Kursfahrt des Französisch LKs: "Vite, à la gare"


Dass dieser Bericht erst so spät kommt ist natürlich beabsichtigt! Wäre ja langweilig wenn alle Berichte gleichzeitig da gewesen wären. So habt ihr immer noch was zu lesen =)…Viel Spaß, wir hatten ihn auf jeden Fall!

 

Da 

 Da wir ja im Gegensatz zu den anderen Kursen schon am Mittwoch abgereist sind ;-), begann unsere Kursfahrt schon am 4.10.06. Ausgestattet mit einem Interrail Ticket, fuhren wir also in Leer los. Eine lange Anreise lag vor uns, denn wir kamen erst am nächsten Morgen, nach einer anstrengenden aber erlebnisreichen Fahrt, etlichen Umstiegen und einer Nacht im Liegewagen in Nizza an. Nachdem Frau Klimaschka uns den ersten praktischen Übungen unterzogen hatten, indem sie uns freundlicherweise den Vortritt ließ um nach dem Weg zur Jugendherberge zu fragen, stellten wir zunächst einmal unser Gepäck dort unter und machten eine erste Erkundungstour unserer Umgebung. Begeistert von Strand, Palmen und Sonne schauten wir uns während eines Spaziergangs die „Promenade des Anglais“ an, an welcher sich auch das berühmte Hotel „Négresco“ befindet. 

 

„Promenade des Anglais“ und das „Négresco“ im Hintergrund

Nachdem wir uns dann auch in der Stadt ein wenig umgesehen hatten und unsere ersten Erfahrungen französischen Preisen gesammelt waren, konnten wir endlich unsere Jugendherbergszimmer, für die nächsten zwei Tage beziehen. Auch das Schwimmen im Meer ließen wir uns an unserem ersten Tag nicht nehmen.

Ina J., Heiko, Henning, Nina & Rosa bei ihrer ersten Erkundungstour durch Nizza

 

Erstes Bad im Meer!!!

Am Freitag brachen wir dann nach einem typisch französischen Frühstück in der Jugendherberge zu unserer ersten Tagesfahrt auf, nach Monaco. In Monaco waren wir zuerst einmal alle begeistert von den Rolltreppen, die uns auf gerader Strecke, also ohne jeglichen Anstieg, durch die Bahnhofshallen beförderten. Danach allerdings war für unsere Beine und Füße die Pause leider gleich wieder zu Ende, denn es ging den Berg hinauf und durch einen Park hindurch, mit Blick auf die im Hafen liegenden Yachten.  

            

Yachten im Hafen von Monaco

Casino in Monaco

Nach dem Besuch eines Museums, in welchem die Stile verschiedener Epochen ausgestellt waren, folgte die Besichtigung eines Casinos. Dort gewannen wir sogar 20 Cent, die wir leider gleich wieder verspielten… Anschließend schauten wir uns in verschiedenen Gruppen noch andere Sehenswürdigkeiten und Seiten der Stadt an. Zum Beispiel den japanischen Garten, die Altstadt oder das ozeanographische Museum.

 

Besuch im „Musée Océanographique“  

 In Nizza zurück, gingen wir nach einer selbst gekochten Stärkung noch einmal an den Strand und genossen danach, an unserem letzten Abend dort, noch das Nachtleben…Am Samstag besuchten wir jeder noch ein Museum nach Wahl in Nizza (Kunst, Fotographie, Biologie, etc.) und hatten dann, nach dem Aufstieg zu einem Wasserfall, einen letzten schönen Blick über die Stadt.

