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Hier will ich
versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch
hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will
versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn
euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt
ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de
schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das
aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann
weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung
weiterzusuchen.
So da sind wir wieder!
Die Sonne scheint und es wird wieder richtig warm. Man hätte fast
wieder Lust sein T-Shirt wieder rauszusuchen. Wenn man so auf dem
Fahrrad sitzt, kommt man doch schon leicht ins Schwitzen... vor
allem bei diesem typisch ostfriesischen Gegenwind....
Aber warum fängt man eigentlich an zu schwitzen, wenn man sich
viel bewegt?
Nun eigentlich ist das
recht einfach zu erklären:
Damit man sich überhaupt bewegen kann, verbrennen die Zellen im
Körper Zucker, um Energie für Muskelbewegung ( zum Beispiel zum
Fahrrad fahren ) zu gewinnen. Bei diesem Prozess wird Wärme frei
und nach außen (also erst mal außerhalb der Zelle) abgegeben. Da
der Körper ja aus Tausend und Abertausenden Zellen besteht, wird
es mit der Zeit ganz schön warm im Körper. Und diese
Wärme muss irgendwann wieder ausgeglichen werden, denn wenn sich
der Körper zu sehr erwärmt, so sagen wir mal auf ca. 40°C ist
das nicht mehr so gesund. Denn ungefähr bei dieser Temperatur
hören einige unserer Enzyme (das sind die kleinen
"Männchen", die für die ganzen Reaktionen in unserem
Körper verantwortlich sind ) auf zu arbeiten, weil es ihnen zu
warm ist und sie kaputt gehen.
Allerdings schafft der Mensch es nicht, seine Körpertemperatur
durch Sport bzw. durch Bewegung auf 40°C zu erhöhen, denn vorher
fängt der Körper an zu schwitzen. Das ist nämlich sein Trick,
die innen abgegebene Wärme wieder auszugleichen. Dazu macht er
sich das größte Organ des Körpers, die Haut, zu nutze. Da es zu
lange dauern würde, oder der Energiegewinnung entgegen wirken
würde, von innen her die Temperatur zu senken, fängt der Körper
von außen an, sich wieder abzukühlen. Dazu besitzt die Haut
sogenannte Schweißdrüsen. Diese befinden
sich in der Lederhaut, der zweiten Hautschicht. Auf einem cm2
findet man ca. 100 Schweißdrüsen zwei verschiedener Arten. Die
Drüsen die uns, bzw. unseren Körper im Moment interessieren,
nennen sich ekkrine Schweißdrüsen und werden, wie die anderen
Drüsen auch, vom autonomen Nervensystem angeregt. Die ekkrinen
Schweißdrüsen befinden sich meist im Gesicht, in den
Handinnenflächen und an den Fußsohlen. Diese Drüsen muss man
sich als kleine Zellen vorstellen, in denen sich eine
Flüssigkeit befindet, die zu 99 % aus Wasser besteht. Wenn dem
Körper jetzt zu warm wird, platzen diese Zellen auf und die
austretende Flüssigkeit verdunstet durch die Körperwärme.
Dadurch wird der Körper erst einmal nass bzw. feucht. Naja und wer
sich schon mal nass in den Wind gestellt hat, weiß dass einem
dann kalt wird. Und genau das möchte der Körper ja
bezwecken.
Die zweite Sorte Schweißdrüsen, die apokrinen Schweißdrüsen,
sind eher für den Körpergeruch zuständig. Sie kreieren den
individuellen Körpergeruch und kommen vor allem bei Emotionen wie
Angst, Stress oder Aufregung zum Einsatz.
Naja und wenn der Körper dann genug abgekühlt ist, hört er
wieder auf zu schwitzen.
Also gut,
wenn ihr dann also mal wieder bei Gegenwind auf dem Fahrrad sitzt
und ihr anfangt zu schwitzen, dann wisst ihr ja jetzt, warum!
Dann bis zum nächsten mal, Martina
Wusstest
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