Neuntklässler informieren sich über Drogen und Alkohol


In den letzten drei Wochen war Herr Venekamp von der Polizei Aurich am Ulricianum zu Gast und arbeitete im Rahmen der Drogen- und Suchtpräventation mit allen neunten Klassen.

 

Am 25. August 2009 ging die Klasse 9D geschlossen in den Raum D 15. Dort fanden sie Gruppentische, Blätter, Stifte und einen Beamer vor. Sofort nach dem Eintreten ging es los. Die Klasse wurde gebeten, sich an die Gruppentische zu verteilen. Das gemeinsame „Guten Morgen“ folgte sofort darauf. Nach dem wir dem Beamten Herr Venekamp vorgestellt wurden, ging es los mit einer Aufgabe: wir sollten unserer Fantasie freien Lauf lassen und eine eigene Droge erfinden. Dabei kam es zu Ergebnissen wie:

 „Unsere Droge heißt Space, sie macht den Konsumenten riesig groß und verleiht ihm Superkräfte.“

Nach der Vorstellung aller erdachten Drogen, versuchten wir heraus zu finden, welche Drogen es überhaupt gibt. Wir fanden heraus, dass es verschiedene Arten von Drogen gibt. Zum Beispiel gibt es Medikamente, die abhängig machen können. Außerdem gehören Tee und Kaffee zu der Gruppe der Drogen, denn sie enthalten Teein bzw. Koffein. Natürlich gehören auch Nikotin, Marihuana, Kokain, Ecstasy, und Alkohol dazu. Später kamen wir darauf, dass alle Dinge, die einem ein Glücksgefühl geben, abhängig machen können.

 

 

„Was bedeutet eigentlich Droge?“, fragte Herr Venekamp darauf und sofort zeigten viele engagierte Schüler auf. Wir kamen alle zu Wort und sind zu dem Entschluss gekommen:„Drogen sind Stoffe oder Reize die dem Körper ein gutes Bewusstsein geben. Außerdem machen sie sehr oft süchtig.“ 

Darauf stellte er die nächste Frage:„Was ist eine Sucht?“


Wieder meldeten sich ungefähr 15 Schüler. Der Entschluss der Klasse:„Sucht bedeutet, dass das Gehirn durch ein Glücksgefühl bestimmte Glückshormone ausschüttet. Da der Körper dieses Glücksgefühl immer wieder erleben möchte, bekommt er das Verlangen, den Stoff oder den Reiz, der das Gefühl auslöst, immer wieder zu bekommen. Dadurch entsteht eine Abhängigkeit.“

 

 

Anschließend gab es eine Fragerunde, ob wir schon einmal alkoholische Getränke konsumiert haben. Ungefähr 85% aller Schüler beantworteten die Frage mit „Ja.“. Außerdem wurden wir dann befragt, was für alkoholische Getränke es waren. Es fielen Begriffe wie Vodka, Bier, Sekt und Charly. 

Um besser zu verstehen, wie gefährlich dieser Alkohol für junge Menschen (unter 16) ist, stellten wir ein Schaubild an der Tafel auf. Es zeigt den Abbau von Alkohol bei Erwachsenen und Jugendlichen. Der Abbau bedeutet, wie lange der Körper braucht, um das Gift des Alkohols zu ,zerstören‘. Das heißt nicht, dass man in der Abbauzeit immer betrunken ist, sondern nur an den ersten Tagen des Abbaus.

              

       Promille in %

 

Man erkennt, dass ein Jugendlicher viel länger braucht um den Alkohol abzubauen. Wenn er jetzt jede Woche einmal trinkt, dann verstärkt sich dieser Prozess und der Körper gewöhnt sich an den Alkohol. So entsteht, ob der Jugendliche es will oder nicht, eine sehr hohe Suchtgefahr.

Alkohol ist so gefährlich, dass er tödlich sein kann. Denn Alkohol ist in purer Form Gift. Das heißt, wenn du zu viel Alkohol konsumierst, wird der Körper vergiftet und der Konsument stirbt. 

Jedes Jahr sterben 42.000 Menschen an den Folgen von Alkohol. Das sind so viele Menschen wie die Einwohnerzahl von Aurich.

Am Ende der zweistündigen Prävention haben wir Prospekte bekommen, die noch einmal auf die Gefahren von Drogen und Sucht hinweisen

 

Christian (9d)

 

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