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Hier will ich
versuchen, ein paar mehr oder weniger alltägliche, aber doch
hoffentlich interessante Fragen zu beantworten.. Ich will
versuchen, jede Woche ein anderes Thema zu beleuchten. Und wenn
euch etwas einfällt, was ihr immer schon mal wissen wolltet, könnt
ihr mir das per E-mail an maja.extra@gmx.de
schicken. Vielleicht schreibt ihr auch noch kurz, wo ihr das
aufgeschnappt habt, oder was euch schon mal dazu einfällt. Dann
weiß ich gleich, was ihr meint, und versuche in eurer Richtung
weiterzusuchen.
Wusstet ihr eigentlich, dass die Erde
manchmal ganz schön wackelt?? Am meisten sind die Leute in
Japan oder San Francisco davon betroffen. San Francisco hat nämlich
das Glück, genau wie Japan, direkt über zwei Erdplatten
zu liegen... Aber ich will von vorne anfangen.
Unsere Erde ist rund, wie wir seit geraumer Zeit wissen und besteht
aus einem inneren und äußeren Erdkern, dem Erdmantel
und der Erdkruste. Das wichtige an diesen drei bis vier Schichten
sind eigentlich nur die Erdkruste und der Erdmantel.
Der Erdmantel besteht aus einer 600
bis 700 km dicken Schicht flüssigen Magmas
(geschmolzener Stein). Auf dem Erdmantel schwimmt oder treibt
die Erdkruste in einzelnen Teilen, die unsere Kontinente und den
Grund des Ozeans bilden. Dort wo Kontinente sind ist die Kruste
ca. 200 km dick, dort wo Wasser ist jedoch nur ca. 150 km.
Innerhalb des Erdmantels gibt es nun Strömungen, die die
Bewegung der Erdplatten zur Folge haben. Da die Strömungen
nicht nur in eine Richtung strömen, sondern auch auf einander
zu, passiert es, dass Erdplatten auch durchaus aufeinander zu
treiben, oder gar gegeneinander prallen. Das erlebt man dann oben
auf der Erde als Erschütterung des Bodens, sprich Erdbeben.
Hierbei ist zu bemerken, dass sich Erdplatten mit einer Geschwindigkeit
von ungefähr 2-5 cm pro Jahr bewegen. Das heißt, eine
Erdplatte nimmt nicht Anlauf und prallt dann mit voller Wucht
auf eine andere, sondern treibt ganz langsam aber sicher auf eine
zweite zu und schiebt sich langsam über sie. Dabei verhaken
sich beide Platten und es entsteht Spannung. Irgendwann nun wird
die Spannung so groß, dass sich die Platte mit einem Ruck
von einander Trennen und zum Beispiel 3m weiter rutschen. Das
merkt man dann, wenn der Zaun auf einmal 3m weiter vorne steht
und im Garten ein riesiger Riß ist.
Das ist eine Möglichkeit für Erdbeben. Es kann aber
auch sein, dass zwei Erdplatten aneinander vorbei wandern und
sich dabei verhaken. Sobald sich die Spannung dann wieder löst,
geschieht das mit einem Ruck, den wir oben auf der Erde bemerken.
Das Problem an der Erdbebensache ist, dass man bisher noch keine
wirklich wirksamen Warnsysteme entwickelt hat. Bzw. eigentlich
hat der Mensch gar keine Chance, Beben voraus zu sagen, weil man
ja nicht in die Erde hinein gucken kann, oder sie durchleuchten,
um zu sehen, wie sich gerade die Platten verschieben oder wann
sich entstandene Spannungen wieder lösen. Zwar macht sich
der Mensch die fortgeschrittene Technik zur Hilfe, indem man erste
Vorbeben durch feine Sensoren erfasst und mittels Funkwellen weiterleitet.
Allerdings kommt man nur auf eine Vorwarnzeit von ca. 16 sek,
wenn z.B. das Erdbeben 100km von einer Stadt entfernt ist. Inzwischen
ist man aber soweit, dass diese Zeit ausreicht, um sämtliche
Gas- und Wasserleitungen zu sperren, Krankenhäuser abzusichern,
sowie Großcomputer und Stromwerke. Diese Warnsysteme sind
war sündhaft teuer, aber es ist doch durchaus sinnvoll diese
zu verwenden. Schließlich sollen damit Menschen gerettet
werden.
Na gut, das soll's erst mal gewesen sein!
Bis zum nächsten Mal,
Martina
Wusstest
Du schon ...? - Lexikon
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