hd. Ein ganz besonderer Schulgeburtstag fand am Freitag, dem 21. September, ab 15 Uhr im Ulricianum statt. 355 Jahre gibt es nun unsere Schule und sie wandelt sich seitdem ständig. Das Konzept des diesjährigen Schulgeburtstages war ein Brückenschlag zwischen den Schülern der Jahrgänge 12 und 13 und Ehemaligen, die sich noch in ihrer
universitären Ausbildung befinden oder diese schon abgeschlossen haben. Unter der Leitung des Schulleiters Tade-Wilhelm Risius und seines Stellvertreters Hans-Jürgen Westermayer bei Mithilfe des VEU wurde aus dieser Veranstaltung ein erfreulicher Erfolg. Um 15 Uhr trafen sich über 100 Schüler der Kursstufe und ein reichliches Dutzend Ehemaliger, die als Referenten über ihr Fach und über die entsprechende Ausbildung berichten wollten.
Nach einer Einführung und der Vorstellung der Referenten in der Aula wurden dann in diversen Klassenräumen zwei Info-Runden von jeweils einer halben Stunde durchgeführt, so dass sich die Schüler zumindest über zwei Studienfächer berichten lassen
konnten. Vertreten waren die Disziplinen Biologie, Chemie, Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Anglistik, Gemanistik, Romanistik, Sonderschulpädagogik, Ingenieurswissenschaften, Rechtswissenschaften, Publizistik und Geschichtswissenschaften. Leider fehlte der Bereich Volks- und Betriebswissenschaften.
Wie es sich für einen Geburtstag gehört, wurden im Anschluss in der Cafeteria im alten Kleinbahnhof Kaffee und Kuchen gereicht, und dabei wurde eifrig weitergefragt und diskutiert. In den vielen Gesprächsrunden wurde schnell klar,
dass alle Beteiligten mit der Idee und der Ausführung sehr einverstanden waren und dieses Konzept auch für die nächsten Jahre als sinnvolle Gestaltung des Schulgeburtstages ansahen. Natürlich wurde auch schon darüber nachgedacht, was beim nächsten Mal an Verbesserungen möglich sei (z. B. Einblicke auch in
nichtakademische Laufbahnen). Unter den Referierenden waren natürlich einige aktive VEU-ler und auch vier Mitglieder unseres Vorstandes, nämlich Renate Kleeblatt (Humanmedizin), Bernd Hinrichs (Jura), Tido Cammenga (Pädagogik, Psychotherapie) und Helge Hohmeier (Lehramt an Gymnasien für Deutsch und Geschichte). Alle waren nachher sehr zufrieden und äußerten,
dass ihnen diese Veranstaltung richtig Spaß gemacht hat.
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Senior-Teilnehmer war unser ehemaliger Schüler aus dem Abitur-Jahrgang 1952, Klausbodo Hartung, Rechtsanwalt in Köln, der sich um die Zusammenkunft der Goldenen Abiturienten im Juni 2002 bemüht. Seine Anregungen und die Erfahrungen mit diesem gelungenen Nachmittag führten dann direkt zu weitergreifenden Überlegungen. So wäre es
denkbar, dass ehemalige Ulricianer, die in den Universitätsstädten leben und arbeiten, als Ansprechpartner für Studienanfänger aus dem Ulricianum zur Verfügung stehen. So könnte man über ein Netzwerk der Betreuung von Ehemaligen durch Ehemalige nachdenken. Die große Zahl von unseren Ex-Schülern, die sich über die Bundesrepublik und über die verschiedensten Fachbereiche verteilen, könnte diesbezüglich eine enorme und nutzbare Ressource sein. |
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Renate
Kleeblatt, heute Anästhesistin am Auricher Kreiskrankenhaus,
hatte ihre beiden braven Kinder als "zukünftige
Ulricianer" gleich mitgebracht (oben).
Bernd Hinrichs, ihr ehemaliger Klassenkamerad und heute
gemeinsam mit ihr im VEU-Vorstand, berichtete eloquent und freimütig
über das Jura-Studium,
Silke Focken (unten), die ihren journalistischen Weg einst schon
an der Schule bei der "Ulricianum Times" begann,
stellte vor allem ihre Erfahrungen mit dem berufsvorbereitenden
Nutzen der Literaturwissenschaft vor.
Photos: Rast |
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