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Von den Eiswuesten Kanadas, den Wolken ueber
Washington, den gruenen, durch Fluesse getrennten Bergen in
Californien war die Buch San Fransiscos mit der Sonne im
Hintergrund ein kroenender Abschluss dieses beeindruckenden
Kontinents. Zurueck zur Landung. Die GAPP Gruppe war muede, die
Gasteltern waren mit Schildern bewaffnet und der Gang aus dem
Flughafen war der Gang in ein anderes Land.




Es riecht anders. Die Baeume sind Palmen und das Wasser hat
keine Kohlensaeure. Jedenfalls nicht das, dass das ich getrunken
habe. Nur BMWs sind BMWs. Der Weg nach Hause war nicht so lange
wie gedacht. Vorne im Nissan war genug Platz und die Strassen war
nicht so sehr befahren wie in Deutschland. Es kommt einem
unheimlich langsam vor mit dem Auto unterwegs zu sein, da die
Geschwindigkeitsbegrenzungen bei durchschnittlich 40 mph liegen.
Also dann ein 25 mph Schild kam dachte ich das der Weg nach Hause
etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen wuerde. Aber die Unterhaltung
auf der Heimfahrt ins neue Haus war durchaus unterhaltsam. Vom
Haus gab es in der Nacht nicht mehr viel zusehen ausser einen
grossen Fernseher, zwei Hunden und ein Bett. Und das Bett war das
beste von allem. Dicht gefolgt vom Fernseher. Am naechtsen Morgen
ging nach etwa fuenf Stunden mehr oder weniger gutem Schlaf in die
Schule. Es ist wie man es sich vorstellet. Am Himmel ist nur die
Sonne zu sehen und in nicht allzu grosser Entfernung schmuecken
Berge den sehr viel helleren, blauen Himmel. Am ersten Tag sah ich
alles, was zu einer amerikanischen High School dazu gehoert. Den
Fahnenstaender am Wendekreis, den riesigen Sportplatz, einen
jungen Amerikaner mit einem Led Zeppelin T-Shirt namens John, und
die erste Nazi-Frage war natuerlich auch dabei. Nach der Schule
kamen ein, zwei andere Teilnehmer der GAPP-Gruppe zu Besuch und es
wurde vom riesigen Fernseher Gebrauch gemacht. Ich hatte beinahe
ein schlechtes Gewissen. Es war an die 90 Grad Fahrenheit und ich
spielte Videospiele, die ich bereits in Deutschland gespielt
hatte. Aber nachdem wir genug davon hatten liefen mein
Austauschschueler und ich zwei Strassen weiter, wo wir eine Art
Jugendzentrum vorfanden. Ausgestattet mit etwa drei Billiardtischen,
vier Spielautomaten, ein paar Xbox Konsolen, lauter Musik und etwa
zehn heranwachsenden Amerikanern. Hier galt es sofort meine Kunst
in der Videospielbranche zu beweisen. Nachdem ich das Spiel
gewonnen hatte, musste ich am Billardtisch eine Niederlage
einstecken was irgendwie nur fair war. Nach diesem Unentschieden
sollte ich die Erfahrung des fast schon legendaeren, mexikanischen
Essens in Suedkalifornien machen. Es war ein Borito California
fuer $ 2.60 und der war riesig. Und er war gut. Mit Dr. Pepper
Cola wurde das ganze abgerundet. Danach ging es wieder nach Hause.
Der Abend wurde mit dem Ausprobieren des Nintendo DS verbracht.
Nach diesem wiederholten Ausflug in die virtuelle Welt gingen wir
Frozen Joghurt essen. Und ich kann dies nur empfehlen. Das war
mein erster Tag in Kalifornien.
Bis bald also, und sonnige Gruesse.
Aike Schoon



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