Herzlich Willkommen bei unserer neuen Rubrik „Wusstest Du schon...?“
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Hier will ich versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung weiterzusuchen.

Stellt euch vor es ist Sonntag morgen, ihr sitzt gemütlich am Frühstückstisch und beißt gerade genüßlich in ein Honigbrötchen... Habt ihr euch eigentlich schon mal überlegt, wo diese klebrige Masse überhaupt herkommt, und was es für eine mords Arbeit ist, das Zeug herzustellen...?

Also: Honig ist zunächst einmal das Nahrungsmittel der Bienen. Sie sammeln Blütennektar und Honigtau. In ihrem Körper werden diese beiden Dinge durch Enzyme zu Trauben- und Fruchtzucker umgewandelt. Dann lagert die Biene den Honig in den allgemein bekannten Waben in ihrem Bienenstock. Dort wird er gelagert, bis die Jungbienen, die irgendwann zu Arbeiterbienen werden sollen, damit gefüttert werden. Das geschieht nach drei Tagen. In den ersten drei Tagen bekommen Arbeiter- wie Königinnenmaden Weiselfuttersaft. Auch bekannt als das Gele Royale. Die Königinnenmaden werden fortwährend damit gefüttert, was zur Folge hat, dass sie größer und als einzige fortpflanzungsfähig werden. Die Arbeiterbienen sind dafür zuständig, dass der Bienenstock sauber bleibt und repariert wird, oder dass neue Waben für die Brut angelegt werden. Oder sie sind im sogenannten Außendienst, das heißt auf Nahrungssuche. Und da sind wir wieder bei unserem Honig.

Wie schon gesagt ist Honig ein Produkt aus Blütennektar und Honigtau, den die Biene in ihrem Honigmagen umwandelt. Dabei werden Glucose und Fructose, also Trauben- und Fruchtzucker in einem bestimmten Verhältnis zueinander hergestellt. Je nach dem, ob es nun mehr Fruchtzucker gibt, oder mehr Traubenzucker ist der Honig hinterher auch flüssiger oder fester. Das ändert aber geschmacklich nicht viel am Honig. Dadurch, dass der Imker seine Bienen und die Blumen in ihrer Umgebung genau beobachtet, kann er feststellen, welchen Honig seinen Bienen herstellen. Zusätzlich lässt sich das auch durch eine Pollenprobe ermittlen.

Zurück zur Biene

So eine Bienenkönigin hat es mal wirklich gut. Die hat den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als lauter Eier zu legen. In einem Zeitraum von Februar bis September legt sie ungefähr 120.000 Eier. Dagegen ist ein Huhn fast faul... Aber nun. Dafür darf sie ihr geliebtes Heim im Sommer dann verlassen, wenn die neue Jungkönigin geschlüpft ist. Die alte Königin nimmt lediglich einen Teil ihres Hofstaates mit, und lässt sich von ihnen ein anderes Heim suchen. Die Jungbienen hingegen haben jetzt alle Hände voll zu tun. Die erste Jungkönigin, die schlüpft, meldet durch Flügel schlagen und summen an, dass sie da ist, und bringt erst mal ihre Mitstreiterinnen um. Ganz schön brutal... Aber, nur der Stärkere überlebt. Auch in einem Stock voller Frauen.... *g* Die Ammenbienen eilen sofort zur Wabe mit der frisch geschlüpften Königin und fangen an, sie die nächsten neun Tage durch zu füttern. Und das ohne Pause. Danach schlafen die Bienen dann auch erst mal neun Tage, um sich noch weiter zu entwickeln. Das gilt übrigens auch für alle normalen Bienen, die später dann Arbeiterbienen werden. Nach diesen neun Tagen „Erholung“ sind diese nämlich sofort einsatzbereit und fangen an, den Bienenstock zu putzen, etc.

Na gut, das war‘s erst mal zum Honig und zu seinen Bienen... Dann genießt euer Frühstücksbrot beim nächsten Mal!

Bis dann, Martina

Wusstest Du schon ...? - Lexikon 

 

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zuletzt geändert: 15.11.04 23:24:22
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