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Hier will ich
versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch
hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will
versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn
euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt
ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de
schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das
aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann
weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung
weiterzusuchen.
Wir tun es den ganzen
Tag, völlig unbewusst und es ist eine der notwendigsten
Tätigkeiten überhaupt: Das Hören. Ohne etwas zu hören könnten
wir uns praktisch nicht verständigen, und würden nicht einmal
die Hälfte der Dinge wahrnehmen, die um uns herum
passieren.
Aber wie funktioniert das eigentlich mit dem Hören?
Eigentlich ganz einfach. Wir nehmen Schwingungen aus der Luft
wahr. Zum Beispiel einen Schlag auf ein Stück Holz beim Holz
hacken.
Der Schlag, der auf das Holz ausgeübt wird, überträgt sich
durch Vibration auf die Luft. Dadurch kommt die Luft in Bewegung.
Man kann sich das ungefähr so vorstellen, als ob man ins Wasser
schlägt. Das Wasser fängt an zu schwingen, es entstehen Wellen.
Irgendwann treffen die Wellen an die Wand des Beckens. Hat man zum
Beispiel eine großen Plastikbehälter, kann man diese Wellen
sogar spüren.
Genauso entstehen Wellen in der Luft. Nur treffen diese nicht
irgendwann auf eine Plastikwand, sondern auf unser Trommelfell im
Ohr und setzen dieses in Bewegung. Es vibriert, genauso, wie die
Wand des Plastikbehälters. Auf der anderen Seite des Trommelfells
sitzen eine Reihe kleiner Knochen, die alle miteinander verbunden
sind, und übertragen die Vibration in unser Gehirn. Das heißt
aber nicht, dass unser Gehirn anfängt zu vibrieren, wenn wir
hören.
Direkt am Trommelfell sitzt der Hammer, der die Schwingungen bzw.
die Vibration aufnimmt und an den Amboss weiter leitet. Der Amboss
überträgt den Impuls auf den Steigbügel.
Der Steigbügel hat eine ganz besondere Aufgabe. Er sitzt
praktisch auf dem Innenohr, der Gehörschnecke, die mit einer
Flüssigkeit gefüllt ist. Der Steigbügel drückt jetzt im Takt
des Amboss auf die Gehörschnecke und in ihr entstehen wieder neue
Wellen, die kleine Härchen in Bewegung bringen. Und diese
Härchen regen nun Nervenzellen im Gehirn an, die den
entsprechenden Ton ergeben. 
Ganz schön langer Weg. Aber er ist unheimlich schnell
überbrückt. Allein Schallwellen breiten sich mit einer
Geschwindigkeit von ca. 300 m pro Sekunde aus. Der Weg durchs Ohr
beträgt dann nur noch ein paar Millisekunden. Der Ton, der dann
im Ohr angekommen ist, wird dann mit der passenden Information,
also "Schlag auf einen Gegenstand" verknüpft, und das
Gehirn entschlüsselt so, was man hört.
Ganz schön spannend.
Also hört gut zu, was um euch herum so alles passiert. Es ist
ganz schön viel!
Bis zum nächsten mal,
Martina
Wusstest
Du schon ...? - Lexikon
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