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Hier will ich
versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch
hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will
versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn
euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt
ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de
schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das
aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann
weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung
weiterzusuchen.
Na gut. Ich glaube
nachdem der große Wirbel um Nemo und seine Kameraden abgeflaut
ist, kann man sich mittlerweile denke ich wieder trauen das Wort
"Clownfisch" in den Mund zu nehmen, ohne einen riesen
Sturm auf sämtliche Zoohandlungen auszulösen. Das war nämlich
kurz nach dem Riesenerfolg des gleichnamigen Films "Findet
Nemo" der Fall. Aber ich denke nun kann man sich wieder
trauen etwas über Clownfische zu schreiben, ohne irgendwelche
folgenschweren Reaktionen auszulösen.
Clownfische sind kleine
orange-weiße Fische die vornehmlich in den großen Ozeanen bei
Indonesien, Taiwan, Malaysia oder Japan leben. Wie wir sicher alle
aus dem Film wissen, lebt Nemo mit seinem Vater zusammen in einer
Seeanemone. Diese Seeanemone ist giftig und schütz die Fische vor
gefährlichen Angreifern, wie zum Beispiel einem Hai oder anderen
Raubfischen die größer sind als die Clownfische. Im Film wurden
Malin und seine Frau zum Beispiel von einer Muräne bedroht, die
hinterher alle Fischeier und Nemos Mutter aufgefressen hat.
Clownfische suchen sich irgendwo in
Korallenriffen eine Seeanemone die ihnen gefällt und beschließen
dann mit ihr zusammen in einer sogenannten Symbiose zu leben.
Symbiose bedeutet, das zwei Pflanzen oder Tier und Pflanze
zusammen leben und beide davon einen Vorteil haben. ( Im Gegensatz
zu Parasitismus, bei dem immer einer der Leidtragende von beiden
ist.) Die Clownfische sind dann so nett und halten die Anemone
sauber, das heißt sie putzen sie sozusagen und halten
irgendwelche Feinde von ihr fern. Im Gegenzug dazu schützen die
Anemonen die Clownfische, die übrigens auch Anemonenfische
genannt werden, vor großen Raubfischen, wie zum Beispiel solchen
Kameraden wie Bruce oder Hammer und Hart. Dazu sondern sie mit
ihren Tentakeln einen Nesselschleim ab, der, ähnlich wie bei
Brennnesseln, denjenigen der den Schleim abbekommt, verbrennt. Ist
der Fisch klein genug bzw. das Nesselgift stark genug, stirbt der
Fisch daran. Clownfische sind gegen diesen Nesselschleim immun,
allerdings müssen sie sich auch erst an den Schleim der Anemone
gewöhnen. Auch kann nicht jeder Clownfisch in jeder x-beliebigen
Anemone leben. Je nach dem wie stark das Nesselgift ist, gewöhnt
sich der Fisch daran oder es ist zu stark und der Fisch muss sich
eine andere Anemone suchen.
Hat der Clownfisch eine passende
Anemone gefunden, bleibt er dort wohnen, meist mit einem weiteren
Clownfisch in einer festen "Beziehung" zusammen. Sie
laichen übrigens alle zwei Wochen... Und was auch sehr praktisch
ist, Clownfische können bei Bedarf ihr Geschlecht wechseln. So
lebt zum Beispiel in einer ( meist nur kleinen ) Gruppe von
Clownfischen nur ein Weibchen, das meistens das größte und auch
das aggressivste ist. (also kursiert auch unter Fischen das
Vorurteil zickiger Frauen. Wie gemein!) Stirbt das Weibchen,
wandelt sich ein Männchen aus der Gruppe in ein neues. Bei der
Geburt bzw. nach dem Schlüpfen sind alle Clownfische Männchen.
Junge Clownfische erkennt man meistens an ihrer Größe *g* und an
der Anzahl ihrer weißen Streifen. Die Jungtiere haben nämlich
mehr Streifen als die älteren. (Wahrscheinlich ist das ein
ähnliches Phänomen wie der Haarausfall beim älter werden
*lach*)

Aber noch mal zurück zu den
Anemonen, genauer Seeanemonen. Seeanemonen sind sogenannte
Blumentiere, die sich hauptsächlich von vorbei schwimmenden
unachtsamen Fischen ernähren. Berührt ein Fisch zufällig einen
Fangarm einer Anemone, sondert diese sofort einen klebenden
Schleim ab und verhakt sich dann an dem Fisch. Über den Haken
sondert die Anemone ein lähmendes Gift ab, das übrigens auch
für Menschen gefährlich werden kann. Je nach Größe und Stärke
des Giftes und der "Verbrennung" könnte das sicherlich
auch tödlich enden. Dann befördert sie ihre Beute durch das
Schlundrohr in den Verdauungstrakt. Dort wird die Beute dann
verdaut. Lecker. Der Verdauungstrakt, wie auch der Magen und die
Geschlechtsorgane der Anemone befinden sich in einer Art Sack, die
auf einer Fußscheibe steht. Die Fußscheibe ist fest mit dem
Untergrund verankert.
Manchmal, vermutlich wenn die Anemone gerade mit Verdauen
beschäftigt ist, zieht sie alle ihre Fangarme ein und klappt sich
sozusagen ein. Dann erkennt man von der Farbenpracht der Anemone
überhaupt nichts mehr und man findet höchstens einen grauen
kugeligen Haufen auf dem Meeresgrund.
Also, wenn ihr dann mal
Hochseetauchen geht, wisst ihr schon mal, an welchen Tieren man
sich die Finger zu verbrennt, wenn man nicht aufpasst!
Also viel Spaß im Wasser!
Eure Martina
Wusstest
Du schon ...? - Lexikon
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