Aktuelles zu Latein


Latein als Fremdsprache an Hauptschulen in Tirol [27-09-2009]

Traditionelle lateinische Messe wieder zugelassen [10-07-2007]

"Ansprache zur Entlassung des Abitur-Jahrgangs 2007" [29-06 2007]

Latein im Europa von morgen [24-05-2007]

Fundsache: Vatikan um Latein besorgt [03-11-2006[

Latein als Fremdsprache an Hauptschulen in Tirol 

Latein zur Stärkung der muttersprachlichen Kompetenzen ist schon immer ein wichtiges Argument für das Erlernen der lateinischen Sprache gewesen.
In Tirol in Österreich wird mit ebendieser Begründung jetzt ein Versuch unternommen, Latein als Fremdsprache an Hauptschulen einzuführen. >>mehr

Traditionelle lateinische Messe wieder zugelassen

Radio Vatikan |da möchte ich hin| meldete am 7. Juli, dass künftig - neben der reformierten Messe - wieder die sogenannte Alte Messe, also die traditionelle Messe in lateinischer Sprache, zugelassen werde.
Neben der liturgischen Bedeutung ist dies zugleich auch eine enorme Stärkung der weltweiten Geltung des Lateins.
Für die Wiederzulassung haben sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil viele Gläubige, aber auch zahlreiche Intellektuelle innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche eingesetzt.
Denjenigen, die sich näher mit dieser Thematik beschäftigen möchten, seien zwei Buchtitel empfohlen:

1) Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.): Der Geist der Liturgie. Eine Einführung. Freiburg u.a. (Herder) 2007 (2. Aufl.). ISBN 978-3-451-29063-3 (grundlegende Einführung des heutigen Papstes),

2) Heinz-Lothar Barth: "Nichts soll dem Gottesdienst vorgezogen werden". Aufsätze zur Liturgiereform.Siegburg (Franz Schmitt) 2002. ISBN 3-87710-262-X (engagierte Texte zur Wiederzulassung der traditionellen lateinischen Messe).

Und hier wäre der deutsche und lateinische Wortlaut des päpstlichen Erlasses (Motu proprio ["Aus eigenem Willen"]) "Summorum Pontificum" >>mehr

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Latein im Europa von morgen

Der Rolle der lateinischen Sprache im Europa der Zukunft widmet sich ein zweitägiger Kongress, der morgen in Rom beginnt. Veranstaltet wird er vom päpstlichen Komitee für Geschichtswissenschaften unter der Leitung des deutschen Priesters und Historikers Walter Brandmüller:
„Wenn die europäische Gesellschaft der Zukunft auf alles zu verzichten können glaubt, was europäischer Geist seit 2000 Jahren an Ergebnissen hervorgebracht hat, kann sie auch auf das Latein verzichten. Die bedeutendsten Werke sind ja in lateinischer Sprache überliefert, und jeder, der eine bescheidene Einsicht in wissenschaftliches Arbeiten besitzt, wird bestätigen, dass die Arbeit mit Übersetzungen für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung nicht genügen kann, man muss auf die Originale zurückgreifen, wenn man den Sinn eines Textes wirklich erfassen will.“
Die Referenten sprechen unter anderem über das aktuelle Interesse Chinas am Latein-Studium, dem Latein in der zeitgenössischen Sprache der Juristen und dem Potential neuer Medien wie Internet und Computer beim Lateinunterricht. Am Samstag beschäftigt sich ein Runder Tisch mit Strategien zur Förderung des Lateinischen. Brandmüller:
„Das ist eine Frage, wie weit für die Erziehung, Schule und Wissenschaft verantwortliche politische Gremien sensibilisiert werden können, damit sie die Tragweite dieses Anliegens begreifen und in ihrem politischen Handeln umsetzen. Eines ist sicher: dass auch unter vordergründigen Gesichtpunkten betrachtet, Latein eine Schlüsselrolle spielen wird, wenn man an den Unterricht in neolateinischen Sprachen denkt. Auch das Deutsche ist ohne eine lateinische Grundlage nicht verständlich. Je mehr Schüler zunächst mit der Grundlage des Lateins, mit Grammatik, Wortschatz und so weiter vertraut gemacht werden, desto leichter fällt es ihnen, die davon abgeleiteten neuen Sprachen zu lernen.“

(rv 24.05.2007 gs)

Quelle: http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=135487 

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Fundsache: Vatican um Latein besorgt

In der "Frankfurter Allgemeinen" ist am 3. November 2006 zu lesen:

Sprecht es täglich. Vatikan um Latein besorgt.

 Der Vatikan, einziger Staat der Welt mit Amtssprache Latein, fürchtet ein Aussterben der klassischen Sprachen. Immer weniger und immer schlechter würden an Schulen und Universitäten in Europa Latein und Altgriechisch gelehrt, die Folgen für Fächer wie Philosophie, Geschichte und Theologie seien unabsehbar. Viele Geisteswissenschaftler seien gar nicht mehr zur echten Quellenforschung in der Lage, warnte jetzt eine Expertenkommission im Kirchenstaat. Allerdings gebe es eine rühmliche Ausnahme: Benedikt XVI. Der deutsche Papst ‘spricht täglich Latein, und zwar mit Freude’, berichtet die Turiner Zeitung ‘La Stampa’. Um Latein zu retten, schlug die Vatikan-Zeitung ‘L’Osservatore Romano’ unlängst vor, Latein solle wieder zur ‘Diplomatensprache’ werden, um den Siegeszug des Englischen als Lingua franca zu stoppen. Zwar ist Latein nach wie vor offiziell Amtssprache im Kirchenstaat, doch die zweite Amtssprache Italienisch hat sich längst durchgesetzt.

Quelle: dpa/FAZ 3. 11. 2006

Natürlich freuen wir uns über die Liebe des Heiligen Vaters zu den Alten Sprachen und sind beeindruckt von seinen vorbildlichen Kenntnissen im Griechischen und Lateinischen.

Doch am Ulricianum ist die Welt des Lateins noch in Ordnung. Mit Jahr für Jahr satten 60 bis über 70 % Schüleranmeldungen für Latein scheint der Untergang des Abendlandes bei uns noch eine Weile auf sich warten zu lassen. Und auch Griechischschüler haben wir noch.

Überhaupt erfreut sich das Lateinische in Deutschland derzeit ganz überwiegend stark wachsenden Zuspruches.

Ob allerdings mit den neuen Studienordnungen an vielen Universitäten die in Deutschland bislang sehr hohe Qualität des Studiums der Alten Sprachen erhalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Nein, für das Anwenden der lateinischen Sprache ist die Schweizer Garde im Vatikan nicht zuständig...

 

P.S.: Radio Bremen macht sich um das Lateinische sehr verdient, denn seit fünf Jahren stellt der Sender Latein-Nachrichten ins Internet - Podcast inklusive: www.radiobremen.de/nachrichten/latein 

 

 

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rüdiger musolf | dt - © Gymnasium Ulricianum Aurich