Und so begann die Reise Richtung Skandinavien, Bork Havn am
Ringköbingfjord in Dänemark. Uns wurde von den Lehrkräften, Herr
Birkner und Herr Berthold erzählt: " Länger als sieben
Stunden dauert die Fahrt nie!" Am Ende wurden es 8 ¼ Std. .
Doch das Wichtigste war, dass wir sicher angekommen waren und der
erste Eindruck stimmte. Der Wind peitschte uns ins Gesicht und wir
stellten uns die Frage, wie wir, trotz Sport-Leistungskursqualitäten,
bei so einem Seegang surfen sollten.

Daraufhin wurden die Appartements eingeteilt. Um 8 Uhr morgens
nächsten Tages begannen wir wie jeden Tag mit einem ausgiebigen
Ausdauerlauf entlang des Hafens und der unberührten Natur
Dänemarks. Nachdem alle daraufhin wach waren und ihre
Neoporenanzüge angezogen hatten, begann das Abenteuer Surfen. Nach
sehr detaillierter Einweisung in die Materie, durften wir endlich
auf das stürmische Meer. Alle schafften es, bereits am ersten Tag
auf den vom großen Meer geliehenen Brettern für eine halbe Minute
stehen zu bleiben. Der Kurs wurde in zwei Gruppen eingeteilt: war
die erste Gruppe vom surfen geschafft, ging Gruppe Nummer zwei mit
Brett und Segel aufs Wasser. Daraufhin folgte die Mittagpause. Am
Nachmittag gab es noch eine Surfeinheit, sodass jede Gruppe zwei
Übungseinheiten am Tag hatte.

Abends nach einer warmen Dusche oder einem
erholsamen Saunagang ging es in die Küche zur Essensvorbereitung.
An diesem Abend fiel ein Wort, das in die Geschichte des Abitur
Sport- Leistungskurses 2007 eingeht, es kam von Jan Perschke und
lautete: " BOLOKNÄÄÄÄSE". Keine Ahnung, warum dieses
Wort soviel Aufsehen erweckte, jedoch wurde es zum Wort der Woche in
Bork Havn ( Boook - Haaaooonn !! ). ( Boloknäääse auf ewig
in unseren Herzen ;) )

Um halb zehn, nach dem morgendlichen Lauf,
fand jeden Tag die Besprechung des Tages im Lehrerhaus statt, wo
sogleich die Planung für den nächsten Tag festgelegt wurde. Am Tag
drei hatten wir leider eine Windflaute, die ungenutzt gelassen
wurde: Wir liehen uns Räder und starteten eine spontane Radtour von
60 km an die Nordsee. Wie auf der ganzen Fahrt herrschte eine
hervorragende Stimmung im Kurs und auch so wurde dieser Tag mit
vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten interessant gestaltet und bot
eine willkommene Abwechslung zum Surfalltag .


Trotzdem waren alle wieder froh, dass die Surferei
am nächsten Tag weiter ging. Natürlich möchte ich auch nicht
unerwähnt lassen, dass in unseren Appartements abends schön
gefeiert wurde und in gemütlicher Runde 1 oder 2 Bierchen bzw.
Gläser Wein getrunken wurden.
Die Tatsache, dass wir jeden Morgen um 8 Uhr joggen mussten,
ließ uns keine Spielräume für große Alkoholexzesse. Das große
Highlight kam jedoch am Donnerstag, einen Tag vor Abreisetermin und
am letzten Surfvormittag. Die theoretische und praktische Prüfung
zum Surf- Grundschein stand an. Nachdem sich alle Schüler ausgiebig
mit der Lektüre über die Surftheorie beschäftigt hatten,
folgte die Prüfung freitags abends. Aufgrund der guten Vorbereitung
und der guten Theoriestunden bestanden alle den theoretischen Test,
welches schon ein Grund zum Feiern war.

Am nächsten Morgen folgte die praktische Prüfung, bei der
verlangt wurde in einem Dreieckskurs eine Wende und eine Halse zu
fahren sowie zu kreuzen. Auch diese Prüfung meisterten alle mit
Bravour, außer Steffen Lengert, der leider aufgrund einer Krankheit
die Prüfung nicht ablegen konnte. So waren alle Schüler froh und
die beiden Lehrer ein wenig stolz, wie viel ihre Schüler in dieser
kurzen Zeit gelernt hatten. :D



Und so machten wir uns Samstag, den 14.10.06, auf die Rückreise
in unsere Heimat. Jedem hat die Fahrt eine riesige Freude bereitet,
wofür ich mich im Namen des Kurses auch nochmals bei Herrn Birkner
und Herrn Berthold bedanken möchte. Ich denke, keiner möchte diese
Fahrt missen und jeder wird sich lange an die schöne Fahrt im
Oktober 2006 des Sport- Leistungskurs zurückerinnern können.
Henning Buß
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