Kenntnissen im
Griechischen und Lateinischen.
Doch am Ulricianum ist die Welt des Lateins
noch in Ordnung. Mit Jahr für Jahr satten 60 bis über 70 %
Schüleranmeldungen für Latein scheint der Untergang des
Abendlandes bei uns noch eine Weile auf sich warten zu
lassen. Und auch Griechischschüler haben wir noch.
Überhaupt erfreut sich das Lateinische in
Deutschland derzeit ganz überwiegend stark wachsenden
Zuspruches.
Ob allerdings mit den neuen Studienordnungen
an vielen Universitäten die in Deutschland bislang sehr
hohe Qualität des Studiums der Alten Sprachen erhalten
werden kann, bleibt abzuwarten.

Nein, für das Anwenden der lateinischen
Sprache ist die Schweizer Garde im Vatikan nicht
zuständig...
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P.S.: Radio Bremen macht sich um das Lateinische sehr verdient,
denn seit fünf Jahren stellt der Sender Latein-Nachrichten ins
Internet - Podcast inklusive: www.radiobremen.de/nachrichten/latein
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