GAPP 2007: Drei Wochen Urlaub im Land der Sonne?


Sonne? Ja! Urlaub eher nicht. Fangen wir vorne an. Bremen bis Frankfurt war kurz und knapp. Von Frankfurt bis San Fransisco war nichts mehr knapp. Vier Filme, sechs Dosen 7up und elf Stunden spaeter. Landen wir im Land der Sonne. Und es war wirklich sonnig. 

Von den Eiswuesten Kanadas, den Wolken ueber Washington, den gruenen, durch Fluesse getrennten Bergen in Californien war die Buch San Fransiscos mit der Sonne im Hintergrund ein kroenender Abschluss dieses beeindruckenden Kontinents. Zurueck zur Landung. Die GAPP Gruppe war muede, die Gasteltern waren mit Schildern bewaffnet und der Gang aus dem Flughafen war der Gang in ein anderes Land. 

Es riecht anders. Die Baeume sind Palmen und das Wasser hat keine Kohlensaeure. Jedenfalls nicht das, dass das ich getrunken habe. Nur BMWs sind BMWs. Der Weg nach Hause war nicht so lange wie gedacht. Vorne im Nissan war genug Platz und die Strassen war nicht so sehr befahren wie in Deutschland. Es kommt einem unheimlich langsam vor mit dem Auto unterwegs zu sein, da die Geschwindigkeitsbegrenzungen bei durchschnittlich 40 mph liegen. Also dann ein 25 mph Schild kam dachte ich das der Weg nach Hause etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen wuerde. Aber die Unterhaltung auf der Heimfahrt ins neue Haus war durchaus unterhaltsam. Vom Haus gab es in der Nacht nicht mehr viel zusehen ausser einen grossen Fernseher, zwei Hunden und ein Bett. Und das Bett war das beste von allem. Dicht gefolgt vom Fernseher. Am naechtsen Morgen ging nach etwa fuenf Stunden mehr oder weniger gutem Schlaf in die Schule. Es ist wie man es sich vorstellet. Am Himmel ist nur die Sonne zu sehen und in nicht allzu grosser Entfernung schmuecken Berge den sehr viel helleren, blauen Himmel. Am ersten Tag sah ich alles, was zu einer amerikanischen High School dazu gehoert. Den Fahnenstaender am Wendekreis, den riesigen Sportplatz, einen jungen Amerikaner mit einem Led Zeppelin T-Shirt namens John, und die erste Nazi-Frage war natuerlich auch dabei. Nach der Schule kamen ein, zwei andere Teilnehmer der GAPP-Gruppe zu Besuch und es wurde vom riesigen Fernseher Gebrauch gemacht. Ich hatte beinahe ein schlechtes Gewissen. Es war an die 90 Grad Fahrenheit und ich spielte Videospiele, die ich bereits in Deutschland gespielt hatte. Aber nachdem wir genug davon hatten liefen mein Austauschschueler und ich zwei Strassen weiter, wo wir eine Art Jugendzentrum vorfanden. Ausgestattet mit etwa drei Billiardtischen, vier Spielautomaten, ein paar Xbox Konsolen, lauter Musik und etwa zehn heranwachsenden Amerikanern. Hier galt es sofort meine Kunst in der Videospielbranche zu beweisen. Nachdem ich das Spiel gewonnen hatte, musste ich am Billardtisch eine Niederlage einstecken was irgendwie nur fair war. Nach diesem Unentschieden sollte ich die Erfahrung des fast schon legendaeren, mexikanischen Essens in Suedkalifornien machen. Es war ein Borito California fuer $ 2.60 und der war riesig. Und er war gut. Mit Dr. Pepper Cola wurde das ganze abgerundet. Danach ging es wieder nach Hause. Der Abend wurde mit dem Ausprobieren des Nintendo DS verbracht. Nach diesem wiederholten Ausflug in die virtuelle Welt gingen wir Frozen Joghurt essen. Und ich kann dies nur empfehlen. Das war mein erster Tag in Kalifornien.
Bis bald also, und sonnige Gruesse.

Aike Schoon

 

 

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