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En72/Dt, es fehlt der Anstandswauwau (Mr. Donath)
Sonntag. 05.10.2008.
06:00. Aurich, Combi Parkplatz. Regen. Die
Frisur sitzt.
07:15. Bremen, Flughafen. Regen. Die Frisur
sitzt.
09:45. London- Stansted. Regen. Die Frisur
sitzt.
13:00. London, Hyde Park Inn. Regen. Die
Frisur sitzt (…noch).
17:00. London, Camden Market. Regen. Die
Frisur sitzt NICHT MEHR! (mind the
gap)

"Regen. Die Frisur sitzt
(…noch)"
London begrüßt uns mit berühmt-berüchtigten
Wetter. Entgegen unserer Befürchtungen und der Prophezeiung böser
Maltareisender ließ die Sonne sich aber tatsächlich schon am
Montag blicken und unsere Anwesenheit in London ließ sie gleich
bis Freitag strahlen. Nachdem wir den Schock anlässlich des
Linksverkehrs, Unterkunft im Gefängnis (es sah nicht nur so aus-
es war wirklich mal eins und ist dem treu geblieben!) und
permanenter Lautsprecherdurchsagen in der U-Bahn (Please
mind the gap! When leaving the train please make sure you’ve got
all your belongings with you.) überwunden hatten, machten wir
uns voller Vorfreude und Abenteuerlust auf zum Camden Market, den
die Meisten von uns vor allem als den Titel des OS- Englischbuches
kannten. Noch bevor wir überhaupt wieder im Hostel waren, wurde
beschlossen: Donnerstag wird hier geshoppt! Abends widmeten wir
uns den wirklich wichtigen Fragen im Leben: Wie schmeckt echtes
Guinness in einem echten London Pub? (mind
the gap)

Unser Gefängnis
Montags wurden wir der U-Bahn als
Urostfriesen auch schon wieder untreu und machten uns auf den Weg
durch den Hyde Park zur Queen, die einen gechillten Tee trank, während
wir Buckingham Palace passierten und Richtung Big Ben/ Houses of
Parliament flanierten. Nach einer Kaffeepause an der Themse mit
Blick aufs London Eye machten wir uns auf den Weg zum Covent
Garden, wo wir uns in kleinere Grüppchen zwecks
Flohmarktstand-Tieftauchwettbewerb auflösten. Abends beglückte
uns der Geist Jack the Rippers, wie unser Führer Paul uns
versicherte. Gepaart mit deutschem Kauderwelsch (Gepiermutta und
gaga) besuchten wir drei der fünf Mordschauplätze
(schnellschnell!). Trotz anfänglicher Traumatisierung durch
Obduktionsbilder fühlten wir uns noch fit genug, um uns London
bei Nacht anzuschauen (unbedingt zu empfehlen: Tower Bridge at
night). (mind the gap)

The Tower Bridge (@ night)
Schon langsam geschwächt durch mieses Essen
und extrem maue Duschen kamen wir nur unter massiiiiiivstem
Kraftaufwand zwei Straßen weiter zum Marokkaner, um dort ein
typisch marokkanisches Essen zu genießen. Nachmittags ging es
durch die Docklands nach Greenwich. Nachdem wir unseren
urostfriesischen Instinkten widerstanden und tatsächlich einen
„Berg“ bezwungen hatten, schloss das Royal Observatory vor
unseren Nasen die Tore und wir erreichten den Nullmeridian nie.
Hach… (mind the gap)
Am Mittwoch wandelten wir auf den Pfaden der
Kunst. Tate Modern und das wiedererrichtete
Shakespeare Globe Theater inklusive Workshop
füllte unseren Vormittag. Anschließend ging es über die
Millenium Bridge zu St. Paul’s Cathedral (breathtaking!) und von
dort aus zerstreuten wir uns Richtung Oxford Street, Notting Hill
und Harrods. Der Abend fiel äußerste benebelt aus, wir
entdeckten eine Shishabar… auf geht’s! (mind
the gap)
Auch der Donnerstag begann mit Kunst.
Victorian Times im Victoria&Albert Museum, anlässlich Heat
and Dust natürlich ein Muss… Über Mittag ging jeder seiner
eigenen Wege und am Nachmittag besuchten wir das Grab von Karl
Marx auf dem Highgate Graveyard im nördlichen London. Auch das
bereits Sonntag beschlossene shoppen fand noch Platz und der Tag
klang individuell aus, die einen feierten Geburtstag, die anderen
bestaunten London bei Nacht. (mind
the gap)
Ehe wir uns versahen war auf einmal Freitag
und unsere Kursfahrt irgendwie vorbei… Den Vormittag und das
gute Wetter genossen wir selbstverständlich in vollen Zügen, ehe
wir uns gegen 15:00 Uhr mit dem Bus durch die Londoner Rushhour kämpften…(mind
the gap)
Ziel:
24:00 Combiparkplatz Aurich… Regen… welche Frisur?!



"It's raining man
..."

Mind the gap
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