Ina J., Nina & Ina P. vor einem Wasserfall in Nizza

 

Blick über die Strandpromenade Nizzas’

Danach mussten wir Nizza leider hinter uns lassen, um nach Fréjus zu fahren. Dort erwartete uns dann erstmal ein großer Schock, als wir bemerkten das die Jugendherberge leider nicht gerade nah am Bahnhof lag und ein Zug der uns näher an unser Ziel bringen würde erst sehr viel später fuhr. Also entschieden wir uns mit nicht ganz so großer Zufriedenheit, den Weg zu Fuß zu beschreiten. Blöderweise gingen unterwegs, einige Kofferrollen kaputt, was dann zu allem Überfluss dazu führte, dass diese getragen werden mussten… 

Dies hatte eine besonders große Begeisterung zur Folge und wurde erst richtig interessant als wir herausfanden, dass unsere mittlerweile allseits beliebte Jugendherberge auf einem Berg lag. Dort nach langer Zeit endlich angekommen traf uns der nächste Schlag. Die Jugendherberge war mit unserer wirklich schönen Unterkunft in Nizza wirklich nicht mehr zu vergleichen. Die Mädchenduschen waren kaputt, die Sanitäranlagen der Jungen waren auch nicht wirklich funktionsfähig, geschweige denn sauber und unsere Zimmer waren bei aller Liebe und Erlass jeglicher Ansprüche auch nicht wirklich schön. Abends erholten sich die meisten dann jedoch wieder vom ersten Schock und jeder fand so seine eigene Art mit der Situation umzugehen, Rosa und Henning wohl die Wirksamste…Auch die allergischen Reaktionen von Ina P. und Inken und die darauf folgenden Notarztbesuche, sprachen nicht gerade für unsere Unterkunft. Nach diesen Erlebnissen wandelten wir das Programm des nächsten Tages etwas ab, besichtigten nur den buddhistischen Tempel und entspannten uns nach einem Fußmarsch, in der Sonne am Strand. 

Der Galgenhumor den wir uns mittlerweile alle angeeignet hatten, schweißte unseren Kurs, glaube ich, immer mehr zusammen. Am Strand kauften einige dann noch Badelatschen, um das Duschen erträglicher zu machen…

Am Montag starteten wir dann zu unserem nächsten Tagesausflug nach Grasse. Wie sich schnell herausstellte eine wunderschöne Stadt. Viele kleine Gassen, eine schöne Altstadt und eine wirklich nette Atmosphäre. Was wir in Grasse besichtigt haben, ist seit der Verfilmung des Buches „Das Parfum“ wohl fast jedem klar. Grasse ist berühmt für seine Vielzahl an Parfümerien und es befindet sich dort eine der einzigen zwei Parfümschulen Frankreichs.

Blick über eine Straße in Grasse

Frau Klimaschka geht einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nach - Karten lesen, während Rosa sich lieber ein bisschen  entspannt…

Nachdem wir die Parfümerie besichtigt hatten und unsere Nasen sich nach Erraten und Aufnehmen der vielen verschiedenen Gerüche wieder erholen durften, ging es zurück zum Bahnhof. Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstop in Cannes und verschafften uns dabei Eindruck der Stadt. Dort gab es unter anderem die große Messe- und Veranstaltungshalle zu sehen und berühmte Hotels, wie z.B. das Hilton.

 Am Dienstag standen uns dann zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder ein Aufstieg auf den „Massif de l`Esterel“ oder die Wanderung am Strand entlang über verschiedene abgelegene Strände, Klippen und Buchten. Beide Möglichkeiten ließen jedoch ein anschließendes Bad im Meer zu.  

Die „Berggruppe“ bei einer Pause während des Aufstiegs

 

Wo ist Henning?!

Am Mittwoch spürten wir Muskeln, von denen wir noch nicht einmal wussten, dass sie existierten… Doch nichts desto trotz ging es nach Aix-en-Provence. Dort angekommen statteten wir einem Kunstmuseum einen Besuch ab und hatten danach die freie Wahl ob wir noch andere Museen zu besichtigen wollten oder den Tag bei einem Stadtbummel etwas ruhiger angehen lassen wollten. 

