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Partnerschaft
und Austausch Aurich - Bitterfeld
Die
Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien in Aurich und Bitterfeld stützt sich nach
den Anfangsprojekten der frühen 90er Jahre auf gemeinsame
Projekte oder Veranstaltungen, die bis heute weiterbestehen. Zu diesen Projekten gehören
das parallele Ökologieprojekt zur Messung der Gewässerqualität in Aurich und
Bitterfeld, die gegenseitigen Besuche der Theatergruppen, das
Volleyballturnier und der gegenseitige Besuch von Musikern bei den Hausmusikabenden der
beiden Schulen.
| 25.
Februar 2006: Öko-Kurs:
Besuch in Bitterfeld |
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Im
Januar besuchte der Ökokurs des Ulricianums das
Partnergymnasium in Bitterfeld. Leider konnte ein Schüleraustausch
in Familien nicht stattfinden. Die Auricher und Bitterfelder
erlebten aber gemeinsam einen Tag in Leipzig.
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4. Februar 2004: Öko-Kurs
in Dresden
15.
Januar 2003: Bitterfeld
zu Besuch in Aurich
14.
November 2002: Öko-Kurs
in Bitterfeld
21.
August 2002: Sammlung für die
Flutopfer
20.
August 2002: Partner in Not:
Flutkatastrophe
30.
Januar 2002: Gegenbesuch
der Bitterfelder
9.
Januar 2002: Öko-Kurs
besucht Bitterfelder Partner...
1.
Februar 2001: Zu
Gast beim Bundespräsidenten
19.
Januar 2001: Der
Bundespräsident lässt bitten...
17.
Januar 2001: Ökokurs
Aurich/Bitterfeld bereitet Berlin-Besuch vor
22.
März 2000: Besuch
vom Walther-Rathenau Gymnasium
13.
Oktober 2000: Bundespräsident
lädt Öko-Kurs ein
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Ökoprojekt
Aurich-Bitterfeld
Das Gymnasium hat seit über 10
Jahren das Walther-Rathenau Gymnasium in Bitterfeld als Partnerschule, welches
ebenfalls eine Öko-Arbeitsgemeinschaft hat. Alljährlich findet ein Schüleraustausch
statt und Untersuchungsergebnisse werden ausgetauscht und gemeinsam analysiert.
Ziel der Partnerschaft ist es vor allem, "Ost und West"
zusammenzubringen, Vorurteile ab- und Freundschaften aufzubauen. Der Ökologiekurs
am Ulricianum ist ein polyvalenter Kurs, der für den 13. Jahrgang angeboten
wird, die Schulfächer Politik und Chemie verbindet und von zwei Lehrern betreut
wird. Unterrichtsbestandteil sind nicht nur allgemeine Umweltprobleme und mögliche
Lösungen, sondern vor allem brisante Themen vor Ort, vom Küstenschutz und
Tourismus über Landwirtschaft bis hin zum Großen Meer oder Windenergie.
7.
August 2002: Ökoprojekt
des Ulricianums ausgezeichnet
Das gemeinsame Ökologieprojekt des
Ulricianums und des Walther- Rathenau- Gymnasiums Bitterfeld wurde
erneut von der deutschen Kinder- und Jugendstiftung ausgezeichnet.
Damit erhält das Projekt finanzielle Unterstützung für seine
Arbeit zum Thema "Tourismus- Chancen für die Region, Probleme
für die Umwelt?".
30.
Januar 2002: Gegenbesuch
der Bitterfelder
Ende Januar kamen elf
Schüler und zwei Lehrer unserer Partnerschule in Bitterfeld zum
Gegenbesuch nach Aurich
9.
Januar 2002: Öko-Kurs
besucht Bitterfelder Partner...
Wieder einmal zu Besuch in
Bitterfeld, denn die Partnerschaft zwischen den beiden Gymnasien ist
eine der wenigen, die noch seit der Wendezeit überlebt haben - und
ökologische Themen sind auf beiden Seiten immer noch spannend
genug...
