In dem Kooperationsverbund arbeiten die GS Lambertischule, die GS
Finkenburgschule, die GS Westerende, die GS Egels und das
Ulricianum zusammen. Ihr Ziel ist es, Interesse für das Thema zu
erregen, Informationen über das Thema zu sammeln, Erfahrungen
auszutauschen, sich gegenseitig in der Einzelfallarbeit zu
unterstützen und Lehrkräfte, Eltern und Schüler zu beraten.

Der Referent, Dr. Groen, arbeitet als Psychotherapeut in
Hamburg. Er verfügt über einen großen Erfahrungsschatz aus
seiner Arbeit mit Jugendlichen und kann die Theorie mit der Praxis
verbinden.

Der Intelligenztest sagt nicht alles aus. Für die Lehrkraft
ist es von Bedeutung, das Umfeld zu erkennen und zu verstehen.
Erst in diesem Kontext kann das Testergebnis richtig eingeschätzt
werden und - noch viel wichtiger - sinnvoll ausgewertet werden.

Der Test allein hilft also noch nicht weiter. Er kann
Ausgangspunkt für die weitere Arbeit mit dem Schüler sein. Aber
diese Arbeit kann nur erfolgreich werden, wenn der Schüler und
die Eltern mitarbeiten. Das ist an sich keine so sensationelle
Feststellung, es verdeutlicht aber, dass mit dem Etikett
"hochbegabt" allein noch nichts erreicht ist.

Dr. Groen forderte für die besonders begabten Schüler eine
ähnliche Routine ein wie sie für Schüler mit Lernschwächen
längst besteht. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass
nur 1/6 der Hochbegabten als Minderleister auffällig werden.
Diese Schüler erfordern meist besondere Aufmerksamkeit der Lehrer
und führen gelegentlich zu dem Vorurteil, dass Hochbegabte
grundsätzlich "schwierige" Schüler seinen. Die meisten
Hochbegabten (5/6) durchlaufen aber unproblematisch die Schule,
arbeiten in vielen Projekten und Arbeitsgemeinschaften mit und
sind eine Bereicherung für das Schulleben.

Nach den Ausführungen zur Testtheorie und der Erläuterung von
Testaufgaben und Aufgabentypen gab es auch Gelegenheit Fragen aus
der Praxis zu stellen. Am Ende waren die etwa 50 Teilnehmer mit
der Fortbildung sehr zufrieden und gaben dies durch ihren Beifall
zu erkennen.

Die Mensa des Ulricianums gab für die
Fortbildungsveranstaltung einen ansprechenden Rahmen ab.
Farbe und Struktur des Daches geben für das Auge beruhigende
Ausblicke.