Kreativer Journalismus gefragt
Ulricianum bei der Preisverleihung in London
Sieger beim internationalen Zeitungswettbewerb

Auch in diesem Jahr fuhr wieder ein Team der „Ulricianum Times“ zur Preisverleihung nach London. Bereits im März hatten die Schüler wie in jedem Jahr an dem internationalen Wettbewerb teilgenommen und eine englischsprachige Tageszeitung erstellt. Seitdem warteten sie gespannt auf die Beurteilung der  Jury aus Redakteuren der Londoner „Times“. Als Ende Mai die erhoffte Nachricht eintraf, dass die „Ulricianum Times“ das Prädikat „herausragend“ und eine Einladung zur Siegerehrung erhalten hatte, war die Freude der Schüler groß. Die Sieger werden allerdings erst bei der Preisverleihung verkündet. Also reisten die Schüler nach London - auch mit der Hoffnung, einmal wieder den ersten Preis in der internationalen Kategorie gewonnen zu haben.

 Die Preisverleihung fand in der würdigen Umgebung des „Churchill Room“ in den „Houses of Parliament“ statt. Vertreter von etwa 10 Schulen, die immerhin unter 300 Teilnehmern das Prädikat „herausragend“ erhalten hatten, nahmen an der Veranstaltung teil. In dieser harten Konkurrenz zu den wenigen Eingeladenen zu gehören, bedeutet schon etwas. Aber die Ulricianer erhofften mehr.

 Zunächst gab es bei einem kalten Büffet Gelegenheit, die Zeitungen der Mitbewerber zu begutachten und Erfahrungen auszutauschen. Dann kam die Siegerehrung und die Spannung stieg: "The winner is....", so verkündete Mr Hanlon, Vertreter der Sponsorfirma Apple, während er die Umschläge öffnete, in dem die Sieger des Times Educational Supplement (TES)-Newspaper Day 2000 standen. Gespannt lauschten die Schüler, welche Schule in der jeweiligen Kategorie gewonnen hatte. Und schließlich kam die erhoffte gute Nachricht: In der internationalen Kategorie hieß der Sieger: Gymnasium Ulricianum Aurich. Natürlich gab es auch einen Preis: eine Digitalkamera im Wert von etwa DM 1.000,- , die der Vertreter der Sponsoren-Firma Apple überreichte.

International Winner, gratulations, yeah!

Zuvor konnten die Schüler noch erfahren, nach welchen Kriterien die Juroren geurteilt hatten. Kreativer Journalismus war gefragt, ausgefallene Perspektiven der Berichterstattung, interessante Themen, treffende Überschriften und eine möglichst professionelle Gestaltung.

Der TES-Newspaper Day wurde 1988 als ein Projekt der Londoner TIMES gestartet. Der Wettbewerb stellt den Schülern die Aufgabe, wie eine professionelle Zeitungsredaktion an einem Tag eine möglichst aktuelle Tageszeitung zu erstellen. Die fertigen Zeitungen müssen am nächsten Morgen als Wettbewerbsbeiträge eingeschickt werden.

Der Reiz dieses Projekts liegt nicht nur in der Herausforderung der Aufgabenstellung, sondern auch in den vielfältigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die sich Schülern unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Begabungen bieten. Computerfreaks sind hier ebenso gefragt wie Schüler mit journalistischen oder gestalterischen Fähigkeiten. Schon allein das Erfolgserlebnis, am Abend des Wettbewerbstages tatsächlich wieder eine Zeitung fertiggestellt zu haben, lohnt die Mühe. 

Good paper, but ours is slightly better - thanks Graham!

Als Ehrengast der Preisverleihung lobte der Parlamentsabgeordnete Mr Gunnel die Qualität der Beiträge und zeigte sich begeistert von dem Wettbewerb. Die Jungredakteure der „Ulricianum Times“ ließen es sich nicht nehmen, ihn nach der Preisverleihung zu interviewen. Die Schüler interessierte  die Meinung des Abgeordneten zu den jüngsten antideutschen Vorfällen in Cornwall. Ebenso wie Premierminister Blair vor einigen Tagen verurteilte auch Mr Gunnel die Angriffe auf deutsche Schulkinder. Die Analyse der Ursachen für das Verhalten der englischen Jugendlichen fiel ihm allerdings nicht so leicht. Eine grundsätzliche Ausländerfeindlichkeit könnte eine Rolle spielen, ebenso wie die Tatsache, dass das Deutschlandbild vieler englischer Jugendlicher stark vom Geschichtsunterricht über die Nazizeit beeinflusst ist. Dennoch sollten seiner Ansicht nach derartige Einzelfälle nicht überbetont werden. Der beste Weg, um solche Vorurteile zu bekämpfen, besteht immer noch darin, direkte Kontakte zwischen Jugendlichen beider Länder zu ermöglichen.  Und dazu trug schließlich auch die Preisverleihung in den „Houses of Parliament“ bei.

  Als Vertreter der siegreichen Redaktion der „UlricianumTimes“ nahmen Herr Westermayer, Dirk Ortgies, Julia Müller, Frauke Noah, Astrid Lengert und Katharina Heine teil (v.r.n.l.). Mr Willmott (ganz links), Lehrer an der Partnerschule des Ulricianums  in Newquay, Cornwall, war extra zu der Preisverleihung nach London gereist.

"We are the chamions!"

 

...and afterwards they deserved a decent reward:

Being honored means getting hungry - and they deserved it!

 

...yes, correct, the teacher accompanying them as well, of course!

 

Mr. Westermayer, relaxing after the award ceremony

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© Gymnasium Ulricianum Aurich
Stand: 23-06-2000 (We)