Fotos vom Ulricianum: Historischer Altbau


Grundsteinlegung 1906, Einweihung 1908: Der jetzige Altbau, von dem nur noch dessen Giebel gekrönter Mittelbau und der rechte Flügel erhalten sind, denn ein Anbau musste schließlich dem nächsten folgen, um die wachsenden Schülerzahlen zu beherbergen.

Wohl eines der ältesten Fotos des Gymnasiums mit dem Direktorenwohnhaus auf der linken Seite

Das Ulricianum vom Bahnhof aus gesehen: Gliederung und Zweck der Gebäudeteile stimmen überein, ein ausgewogener Gruppenbau! Im Vordergrund das neue Direktorenwohnhaus

Ulricianum mit Staatsarchiv (Kunstgebäude) rechts [um 1968]

Die Aula des Ulricianums in ursprünglicher Gestalt, ein wirklicher Festraum! Seit 1945 als Versammlungsort der ganzen Schule viel zu klein

Planzeichnung der Vorhalle der Aula, in ihrer festlichen Ausgestaltung auf diese bezogen

 

 

zum Vergleich: Eingang zur Aula nach Neuanstrich im Sommer 2001

 

 


 

Da haben wir das Ulricianum, dessen Grundsteinlegung am 31. Mai 1906, stattfand. Auf der historischen Postkarte ist auch das dann plötzlich "alte" Gymnasium am Lambertshof zu sehen, dessen Grundsteinlegung ebenfalls an einem 31. Mai stattfand, allerdings bereits 1820. 

 


 Die Postkarte wurde zur Grundsteinlegung am 31. Mai 1906 herausgebracht und zeigt das im Entstehen begriffene Gebäude nicht korrekt: 

Da das 'neue Gymnasium' noch nicht stand, mußte es zeichnerisch in antizipierter Vollendung dargestellt werden. Dies geschieht nun durchaus unrealistisch, mit Mitteln der Idyllisierung und Romantisierung, in altmeisterlicher Dreieckskomposition. Keineswegs ist der Vordergrund als das zu erkennen, was er wirklich war, nämlich das Bahngelände . 

(Werner Seebo in der Festschrift "350 Jahre Ulricianum").

Alle historischen Aufnahmen und die Informationen auf dieser Seite sind Werner Seebos ungemein detailliertem Beitrag "Das Ulricianum im Spiegel seiner Bauten" in der Festschrift "350 Jahre Ulricianum" (1996) entnommen.

 

Und so sieht's heute aus, das damals bereits zweite Schulgebäude des Ulricianums (erbaut 1820-1822, Schulgebäude 1823-1908), jetzt Staatshochbauamt


Vor 100 Jahren: 

Aus der ON Serie "Fundsachen": Vor 100 Jahren wird der Grundstein des "neuen" Gymnasiums gelegt. Was 1906 neu war, ist nun für uns bereits der "Altbau"...

 

Aurich. Der Neubau des hiesigen Königlichen Gymnasiums nebst Schuldienerwohnung ist bewilligt und wird und wird demnächst in Angriff genommen werden. Die Kosten sind anschlagsmäßig auf 186.000 Mk. festgestellt...

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 30. Mai 2005

 

Aurich. Mit dem Abbruch der Präparandenanstalt, zunächst der Dienstwohnung, haben jetzt die Arbeiten für den Neubau des Königl. Gymnasiums begonnen, die den Bauunternehmer Joh. Berger hierselbst übertragen sind. Den Abbruch hat die Firma Berger & Neumann übernommen. 

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 7. Februar 2006

Die Grundsteinlegung zum neuen Gymnasium, die am Donnerstag stattfinden soll, ist aus dem Grunde noch besonders bemerkenswert, weil am selben Tage vor 86 Jahren, nämlich am 31. Mai 1820, die Grundsteinlegung des jetzigen Gymnasiums erfolgte...