01.
Februar 2001: Ulricianer-Ökokurs
beim Bundespräsidenten
17.
Januar 2001: Ökokurs
Aurich/Bitterfeld bereitet Berlin-Besuch vor
13.
Oktober 2000: Bundespräsident
lädt Öko-Kurs ein
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Geschichte
der Partnerschaft Aurich - Bitterfeld: Vom Aufbruch zum Alltag
In den Monaten nach der Wende gehörte es für jede Schule im Westen
zum guten Ton, Kontakte zu einer Partnerschule in der (noch) DDR zu suchen. Das Ulricianum
begann damals auf Anregung des Landkreises Aurich eine Zusammenarbeit mit der EOS
"Ernst Thälmann" in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt). Während viele Ost-West
Schulpartnerschaften nach der Phase der "Ersten Hilfe" wieder einschliefen, hat
die Kooperation mit dem Walther-Rathenau-Gymnasium Bitterfeld (wie es heute heißt) weiter Bestand. Die
gemeinsamen Aktivitäten der beiden Gymnasien bestehen auf den Gebieten Ökologie,
Theater, Musik und Sport.
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Der erste Kontakt
Das erste Jahr der Zusammenarbeit, also 1990, bleibt im Rückblick
das interessanteste. Es herrschte Aufbruchsstimmung, Offenheit, Interesse für die
Probleme auf beiden Seiten, Bereitschaft zu helfen, zuzuhören und voneinander zu lernen.
Im Mai kam der Bitterfelder Schulleiter mit drei Kolleginnen und Kollegen nach Aurich, um
erste Kontakte aufzunehmen. Bei diesem Besuch entstand ein Papier zu "Möglichkeiten
der Zusammenarbeit", das typische Interessen in der ersten Phase der Kontakte
zwischen Schulen aus Ost und West dokumentiert. Unter "Informations- und
Materialaustausch" werden Schulbücher, Lehrpläne, Anforderungen für das Abitur,
Fachzeitschriften, Schulgesetz und Schulverfassung aufgelistet. An zweiter Stelle steht
die "unterrichtsbezogene Zusammenarbeit" bei parallelen Unterrichtsprojekten,
gegenseitigen Besuchen von Lehrern, gegenseitigem Besuch von schulinternen
Lehrerfortbildungsveranstaltungen sowie gegenseitigen Besuchen von Theater-, Musik- und
Sportgruppen.
Viele dieser ersten Ansätze konnten verwirklicht werden. Schon im
Juni 1990 kam es zum Gegenbesuch in Bitterfeld. Allen
Teilnehmern werden die ersten Eindrücke und Gespräche, der gemütliche Grillabend mit
Spanferkel im Innenhof der Schule (der leider vorzeitig beendet werden musste, da die
Geruchsbelästigung durch Chemieabgase zu stark wurde), das Orgelkonzert im Gewandhaus
Leipzig oder die Exkursion in die Lutherstadt
Wittenberg in guter Erinnerung bleiben. Im Oktober 1990 nahmen dann neun Mitglieder
des Bitterfelder Kollegiums an gemeinsamen Seminartagen in Aurich teil.
Aber auch unter
den Schülerinnen und Schülern fand damals ein reger Austausch statt. Ganze Schulklassen
besuchten sich gegenseitig. So war am 3. Oktober 1990 eine Schülergruppe aus Aurich in
Bitterfeld und pflanzte in einer gemeinsamen Aktion am Tag der Vereinigung der beiden
deutschen Staaten eine Eiche auf dem Gelände des Walther- Rathenau- Gymnasiums.
