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Hier will ich
versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch
hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will
versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn
euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt
ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de
schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das
aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann
weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung
weiterzusuchen.
Habt ihr schon mal überlegt, warum eure Katze so
tief fallen kann und sich trotzdem nichts bricht?? Es macht ihr
praktisch überhaupt nichts aus, aus dem dritten Stock zu fallen
(! Achtung: Bitte nicht ausprobieren!), sie landet trotzdem auf
den Füßen. Und zwar unversehrt.
Das eine, wie das andere Phänomen
sind eigentlich ganz einfach zu erklären:
Nun, warum fällt die Katze
immer auf die Füße?
Um das zu erreichen benutzt
sie ihren Schwanz. Das kennen wir auch schon von Eichhörnchen.
Dies halten während des Sprungs mit ihrem langen Schwanz das
Gleichgewicht, damit sie auch auf dem richtigen Ast landen und
nicht etwa bei der Landung herunter fallen. Dieses Prinzip macht
sich die Katze auch zu nutze. Wie das Eichhörnchen gebraucht sie
ihren Schwanz zum Balanceausgleich. Das gilt für den Sprung
ebenso wie fürs Fallen. Im Sprung korrigiert die Katze ihre
Richtung und balanciert sich aus, sobald sie landet; im Fall dreht
sich die Katze mit Hilfe des Schwanzes in der Luft so. Dass sie
auf jeden Fall auf den Füßen ankommt.
Das ist soweit auch alles ganz
schön. Aber wenn sie jetzt aus 10m Höhe herunter fällt, sieht
das gute Tier doch schon etwas älter aus – denkt ihr. Die Natur
hat sich da einen ganz tollen Trick einfallen lassen.
Wenn man das Skelett einer
Katze zum Beispiel mit dem eines Menschen vergleicht, stellt man
fest, dass Katzen kein Schlüsselbein besitzen. Und dort liegt der
Schlüssel des Ganzen. Unsere Schlüsselbeine sind nämlich dazu
da, unsere Arme oben zu halten. Ohne diese würden unsere Arme
irgendwo weiter unten hängen.
Nun, eine Katze hat dieses
Problem nicht, sie läuft ja nicht aufrecht, sondern auf allen
Vieren. So ist ihre Wirbelsäule zwar mit den Vorderbeinen (im übertragenen
Sinne unsere Arme) nur durch Sehnen und Muskeln verbunden. Es gibt
praktisch kein Schultergelenk, so wie wir es haben. Katzen können
sich also auch nicht sie Schulter ausrenken, höchstens zerren.
Die Wirbelsäule einer Katze ist also aufgehängt an vier einzeln
bewegbaren Gliedmaßen.
Wenn eine Katze jetzt aus 10m
Höhe runterspringt tut sie sich nichts, weil sie erstens auf den
Füßen landet und zweitens die Wucht des Aufpralls durch Sehnen
und Muskeln abfedern kann. Ein Mensch, der aus 10m in die Tiefe fällt,
würde sich mindestens Arme und Schlüsselbein Brechen, weil die
Gelenke eben nicht genug nachgeben bzw. federn.
Soviel dazu. Das war‘s erst
mal wieder, aber tut mir bitte einen Gefallen und schmeißt eure
nicht aus dem dritten Stock, nur um zu sehen, ob ich recht hatte!
Bis
bald, Martina
Wusstest
Du schon ...? - Lexikon
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