Herzlich Willkommen bei unserer neuen Rubrik „Wusstest Du schon...?“
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Hier will ich versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung weiterzusuchen.

Anlässlich des ich weiß gar nicht genau wievielten Heißluftballontreffens in Tannenhausen auf dem Mehrzweckgelände habe ich mir gedacht, schreiben wir mal was über Heißluftballons. Erste Frage: wer hat's erfunden? Zweite Frage: wie funktioniert das ganze? 

Auf die Frage "wer hat's erfunden?" antwortet man zwar gerne "die Schweizer", und in der Tat sind die Schweizer auch ein ganz schlaues Völkchen, aber in diesem Fall ist die Antwort leider falsch. 
Es waren die Franzosen! Um genau zu sein zwei Brüder; Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier. Die beiden saßen beim Lagerfeuer und stellten fast, dass der Rauch ja nach oben steigt. Daraus schlossen sie, dass Rauch wohl leichter sein muss als Luft. Zunächst vermuteten die beiden ein neues Gas entdeckt zu haben, was aber falsch war. Gas oder kein Gas, auf jeden Fall waren sich beide einig, dass wenn man den Rauch einfangen würde, würde der Behälter mit nach oben steigen. Gesagt, getan und die beiden ließen gleich einen Ballon von 10 m Durchmesser in die Luft steigen. Das war am 4. Juni 1763 in Annonay/Frankreich. Das Dorf war begeistert und die Erfindung machte ihren Weg weiter nach Paris, wo man dem König Ludwig XVI einen be"mannten" Flug mit Ente, Schaf und Hahn vorführte. 
Um die Tiere zu transportieren, hängte man unter den Ballon einen Korb in dem die Passagiere Platz fanden. Die Vorführung war ein voller Erfolg. Der erste wirklich bemannte Flug fand am darauffolgenden 21. November statt. 

Jetzt kommen wir zu der Frage: Wie funktioniert der Heißluftballon denn nun?
Wie der Name schon sagt, fliegt er mit heißer Luft und nicht, wie vielleicht vermutet und wie sich die Montgolfier-Brüder dachten, mit einem Gas, das leichter ist als Luft. 
Ganz im Gegenteil: 
Wie wir wissen, dehnen sich Stoffe aus, wenn sie warm werden. So auch die Luft. Dadurch bekommt sie eine geringere Dichte (die Luftteilchen sind ja auch weiter auseinander ) und steigt nach oben. Erwärmt man nun die Luft die sich in einem Ballon befindet, dehnt diese sich aus und nimmt den Ballon mit nach oben, wenn sie aufsteigt. Voilà, der Ballon fliegt. Unten unter der Öffnung des Ballons hängt ein Brenner, der die Luft ständig weiter heiß hält, damit der Ballon nicht vorzeitig wieder absinkt. Dieser Brenner wird vornehmlich mit Propangas betrieben. Durch ablassen der heißen Luft durch ein Ventil und nachheizen reguliert man die Höhe. Aber natürlich auch durch abwerfen von Ballast um an Höhe zu gewinnen, wenn man zum Beispiel über ein Gebirge fliegen will. 

Der erste, der übrigens mit heißluftgefüllten Objekten Versuche machte, war Leonardo da Vinci, der Figuren aus Leinwand und Papier zu Ehren des Papstes aufsteigen lies.

Na gut, dann wünsch ich euch viel Spaß bei eurer nächsten Ballonfahrt, und verbrennt euch nicht die Köpfe!
Ciao Martina 

Wusstest Du schon ...? - Lexikon 

 

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zuletzt geändert: 02.06.04 17:17:13
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