Flagpole der West Hills High School, Santee/CA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GAPP-Austausch zwischen West Hills High School und dem Ulricianum

Annas Bericht: Freund vermisst, shoppen klasse - und was noch???

Als meine Englisch-LK Lehrerin Frau Palenzatis uns eines Tages von der neuen Partnerschule in Santee, CA und dem geplanten Austausch erzählte, war ich sofort begeistert. Da ich schon mal in den USA war und es damals schon so toll fand meldete ich mich bei erster Gelegenheit an. Nach langer Vorfreude kam endlich der 23. März 2003, der Tag unserer Abfahrt...

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Sonntags morgens um sechs Uhr startete nach schmerzlichen Abschied von meinem Freund unsere Maschine. Da ich in der Nacht nur zwei Stunden geschlafen hatte und außerdem noch zwei Tage vorher Grippe gekriegt hatte, war der Flug ziemlich anstrengend. Eigentlich waren es drei Flüge, die insgesamt 18 Stunden dauerten. Als ich dann am Flughafen in San Diego aber meine Gastmutter und Austauschpartnerin kennen lernte, die mir auf Anhieb sympathisch waren, waren die Anstrengungen vergessen. Allerdings ging's mir immer noch ziemlich schlecht, weshalb ich dann am ersten Tag auch schon um fünf ins Bett ging. Eigentlich nur um mich kurz auszuruhen nach der langen Reise. Aber als ich das nächste Mal wieder aufwachte, war schon Montag morgen. Gleich am ersten Tag mit Alison, meiner Austauschpartnerin, in der Schule, wurde mir klar, dass dies der langweiligere Teil werden würde. Ich saß sechs Stunden einfach nur da und machte gar nichts. Klassen, die mich interessierten waren höchstens Europäische Geschichte und Deutsch. In Geschichte sprachen sie gerade über die Weimarer Republik und das Dritte Reich. Fühlte mich als Deutsche zwar manchmal komisch dabei, aber konnte auch ein paar Fragen beantworten. Die erste Woche war ziemlich verplant. Am ersten Tag machten wir gleich nach der Schule eine Santee-Rally, bei der wir bei ziemlich viel Wind durch das Santee-Centre laufen mussten und irgendwelche Amerikaner Fragen u.a. zur Geschichte ihrer Stadt stellen mussten, auf die die wenigsten antworten konnten. Am Dienstag war wieder ein langer Schulvormittag auf dem Plan und abends gingen wir ins Schulmusical Music Man. Dieses Musical war echt beeindruckend. Nicht im geringsten zu vergleichen mit den Theateraufführungen unserer Schule was Ausstattung und Aufwand angeht. Am dritten Tag durften wir abends bei der Freshman Orientation den zukünftigen Schülern über den Austausch berichten und sie davon überzeugen, Deutsch zu wählen. Nachdem die ersten Tage schon ziemlich warm waren, wurde es nun richtig heiß. Deshalb war es echt nervig, als wir in der prallen Sonne ungefähr eine drei viertel Stunde zu einem Park mit einem historischen Damm laufen mussten. Als wir danach schon total müde waren durften wir uns noch ein Schul-Baseballspiel anschauen, was wirklich langweilig war. Ich war froh, als dieser Tag vorbei war. Am Freitag hatte die Schule Pack Day. Das heißt die Eltern konnten mit zur Schule kommen und sich den Unterricht anschauen. Natürlich nutzten Frau Grote und Herr Davy gleich die Gelegenheit und ließen uns Presentations machen, um den Eltern einen Eindruck von dem Austausch zu geben. Gott sei Dank waren Janna und ich, wir hatten Referate über deutsche Musik vorbereitet, heute noch nicht dran, was dann auch wieder den Nachteil hatte, dass wir uns einen weiteren Tag langweilen konnten. Interessanter wurde es dann nachmittags als wir nach Downtown San Diego fuhren und ein bisschen shoppen konnten. Am Samstag fuhren wir in die Wüste und besuchten einen Park mit interessanten Pflanzen. Hielten auch noch zweimal, um zu essen, aber insgesamt bestand der Tag mehr oder weniger aus Autofahren durch die Berge. Am Sonntag hatten wir dann endlich frei und ich nutzte die Gelegenheit, mit meiner Gastmutter, Janna und Miriam einkaufen zu gehen. Dieser Tag war bis jetzt der heißeste von allen, ich schätz mal so ungefähr 35 Grad. Nebenbei sollte ich vielleicht anmerken, dass ich meinen Freund schrecklich vermisste, weshalb ich vielleicht nicht ganz so viel Spaß hatte wie die anderen. In der zweiten Woche hatten wir etwas mehr Freizeit, die ich aber eher weniger zum Sightseeing nutzte, als mit meinem Freund zu chatten. Die Zeitverschiebung von neun Stunden war dabei nicht gerade sehr förderlich. Am zweiten Montag besuchten wir die älteste Mission Kaliforniens. War ganz interessant, aber unsere Führerin hat ein bisschen zu viel geredet. Am Dienstag waren Janna und ich schließlich mit unseren Presentations dran. Fünf mal hinter einander erzählten wir den amerikanischen Deutschschülern von Herbert Groenemeyer, Xavier Naidoo und Nena und sie fragten uns nach Country Music. Abends gingen wir zu einem professionellen Baseball Spiel: die San Diego Padres gegen die San Francisco Giants. Die Padres verloren haushoch. Gestern schließlich machten wir ein Osterpicknick mit unseren Gastgebern, bei dem wir Eier suchten und die anderen Volleyball spielten. Das Wetter ist diese Woche leider schlechter geworden. Gestern war es total windig und heute hat es sogar schon geregnet. Heute also sitzen wir im Computer Raum und schreiben Berichte. Es sind noch eine Woche und vier Tage. So schön es hier auch ist hoffe ich die Zeit wird schnell vergehen, damit ich meinen Freund bald wieder hab. 

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zuletzt geändert: 21.04.03 12:40:30
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