 

Pause vor dem Kunstmuseum in Aix-en-Provence und Begutachtung der ersten Einkäufe und Mitbringsel…

 Als wir am nächsten morgen unser vorletztes Frühstück zu uns nahmen, wurde uns klar, dass dies wohl der letzte „richtige“ Tag unserer Kursfahrt war. An diesem Donnerstag ging es erstmal verschobene Besichtigungen nachholen. Woraufhin wir das romanische Theater, das Amphitheater und das archäologische Museum in Fréjus und St. Raphael besichtigten. Danach ging es mit dem Zug nach Antibes, wo wir verschiedene Ecken der Stadt anguckten und dann in kleinen Gruppen ein bisschen Freizeit hatten. Auch hier sah man wieder, wie in wirklich allen direkt am Meer gelegenen Orten, die vielen angelegten Yachten im Hafen, von denen sich auch schon einige von uns ihre Traumyacht ausgesucht hatten oder sich neue Namen überlegten.

Abends, zurück in der Jugendherberge ging es dann ans` Koffer packen. Außerdem gab es wie in dieser Woche öfter Salat, da unser Mangel an Vitaminen und salzigem Essen, durch unzählige Crêpes und Baguette mit „Confiture“ zu einem unglaublichen Bedürfnis danach geführt hatte…

Zum Glück hatte sich unser netter Jugendherbergsleiter, welcher auch der Meinung war es sei völlig normal ungefähr 1 Stunde zu laufen, um abends weg zu gehen, dazu bereit erklärt uns etwas zum Frühstück für den nächsten Tag und somit unseren Abreisetag bereit zu stellen. Da wir sehr früh aufbrechen mussten, konnten wir nicht am normalen Frühstück teilnehmen.

Weil wir aus unseren Fehlern gelernt hatten, bestellten wir ein Taxi für die Koffer und ein paar Auserwählte unter denen auch die besonders armen Kofferträger, mit den defekten Kofferrollen waren, durften im Taxi zum Bahnhof fahren. Der Rest machte sich wiederum zu Fuß auf den Weg. Schon in unserem ersten Zug bemerkte Heiko, dass mit dem Mischverhältnis seines Kaffees, irgendwas nicht ganz richtig gelaufen war. So stattete er jedem von uns einen Besuch in den verschiedenen Abteilen ab und war unglaublich kommunikativ, während wir eigentlich alle halb schliefen…

Doch auch die Wirkung schien schon im nächsten Zug nach zu lassen und unsere Rückfahrt wurde ruhiger, nachdem wir es nach vielen Schweißausbrüchen und Panikattacken wieder einmal irgendwie geschafft hatten, innerhalb weniger Minuten von einem Zug zum anderen zu hetzen. Dies ist auch der Grund warum wir seit unserer Kursfahrt verstehen, warum die erste Lektion des Französischbuches aus der 7. Klasse „Vite, à la gare“ heißt. Denn dieses Motto ist wohl das passendste für jeden einzelnen unserer Tage und für die zahlreichen sportlichen Einsätze, die wir auf unserer Kursfahrt erbringen mussten, um irgendwelche Züge zu bekommen. Ich muss dazu sagen, dass das leider nicht immer geklappt hat…

Wir alle werden unser neues Motto „Vite, à la gare“ wohl noch oft anwenden können und kennen jetzt endlich den Grund und den Sinn, dieser für uns vorher sinnlosen Aussage!

Ein großes Dankeschön für Engagement, Organisation und für alles andere, geht an dieser Stelle von uns allen an Frau Klimaschka, die es wirklich immer wieder geschafft hat uns mit ihren Stadtkarten überall hinzubringen!

Natürlich mit freundlicher Unterstützung unserer „Leithammel“ (vor allem Christoph hat den „Leithammeleffekt“ deutlich zu spüren bekommen…)! Dankeschön et merci beaucoup für eine Kursfahrt, die wir alle wohl nicht so schnell vergessen werden und deren schöne und teilweise auch Nervenbeanspruchenden Erlebnisse unsern Kurs noch lange verbinden werden! 

 

 

      

 

 

  

 

                        

 

                       

Artikel: Nina Meyer mit Dank an Dorothée und Christoph für die Fotos

 

zurück

dt - © Gymnasium Ulricianum Aurich