Abschied in Aurich (Dezember 2001)
In Bitterfeld: Dez. 2001

 

Auszeichnung durch den Bundespräsidenten |mehr|

 

Besichtigung des Chemie-Kombinats Bitterfeld (Dez. 2001)|mehr|

Dresden 2004 |mehr|

 

 

 

 

 

Partnerschaft mit Bitterfeld


Partnerschaft und Austausch Aurich - Bitterfeld

Ökoprojekt Aurich-Bitterfeld

Geschichte der Partnerschaft Aurich - Bitterfeld

Der erste Kontakt

Zurück zum Alltag

Tagung in Naumburg


Partnerschaft und Austausch Aurich - Bitterfeld

Die Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien in Aurich und Bitterfeld stützt sich nach den Anfangsprojekten der frühen 90er Jahre auf gemeinsame Projekte oder Veranstaltungen, die bis heute weiterbestehen. Zu diesen Projekten gehören das parallele Ökologieprojekt zur Messung der Gewässerqualität in Aurich und Bitterfeld, die gegenseitigen Besuche der Theatergruppen, das Volleyballturnier und der gegenseitige Besuch von Musikern bei den Hausmusikabenden der beiden Schulen.

25. Februar 2006: Öko-Kurs: Besuch in Bitterfeld

Im Januar besuchte der Ökokurs des Ulricianums das Partnergymnasium in Bitterfeld. Leider konnte ein Schüleraustausch in Familien nicht stattfinden. Die Auricher und Bitterfelder erlebten aber gemeinsam einen Tag in Leipzig.

4. Februar 2004: Öko-Kurs in Dresden 

15. Januar 2003: Bitterfeld zu Besuch in Aurich

14. November 2002: Öko-Kurs in Bitterfeld

21. August 2002: Sammlung für die Flutopfer

20. August 2002: Partner in Not: Flutkatastrophe

30. Januar 2002: Gegenbesuch der Bitterfelder

9. Januar 2002: Öko-Kurs besucht Bitterfelder Partner...

1. Februar 2001: Zu Gast beim Bundespräsidenten

19. Januar 2001: Der Bundespräsident lässt bitten...

17. Januar 2001: Ökokurs Aurich/Bitterfeld bereitet Berlin-Besuch vor

22. März 2000: Besuch vom Walther-Rathenau Gymnasium

13. Oktober 2000: Bundespräsident lädt Öko-Kurs ein

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Ökoprojekt Aurich-Bitterfeld

Das Gymnasium hat seit über 10 Jahren das Walther-Rathenau Gymnasium in Bitterfeld als Partnerschule, welches ebenfalls eine Öko-Arbeitsgemeinschaft hat. Alljährlich findet ein Schüleraustausch statt und Untersuchungsergebnisse werden ausgetauscht und gemeinsam analysiert. Ziel der Partnerschaft ist es vor allem, "Ost und West" zusammenzubringen, Vorurteile ab- und Freundschaften aufzubauen. Der Ökologiekurs am Ulricianum ist ein polyvalenter Kurs, der für den 13. Jahrgang angeboten wird, die Schulfächer Politik und Chemie verbindet und von zwei Lehrern betreut wird. Unterrichtsbestandteil sind nicht nur allgemeine Umweltprobleme und mögliche Lösungen, sondern vor allem brisante Themen vor Ort, vom Küstenschutz und Tourismus über Landwirtschaft bis hin zum Großen Meer oder Windenergie.

 

7. August 2002:  Ökoprojekt des Ulricianums ausgezeichnet

Das gemeinsame Ökologieprojekt des Ulricianums und des Walther- Rathenau- Gymnasiums Bitterfeld wurde erneut von der deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgezeichnet. Damit erhält das Projekt finanzielle Unterstützung für seine Arbeit zum Thema "Tourismus- Chancen für die Region, Probleme für die Umwelt?".

