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Schulleiter in schwieriger Zeit - Zum Tode von Gerhard Bratsch |
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fra Aurich. Im Alter von 88 Jahren starb am Dienstag voriger Woche an seinem Ruhesitz in Nürnberg der Oberstudiendirektor i. R. Gerhard Bratsch. Vom 19. Dezember 1963 bis zum 31. Januar 1974 leitete er in Aurich das Gymnasium Ulricianum und war damit der Amtsvorgänger der Direktoren Henning Gerstenberg, Claus Goldbach und Tade-Wilhelm Risius. Der in Pommern gebürtige Bratsch hatte die Lehrbefähigung für die Fächer Deutsch, Englisch und Geschichte und war, bevor man ihn unter 24(!) Bewerbern für die Schulleitung in Aurich auswählte, Fachleiter für Deutsch am Studienseminar Hildesheim gewesen. Am Ulricianum trat er an die Stelle Engelbart Onnens, der sich für eine Karriere im deutschen Auslandsschuldienst entschieden hatte. Die Direktoren-Ära Bratsch in Aurich war lokal und bundesweit gekennzeichnet von Umbrüchen im gesellschaftlichen wie im schulpolitischen Raum. Damalige Mängelzustände in der alltäglichen Unterrichtswirklichkeit des Ulricianums bis hin zu dessen buchstäblicher Existenzbedrohung schlechthin konnten schließlich in Zusammenarbeit mit dem Schulträger durch bauliche Erweiterungen und Lehrer-Neueinstellungen überwunden werden. In seiner eher leisen, oft distanziert anmutenden Art gelang es dem ebenso belesenen wie gegenüber dem Zeitgeist skeptischen Gerhard Bratsch im Bunde mit engagierten Mitstreitern aus Kollegium und Elternschaft nachhaltig, dem Ulricianum die Kontinuität seiner Entwicklung zu sichern und dabei eine ,,Tradition der Menschlichkeit" in der Leitung des Auricher Gymnasiums eindrucksvoll fortzuführen. (Pressemeldung des Ulricianums) |