Webseite der King Edward VI School Spilsby

 

 

 

 

 

 

 

Spilsby/Lincolnshire

 
Austausch Aurich - Spilsby
 
Partnerschaft: Wie alles angefangen hat...

 

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Austausch Aurich - Spilsby

Zur Zeit ruht der Austausch mit Spilsby: Eine Schülergruppe aus Aurich war 1999 zuletzt in Lincolnshire. Da die Partnerschule ohnehin recht klein ist und das Interesse an Deutsch als Fremdsprache stetig zurückgeht, wird die Zahl der interessierten Schülerinnen und Schüler immer niedriger. Trotzdem hoffen wir, dass dieser Schüleraustausch wieder belebt werden kann.

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Partnerschaft: Wie alles angefangen hat...

"Where the hell is Spilsby?", fragten sich zwei Englischlehrer 1985, als sie einen Brief des Schulleiters der John Franklin School in Spilsby, Lincolnshire/England,in Händen hielten. Man sei hoch erfreut, hieß es, mit dem Gymnasium Ulricianum eine neue Schule für einen Schüleraustausch zu haben, und wolle noch in diesem Jahr beginnen. Längeres Suchen auf recht detaillierten Englandkarten erbrachte dann endlich eine Lokalisierung des kleinen Ortes Spilsby, fast in gerader Linie links von Aurich, auf der Europakarte jedenfalls.

Vorausgegangen waren Briefe an 15 Fachberater für Moderne Fremdsprachen in allen Teilen Englands. Gesucht wurde eine englische Partnerschule, denn schließlich war bei ca. 1500 Schülerinnen und Schülern des Auricher Gymnasiums die Nachfrage nach einem weiteren Schüleraustausch mit England groß. Nun hatten wir also noch eine Partnerschule, irgendwo in der ländlichen Weite von Lincolnshire.

Erste Kontakte

Dank eines zustimmenden Beschlusses der Gesamtkonferenz war es den Englischlehrern Antes und Donath gestattet worden, für vier Tage nach Spilsby zu fahren, um dort die Modalitäten des neuen Schüleraustausches vor Ort zu regeln. Nach anfänglichen Irritationen wegen der ungewohnten Barttracht der Auricher Lehrer ergaben sich sehr schnell freundschaftliche Gespräche und intensive Schulbesichtigungen. Die John Franklin School hatte ca. 300 Schüler, die benachbarte King Edward VI Grammar School ca. 200. Beide Schulen zusammen, so wurde von den betreuenden englischen Kolleginnen Mrs. Gourd und Mrs. Roberts gemutmaßt, würden wohl 20-25 Schülerinnen und Schüler zusammenbringen, die an einem Austausch mit Aurich interessiert wären.

Die Stadt Spilsby

Die Stadt Spilsby selbst bot außer dem Flair eines kleinen englischen Marktfleckens auf den ersten Blick wenig Interessantes, aber die Umgebung zeigte sich umso reizvoller: Im Süden eine Geestlandschaft mit intensivem Ackerbau, im Westen satte Weiden, im Osten die sich zur Nordsee erstreckende vertraute Marschlandschaft und im Norden eine sanft hügelige englische Bilderbuchlandschaft, die Wolds, von englischen Romantikern in vielen Gedichten gepriesen.

Ähnlich wie unsere Schule hat auch Spilsby einen sehr großen Einzugsbereich, so dass unsere Schüler recht verstreut untergebracht wären. Eigentlich, dachten sich die beiden Auricher Englischlehrer, ist's hier ja fast wie in Ostfriesland, das müsste doch gerade für jüngere Schüler ein Heimweh vermeidendes Gefühl von Bekanntheit erwecken, wenngleich die englische Sprache vielleicht ein wenig störend sein könnte

Die erste Fahrt

Trotz anfänglicher Bedenken, vor allem wegen der relativ kleinen Schulen im Vergleich zum überbordenden Ulricianum, hieß die anglistische Entscheidung: "Better half a loaf than no bread at all", so dass die erste Gruppe von 25 Auricher Schülerinnen und Schüler im April 1986 im kleinen Marktflecken Spilsby eintraf. Herzliche Aufnahme in den Familien, vertraute Umgebung (Wiesen und Kühe), Fehnkanäle und eine freundliche Atmosphäre in den beiden Schulen ließen die jungen Auricher ihren ersten Englandaufenthalt wie erhofft auch genießen. Da von vornherein der Schwerpunkt auf englischem Familienleben und nicht auf ständigen touristischen Exkursionen lag, ergaben sich schnell sehr intensive Beziehungen, die zum Teil sogar in Besuche englischer Gasteltern in Aurich und in bis heute andauernde Freundschaften mündeten.Das war beim ersten Austausch in Spilsby 1986 noch nicht abzusehen, der allerdings in eine Zeit fiel, in der der kleine Marktflecken Spilspy Kopf stand: Es wurde der 200. Geburtstag des (einzigen) großen Sohnes der Stadt gefeiert: John Franklin, der Entdecker der Nord-West-Passage (und literarisch geadelte Entdecker der Langsamkeit) wurde in historischen Kostümen und durch die Anwesenheit des kanadischen Botschafters in Spilsby geehrt.
Neben den lokalen Feierlichkeiten standen für die Auricher Gruppe allerdings auch Tagesfahrten nach York und Lincoln auf dem Besuchsprogramm, sowie gemeinsame Veranstaltungen mit den Gastschülern in ihren Schulen. Dass es beim Abschied Tränen auf beiden Seiten gab, sprach für die Intensität der neu entstandenen Beziehungen.

Die Beziehungen zu Spilsby

Ein Gegenbesuch im Herbst 1986 in Aurich verlief ebenfalls sehr erfolgreich, so dass seit dem ersten Durchgang der Austausch mit Spilsby/Lincs. zur Normalität geworden ist. Bisher sind sieben Besuche und Gegenbesuche mit insgesamt ca. 160 Auricher Schülerinnen und Schülern durchgeführt worden. Auch wenn sich die Schullandschaft in Spilsby mittlerweile verändert hat (beide Schulen sind zur King Edward VI School Spilsby zusammengelegt worden, eine Lehrerin, die den Austausch anfangs maßgeblich organisierte, ist weggezogen), gibt es auf beiden Seiten der Nordsee immer noch das Interesse, den Austausch aufrechtzuerhalten. 

 

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zuletzt geändert: 10.08.02 15:45:51
© Gymnasium Ulricianum Aurich