30. Januar 2002: Gegenbesuch der Bitterfelder

Ende Januar kamen elf Schüler und zwei Lehrer unserer Partnerschule in Bitterfeld zum Gegenbesuch nach Aurich

9. Januar 2002: Öko-Kurs besucht Bitterfelder Partner...

Wieder einmal zu Besuch in Bitterfeld, denn die Partnerschaft zwischen den beiden Gymnasien ist eine der wenigen, die noch seit der Wendezeit überlebt haben - und ökologische Themen sind auf beiden Seiten immer noch spannend genug...

01. Februar 2001: Ulricianer-Ökokurs beim Bundespräsidenten

17. Januar 2001: Ökokurs Aurich/Bitterfeld bereitet Berlin-Besuch vor

13. Oktober 2000: Bundespräsident lädt Öko-Kurs ein

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Geschichte der Partnerschaft Aurich - Bitterfeld: Vom Aufbruch zum Alltag

In den Monaten nach der Wende gehörte es für jede Schule im Westen zum guten Ton, Kontakte zu einer Partnerschule in der (noch) DDR zu suchen. Das Ulricianum begann damals auf Anregung des Landkreises Aurich eine Zusammenarbeit mit der EOS "Ernst Thälmann" in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt). Während viele Ost-West Schulpartnerschaften nach der Phase der "Ersten Hilfe" wieder einschliefen, hat die Kooperation mit dem Walther-Rathenau-Gymnasium Bitterfeld (wie es heute heißt) weiter Bestand. Die gemeinsamen Aktivitäten der beiden Gymnasien bestehen auf den Gebieten Ökologie, Theater, Musik und Sport.

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Der erste Kontakt

Das erste Jahr der Zusammenarbeit, also 1990, bleibt im Rückblick das interessanteste. Es herrschte Aufbruchsstimmung, Offenheit, Interesse für die Probleme auf beiden Seiten, Bereitschaft zu helfen, zuzuhören und voneinander zu lernen. Im Mai kam der Bitterfelder Schulleiter mit drei Kolleginnen und Kollegen nach Aurich, um erste Kontakte aufzunehmen. Bei diesem Besuch entstand ein Papier zu "Möglichkeiten der Zusammenarbeit", das typische Interessen in der ersten Phase der Kontakte zwischen Schulen aus Ost und West dokumentiert. Unter "Informations- und Materialaustausch" werden Schulbücher, Lehrpläne, Anforderungen für das Abitur, Fachzeitschriften, Schulgesetz und Schulverfassung aufgelistet. An zweiter Stelle steht die "unterrichtsbezogene Zusammenarbeit" bei parallelen Unterrichtsprojekten, gegenseitigen Besuchen von Lehrern, gegenseitigem Besuch von schulinternen Lehrerfortbildungsveranstaltungen sowie gegenseitigen Besuchen von Theater-, Musik- und Sportgruppen.

Viele dieser ersten Ansätze konnten verwirklicht werden. Schon im Juni 1990 kam es zum Gegenbesuch in Bitterfeld. Allen Teilnehmern werden die ersten Eindrücke und Gespräche, der gemütliche Grillabend mit Spanferkel im Innenhof der Schule (der leider vorzeitig beendet werden musste, da die Geruchsbelästigung durch Chemieabgase zu stark wurde), das Orgelkonzert im Gewandhaus Leipzig oder die Exkursion in die Lutherstadt Wittenberg in guter Erinnerung bleiben. Im Oktober 1990 nahmen dann neun Mitglieder des Bitterfelder Kollegiums an gemeinsamen Seminartagen in Aurich teil. 

Aber auch unter den Schülerinnen und Schülern fand damals ein reger Austausch statt. Ganze Schulklassen besuchten sich gegenseitig. So war am 3. Oktober 1990 eine Schülergruppe aus Aurich in Bitterfeld und pflanzte in einer gemeinsamen Aktion am Tag der Vereinigung der beiden deutschen Staaten eine Eiche auf dem Gelände des Walther- Rathenau- Gymnasiums.

