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Hier will ich
versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch
hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will
versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn
euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt
ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de
schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das
aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann
weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung
weiterzusuchen.
Wir machen mal ein bisschen Survivel-Training.
Wir sind auf einen tropischen Insel gestrandet und haben nichts bei uns außer den nassen Klamotten, die wir erst mal zum Trocknen aufgehängt haben. Also wir besitzen praktisch nichts. Dann stellen wir uns vor, dass wir ungefähr fast fünf Stunden gebraucht haben, um das Ufer zu erreichen. Ein Wunder, dass wir nicht von irgendwelchen Haien gefressen wurden.... Nun gut. Nach so einer anstrengenden Strapaze haben wir natürlich Hunger. Und zwar richtig Hunger! Was machen wir? Wo wir doch eigentlich nichts haben, das uns irgendwie beim Überleben helfen könnte? Wir fangen uns einen Fisch!
Haha! Wie sollen wir denn einen Fisch fangen. Ohne Angel?? Ganz einfach. Unsere Insel hat natürlich einen Fluß und dort schwimmen nichts ahnende Fische, die wir mit ein bisschen Geschick und einem langen Stock einfach aus dem Wasser spießen. Nun. Jetzt haben wir ein neues Problem. Roher Fisch ist, wenn man nicht gerade ein Sushi-Fan ist, nicht sonderlich appetitlich... Zufällig stehen auf unserer Insel auch ein paar Zitronen- und Limonenbäume herum. Also pflücken wir doch gleich ein paar Zitronen, denn die können wir zum Kochen verwenden. Klar denkt ihr jetzt, Fisch mit Zitrone schmeckt ja auch echt lecker. Aber wir haben leider immer noch keinen Feuerzeug - Baum gefunden, der uns unser Lagerfeuer beschert.
Brauchen wir auch nicht!! Wir haben ja unsere Zitronen! Wir suchen uns also eine Stelle, an der wir uns zum Essen nieder lassen möchten und fangen mit der Zubereitung an. Nützlicher Weise suchen wir uns vorher eine Schüssel, oder etwas ähnliches, um den Fisch dort hinein zu tun. Dann versuchen wir vorher irgendwie die Schuppen zu entfernen, damit wir sie nicht mit essen müssen. Ist der Fisch enthäutet, wird er in der Schale mit Zitronen oder Limonensaft beträufelt. Ja, ganz richtig, der Saft kommt über den rohen Fisch. Sonst nütz er uns auch nichts, weil trinken wäre ein bisschen unangenehm.
Der Zitronensaft hat jetzt den Vorteil, dass er einen besonders hohen Säureanteil hat, und das ist das Entscheidende! Der Fisch besteht zu einem großen Teil aus Eiweiß. Und wie wir wissen gerinnt Eiweiß recht gerne und recht schnell. Die Säure in der Zitrone nun lässt den Fisch nach und nach gerinnen, denn er enthält ja viel Eiweiß. Wenn man ein Messer zur Verfügung hätte, ginge die ganze Sache etwas schneller, denn man könnte den Fisch in dünne Scheiben schneiden. So hätte die Säure etwas weniger zu tun bzw. sie könnte den Fisch besser durchdringen. Nach einer Weile, einer etwas längeren Weile besser gesagt, denn Fisch ist glaub ich ziemlich dick, ist der Fisch dann fertig gekocht. Jedenfalls wenn das gesamte Eiweiß denaturiert, also geronnen ist. Dieses Gerinnen des Eiweißes passiert beim Kochen in Wasser auch, allerdings eben durch die Hitze und nicht durch Säure. Vielleicht muss man beim Säuregaren nach einer Zeit etwas neuen Zitronensaft drüber gießen.
Schlußendlich ist unser Fisch gar und wir haben etwas zu Essen! Und das ganz ohne Lagerfeuer! Das ist doch mal was Tolles, oder?!
Na dann Mahlzeit und bis zum nächsten Mal, Martina
Wusstest
Du schon ...? - Lexikon
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