Das Thema in diesem Jahr hieß Migration und so
fingen alle Schüler der beiden Comenius-Klassen (11a und 11c)
schon Ende letzten Jahres an, sich intensiv mit diesem Thema
auseinander zu setzen.
Sie befragten Passanten in der Stadt, interviewten Emigranten und
Immigranten und recherchierten fleißig in kleineren Gruppen zu
ihren jeweiligen Unterthemen.
So oder ähnlich ging es (beinahe) auf der ganzen
Welt zu. In Spanien, Polen, England, Tschechien, Norwegen,
Deutschland und den Niederlanden erstellten Schüler zwischen 13
und 19 Präsentationen, die später an mehreren Abenden in
Norwegen vorgestellt wurden.
Unsere Reise begann am Mittwoch, den 18. März um
23:00. Um Reisekosten zu sparen fuhren die deutschen Schüler in
einem, Bus mit den polnischen und niederländischen.
Somit holten uns die Holländer mit etwas Verspätung um viertel
vor 12 ab und wir machten uns auf Richtung Norden. Schlafen konnte
niemand so recht, erst recht nicht als zwei Stunden später in
Hamburg die Polen zu uns stießen.
Danach wurde es etwas ruhiger und manche versuchten, ein oder zwei
Stunden zu schlafen. Pünktlich zum Sonnenaufgang wurden wir von
der ersten Fähre übergesetzt. Und auch bei der kurz darauf
folgenden zweiten Fähre war die Aussicht faszinierend. Kein
Vergleich zum alltäglichen Deich-Ausblick.

Und so fuhren wir auch am Donnerstag ohne
größere Pausen immer weiter geradeaus, immer tiefer ins
Landesinnere von Skandinavien.

Am späten Nachmittag kamen wir dann schließlich völlig
übermüdet in der Schule in Vollen an, einer kleinen Stadt der
Nähe von Oslo.
Dort trafen wir unsere Gastfamilien und bekamen endlich auch etwas
zu essen. Am nächsten Tag traten alle Schüler mehr oder weniger
ausgeruht zur Begrüßung in der "Vollen skolle" an.
Nach einer kurzen Rede fuhren wir mit zwei Bussen zur Stadthalle
ins nahe gelegene Asker. Dort erwartete uns eine weitere Rede,
diesmal von der Bürgermeisterin der Gemeinde.
Nachmittags gingen alle auf einen "coastal walk" bei dem
man leider die wenigsten schneefest angezogen waren. Schnell
artete der Spaziergang zu einer wilden Schneeballschlacht und
Panorama-Fotografie aus.

Anschließend gab es Abendessen in den
Gastfamilien. Bei uns gab es Elchsfleisch, was zu unserem
Erstaunen gar nicht mal so schlecht schmeckte.
Gut gestärkt kehrten dann alle Schüler um sieben Uhr zurück zur
Schule, diesmal in Anzug und Kleid, denn Präsentationen standen
auf dem Programm. Nachdem die Norweger ihre Ergebnisse vorgetragen
und gezeigt hatten, gab es noch Waffeln und Soda und anschließend
ein wenig Unterhaltung. Um 10 Uhr waren die meisten froh ihr
Schlafdefizit weiter nachzuholen.

Samstag stand eine Fahrt nach Oslo an bei der wir
zuerst The Norwegian National Opera und das Kon-Tiki Museum
besuchten und dann leider nur eine Stunde Freizeit hatten.


Zurück in Vollen gab es wieder Abendessen bei den
Gastfamilien und abends lernten wir einen "Latino Dance"
und es gab wieder Unterhaltung in Form von Spielen und Tänzen.
Die deutschen Jungs hatten vorher abgemacht, alle in Badeshorts zu
kommen, da an diesem Abend keine Präsentationen anstanden.

Der Sonntag lief ähnlich ab. Diesmal fuhren wir
aber nicht nach Oslo, sondern zu einer Festung auf einer Insel.
Dort gab es eine Führung über die Anlage und kleine Museen und
Ausstellungen.

Den Nachmittag und Abend konnten die Familien mit
ihren Gastschülern frei gestalten. Einige gingen zum Beispiel Fußball
spielen oder bowlen.

Und am Montag hieß es auch schon Abschied nehmen.
Zumindest von den Gastfamilien. Die norwegischen Schüler kamen
nämlich mit zum zweiten Teil unserer Reise, in das Camp
Haraldvangen.

Dort wurden verschiedene Aktivitäten angeboten,
die fast alle auf einem großen, zugefrorenen See stattfanden. Die
rund 90 Jugendlichen waren in mehreren Bungalows untergebracht,
die neben kleinen Gruppen-Zimmern auch ein Wohnzimmer mit Sofas
und Sesseln, sowie ein Badezimmer und einen Flur beherbergten.
Gleich am Montag nachmittag gingen die Aktivitäten los.
Die Jugendlichen wurden in fünf Gruppen
aufgeteilt und so konnten alle fünf Angebote parallel genutzt
werden. Am Tag darauf fanden wieder zwei statt und am Mittwoch die
letzten beiden.
Angeboten wurde:

Schlitten fahren

Pferdeschlitten

Ski-Langlauf

Hundeschlitten
...sowie Snowscooter. Da einige Angebote nicht so
lange dauerten, wie die anderen, hatten wir oft auch viel Freizeit
tagsüber. Die meisten gingen dann zum Schlitten fahren oder
machten sich Stockbrot am Lagerfeuer.

Einige genossen auch einfach nur die Sonne und den
strahlend blauen Himmel :)

Zwischen den Aktivitäten gab es
selbstverständlich Mittag essen und abends die restlichen
Präsentationen, darunter auch die deutsche, die sehr gut verlief.
Wir präsentierten unsere Ergebnisse in Form einer Talkshow, einer
Kochshow und eines ostfriesischen Theater-Stücks, die von
Powerpoint-Folien begleitet wurden.
Die anderen Länder hatten ähnliche Ideen, meistens wurde aber
ein vorher gedrehter Film gezeigt.
Dienstag und Mittwoch Abend fand noch eine Disco statt, die bis
1:00 dauerte. Donnerstag morgen trennten sich dann die Wege der
Schüler und die deutschen fuhren zusammen mit den polnischen und
niederländischen Schülern wieder nach Hause.
Abschließend kann man sagen, dass es eine
erfolgreiche, lehrreiche aber auch lustige Fahrt war, bei der man
viele Leute aus anderen Ländern kennenlernen konnte.
Kim Korte
Fotos: Imke Folkers, Matt Walsh, Emma Hocking, Kim
Korte