Das Ulricianum versuchte in dieser Zeit, eigene interessante Projekte an die Bitterfelder weiterzugeben. Die Auricher Erfahrungen im Bereich des "Long Distance Learning" per eMail konnten dazu beitragen, dass das Walther- Rathenau-Gymnasium  eine der ersten Schulen der neuen Bundesländer war, die einen eMail Anschluß besaß. "Angeschlossen an die Welt" lautete die stolze Überschrift des Berichts in der Mitteldeutschen Zeitung vom 6.11.1990. Auch die Idee des Schulkalenders wurde nach Bitterfeld weitergeben. Die ersten Kalender entstanden noch als Gemeinschaftsproduktion. Zum Zeitungswettbewerb des International Newspaper Day kamen Bitterfelder Schüler nach Aurich und erstellten eine Sonderseite für die "The Ulricianum Times". Auch lud das Ulricianum Bitterfelder Schüler und Lehrer zur Teilnahme an Austauschfahrten nach Newquay ein.

Bei diesen ersten Begegnungen kam es natürlich dazu, dass die Schüler Vergleiche anstellten. Neben der Wohnsituation oder der Kinderzimmerausstattung waren auch die Unterrichtsmethoden und Anforderungen von Interesse. So erschienen den Bitterfeldern die Auricher Lehrer als zu lasch, die Schüler zu undiszipliniert, der Unterricht zu offen und ohne klare Ergebnisse. Die Auricher fanden dagegen den Unterricht in Bitterfeld zu dozierend, die Fragen zu kurzschrittig, die Lehrer zu autoritär und die Ergebnisse zu sehr vom Lehrer vorgegeben. Leider kam es selten dazu, dass diese Eindrücke gemeinsam analysiert wurden. Sie spiegelten treffend die unterschiedlichen Sozialisationsbedingen und -erfahrungen in Ost und West wieder.

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Zurück zum Alltag

Spätestens nach den ersten zwei Jahren zog auch im Walther-Rathenau-Gymnasium der Alltag ein. Die eigenen Probleme standen zunehmend im Vordergrund, und die Intensität der Kontakte ging zurück. Der Austausch ganzer Klassen stieß kaum noch auf Interesse, ebenso fand der gegenseitige Besuch größerer Lehrergruppen ein Ende. Die Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien stützte sich von da an auf bestimmte gemeinsame Projekte oder Veranstaltungen, die bis heute weiterbestehen. Zu diesen Projekten gehören das parallele Ökologieprojekt zur Messung der Gewässerqualität in Aurich und Bitterfeld, die gegenseitigen Besuche der Theatergruppen, das Volleyballturnier und der gegenseitige Besuch von Musikern bei den Hausmusikabenden der beiden Schulen.

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Tagung in Naumburg

Besondere Anerkennung fand die Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien Aurich und Bitterfeld durch eine Einladung des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt im Mai 1994 zu einem Treffen von Partnerschulen aus Ost und West nach Naumburg. Die Tagung stand unter der Leitfrage "Am Anfang waren wir uns fremd, sind wir es noch?" und versuchte in verschiedenen Projekten (Zeitungsproduktion, Theater, Collage u.a.) sich diesem Thema zu nähern. Die Auricher und Bitterfelder Schüler, die vor allem dem Theater- und dem Zeitungsprojekt ihren Stempel aufdrückten, empfanden dieses Motto als aufgesetzt und konnten untereinander von Fremdheit wenig spüren. Auch die Vertreter der überregionalen Presse, die am Ende der Tagung intensiv nach den "Mauern in den Köpfen" suchten, kamen zu dem Ergebnis, dass die Frage , ob wir uns noch fremd seien, zumindest für die anwesenden Schüler eindeutig mit "nein" zu beantworten sei.

In den Jahren der Zusammenarbeit Aurich-Bitterfeld ist ein wenig von dem erreicht worden, was Richard von Weizäcker als "gegenseitig besser verstehen" einforderte. Dies lässt sich nicht zuletzt an den Freundschaften, die sowohl zwischen Schülern als auch Lehrern beider Schulen entstanden sind, erkennen.

 

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dt - © Gymnasium Ulricianum Aurich