Was macht eigentlich die Philosophie-AG?


Am Vertretungsplan und eigentlich auch sonst überall in der Schule hängen seit Anfang des Schuljahres immer wieder Informationen zu Treffen einer gewissen Philosophie-AG aus.  Philosophie-AG? Wo?? Und seit wann überhaupt???

Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde im Rahmen des großen AG-Planes auch eine Philosophie-AG ins Leben gerufen. Diese wird von Frau Niemeyer geleitet und die Mitgliederzahl hat sich inzwischen auf ca. 10 Leute eingependelt. Die Schüler kommen aus den Klassen 10 bis 12. Anfangs hat sich die Gruppe mit verschiedenen Philosophen quer durch die Geschichte befasst. Ein konkretes Thema hat sie jedoch nicht behandelt. 

Bis jetzt: Dieses Jahr jährt sich Rudolf Christoph Euckens Gewinn des Literaturnobelpreises zum hundertsten Mal. Aus diesem Grund findet Mitte September ein Festvortrag am Ulricianum statt, dessen Rahmenprogramm voraussichtlich die AG gestalten wird. Geplant ist ein Rollenspiel, fragt sich nur, worüber. Darüber ist man sich noch im Unklaren. Aber dass es von Eucken handeln soll, steht schon mal fest.

Rudolf Christoph Eucken

Eucken war ein deutscher Philosoph, der von 1846 bis 1926 lebte. Als einziger deutscher Philosoph gewann er 1908 den Literaturnobelpreis. Damit ist er auch der einzige Ostfriesische Nobelpreisträger. Eucken wurde nämlich in Aurich geboren und besuchte auch das Ulricianum. Danach studierte er ab 1863 Philosophie, klassische Philologie und alte Geschichte an der Universität Göttingen, später in Berlin. Seine Doktorarbeit schrieb er über den vorchristlichen Philosophen Aristoteles. Zu dem Philosophen Friedrich Adolf Trendelenburg.

Seit 1874 lehrte er als Professor für Philosophie an der Universität Jena. 1908 erhielt Eucken "auf Grund des ernsten Suchens nach Wahrheit, der durchdringenden Gedankenkraft und des Weitblicks, der Wärme und Kraft der Darstellung, womit er in zahlreichen Arbeiten eine ideale Weltanschauung vertreten und entwickelt hat" den Nobelpreis für Literatur.

An seinem siebzigsten Geburtstag wurde er zum Ehrenbürger von Jena ernannt, weil er der Universität Jena "als Zierde der Hochschule zum Ruhme der Stadt". 

Die Gruppe überlegt nun, wie sie das alles in einem Rollenspiel verarbeiten kann. Man darf gespannt sein, was daraus wird.

 

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Alessandra Schumacher - © Gymnasium Ulricianum Aurich