Das Ulricianum versuchte in dieser Zeit, eigene interessante
Projekte an die Bitterfelder weiterzugeben. Die Auricher Erfahrungen im Bereich des
"Long Distance Learning"
per eMail konnten dazu beitragen, dass das Walther- Rathenau-Gymnasium eine der ersten Schulen
der neuen Bundesländer war, die einen eMail Anschluß besaß. "Angeschlossen an die
Welt" lautete die stolze Überschrift des Berichts in der Mitteldeutschen Zeitung vom
6.11.1990. Auch die Idee des Schulkalenders wurde nach Bitterfeld weitergeben. Die ersten
Kalender entstanden noch als Gemeinschaftsproduktion. Zum Zeitungswettbewerb des
International Newspaper Day kamen Bitterfelder Schüler nach Aurich und erstellten eine
Sonderseite für die "The Ulricianum Times". Auch lud das Ulricianum
Bitterfelder Schüler und Lehrer zur Teilnahme an Austauschfahrten nach Newquay ein.
Bei diesen ersten Begegnungen kam es natürlich dazu, dass die
Schüler Vergleiche anstellten. Neben der Wohnsituation oder der Kinderzimmerausstattung
waren auch die Unterrichtsmethoden und Anforderungen von Interesse. So erschienen den
Bitterfeldern die Auricher Lehrer als zu lasch, die Schüler zu undiszipliniert, der
Unterricht zu offen und ohne klare Ergebnisse. Die Auricher fanden dagegen den Unterricht
in Bitterfeld zu dozierend, die Fragen zu kurzschrittig, die Lehrer zu autoritär und die
Ergebnisse zu sehr vom Lehrer vorgegeben. Leider kam es selten dazu, dass diese Eindrücke
gemeinsam analysiert wurden. Sie spiegelten treffend die unterschiedlichen
Sozialisationsbedingen und -erfahrungen in Ost und West wieder.
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Zurück zum Alltag
Spätestens nach den ersten zwei Jahren zog auch im
Walther-Rathenau-Gymnasium der Alltag ein. Die eigenen Probleme standen zunehmend im Vordergrund, und die
Intensität der Kontakte ging zurück. Der Austausch ganzer Klassen stieß kaum noch auf
Interesse, ebenso fand der gegenseitige Besuch größerer Lehrergruppen ein Ende. Die
Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien stützte sich von da an auf bestimmte gemeinsame
Projekte oder Veranstaltungen, die bis heute weiterbestehen. Zu diesen Projekten gehören
das parallele Ökologieprojekt zur Messung der Gewässerqualität in Aurich und
Bitterfeld, die gegenseitigen Besuche der Theatergruppen, das
Volleyballturnier und der gegenseitige Besuch von Musikern bei den Hausmusikabenden der
beiden Schulen.
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Tagung in Naumburg
Besondere Anerkennung fand die Zusammenarbeit zwischen den Gymnasien
Aurich und Bitterfeld durch eine Einladung des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt im
Mai 1994 zu einem Treffen von Partnerschulen aus Ost und West nach Naumburg. Die Tagung
stand unter der Leitfrage "Am Anfang waren wir uns fremd, sind wir es noch?" und
versuchte in verschiedenen Projekten (Zeitungsproduktion, Theater, Collage u.a.) sich
diesem Thema zu nähern. Die Auricher und Bitterfelder Schüler, die vor allem dem
Theater- und dem Zeitungsprojekt ihren Stempel aufdrückten, empfanden dieses Motto als
aufgesetzt und konnten untereinander von Fremdheit wenig spüren. Auch die Vertreter der
überregionalen Presse, die am Ende der Tagung intensiv nach den "Mauern in den
Köpfen" suchten, kamen zu dem Ergebnis, dass die Frage , ob wir uns noch fremd
seien, zumindest für die anwesenden Schüler eindeutig mit "nein" zu
beantworten sei.
In den Jahren der Zusammenarbeit Aurich-Bitterfeld ist ein
wenig von dem erreicht worden, was Richard von Weizäcker als "gegenseitig besser
verstehen" einforderte. Dies lässt sich nicht zuletzt an den Freundschaften, die
sowohl zwischen Schülern als auch Lehrern beider Schulen entstanden sind, erkennen.
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