Quelle: Ostfriesische Nachrichten 30. Mai 2006

Die Grundsteinlegung zum neuen Gymnasium an der Gartenstraße vollzog sich am heutigen Donnerstag in feierlicher Weise. Ein Sängerchor von Schülern des Gymnasiums eröffnete den Aktus mit dem Vortrage des Liedes "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren". Herr Gymnasialdirektor Professor Dr. v. Kleist hielt alsdann die Festrede, in der er den geschichtlichen Entwicklungsgang des Gymnasiums schilderte, das vor 260 Jahren, im Jahre 1646 gegründet, sich aus einer einklassigen Anstalt zu einer dreiklassigen und 1822 zu einer fünftklassigen umbildete...

Quelle: Ostfriesische Nachrichten 6. Juni 2006

 

Aurich. Zum Einbruchsdiebstahl im Neubau des Kgl. Gymnasiums, bei dem vor 14 Tagen mehrere photographische Apparate entwendet wurden, ist zu berichten, daß der Täter, ein junger Mann von auswärts, ermittelt und heute verhaftet ist.

Quelle: ON-Fundsachen "Vor 100 Jahren" - ON 5. 2. 2008


Und am 2. Juli 1908 war es so weit, dass 180 Schüler (nur Jungs) und 13 Lehrer den Neubau beziehen  konnten, was mit einem festlichen Umzug vom jetzigen Lambertshof zur jetzigen von Ihreringstraße erfolgte.

Das Kollegium des Ulricianums 1909/10... 13 bärtige Männer. Unten recht übrigens der französische Austauschlehrer Monsieur Cambedouzou

100 Jahre später: 2. Juli 2008

100 Jahre später, am 2. Juni 2008, wurde der Umzug vom 2. Juli 1908 nachgestellt, allerdings nicht nur mit 180 Schülern und 13 Lehrern, sondern mit ca. 2.000 Schülerinnen und Schülern sowie ca. 150 Lehrerinnen und Lehrern...

Stellvertretender Schulleiter Hans-Jürgen Westermayer und Schulleiter Tade-Wilhelm Risius 100 Jahre später vor dem alten Schulhaus...

...und dem "neuen" Ulricianum anlässlich des 100. Geburtstages am 2. Juli 2008 >>mehr 

 


Vor 100 Jahren -
Aus der ON Serie "Fundsachen"

 Vor 100 Jahren wird das "neue" Gymnasiums eingeweiht.

  
Aurich.
Bei schönstem sonnigen Wetter vollzog sich heute vormittag der feierliche Umzug des hiesigen Königlichen Gymnasiums von der alten ehrwürdigen Stätte in der Schulstraße nach dem neuen prächtigen Heim in der Gartenstraße, das an anderer Stelle unserer heutigen Nummer eine eingehende Beschreibung erfährt...

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 8. Juli 2008

 
Aurich.
Eine Besichtigung des neuen Gymnasiums, die bisher schon in bereitwilligster Weise jedem erlaubt wurde, der den ordnungsmäßigen Weg dazu einschlug, ist, wie wir auf Wunsch mitteilen, nach vorheriger Anmeldung beim Schuldiener auch während der Ferien gerne gestattet.

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 8. Juli 2008

Aurich. Die Einweihung des neuen Königl. Gymnasiums (Ulricianum). Einen glänzenden Abschluß der Festlichkeiten bildete die Festaufführung der Schüler, die gestern nachmittag 4 Uhr begann und den großen Bremsschen Theatersaal bis auf den letzten Platz mit einer von freudigem Erwarten beherrschten Menge gefüllt hatte. Das bekannte historische Schauspiel "Colberg" von Paul Heyse gelangte zur Aufführung, ein fünfaktiges großes, dramatisch bewegtes und von edlem patriotischen Geist durchwehtes Bühnenstück...

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 8. Juli 2008

 

 

Und vor 50 Jahren:

 

Ostfriesen Zeitung vom 7. September 2005

 

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