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Gesa
& Jann als Stipendiaten an Bord der "Meteor"
Im Rahmen des Stipendiatenprogramms
der Auricher Wissenschaftstage nehmen Jann Grahlmann, 12. Jahrgang
der BBS II und Gesa Vöhrs, (noch) 11. Klasse des Ulricianums an
der Golfstrom-Expedition an Bord der "Meteor" teil. Die
wissenschaftliche Fahrtleiterin des Forschungsschiffes
"Meteor" ist Frau Prof. Dr. Monika Rhein von der
Universität Bremen |mehr|,
das Stipendium eine Kooperation zwischen der Universität Bremen
und den Auricher Wissenschaftstagen.
Frau Prof. Dr. Rhein,
Wissenschaftsminister Stratmann, Gesa Vöhrs, Jann Grahlmann
Gesa und Jann werden von Bord der
"Meteor" von ihren Erfahrungen und Erlebnissen täglich
per Email berichten, ihr Online-Tagebuch wird voraussichtlich
regelmäßig auf on-online zu lesen sein. So können alle ein
wenig an diesem Projekt teilnehmen und die Arbeit sowie den
Bordalltag auf der "Meteor" kennen lernen.
Jann Grahlmann und Gesa Vöhrs (Foto: Nigel
Treblin)
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Die
Reise der "Meteor"
"Unsere Reise
beginnt am 10. August 2005. Früh morgens werden wir in Bremen mit
den Wissenschaftlern der Uni Bremen in ein Flugzeug steigen, das
uns nach Gran Canaria bringen wird, wo sich die "Meteor"
zu diesem Zeitpunkt bereits befindet. In den ersten Tagen arbeiten
noch Geologen an Bord, denen wir gerne als Praktikanten bei ihren
Forschungen über Vulkane unter dem Meeresspiegelnahe der
kanarischen Insel El Hierro zu Hand gehen werden.

Am 15. August 2005
beginnt dann unsere Atlantiküberquerung. Erst mehr als einen
Monat später, am 19. September 2005, werden wir wieder Land
betreten. Natürlich braucht die "Meteor" nicht so
lange, um nach Curaçao in der Karibik zu gelangen. Doch werden
wir nicht an den karibischen Inseln anlegen, sondern an ihnen
vorbeifahren, um Forschungen zu betreiben."

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Das
Forschungsprojekt
Wir werden bei den
karibischen Inseln die vor zwei Jahren ausgelegten Messbojen, die
man auf der Karte erkennen kann, einholen. Zwei Jahre lang haben
sie für die Erforschung des Golfstroms wichtige Daten wie den
Bodendruck, die Meereshöhe, die Geschwindigkeit des fließenden
Wassers, sowie seine Temperatur, Dichte und seinen Salzgehalt
aufgezeichnet."
Der Golfstrom
transportiert wie eine Heizung warmes Wasser vom Golf von Mexiko
in Richtung Europa. Gäbe es diesen Wärmetransport nicht, grasten
auf satten ostfriesischen Wiesen keine schwarz-weißen Kühe. Auf
einer der kanadischen Tundra ähnlichen Fläche bekäme man höchstens
den einen oder anderen ostfriesischen Elch zu sehen. Natürlich
macht die vom Treibhauseffekt bedingte Erderwärmung den
ostfriesischen Elchen wieder den Garaus, denn auch wenn der
Golfstrom aufhört zu fließen, wird nach neuesten
Modellrechnungen sich die Durchschnittstemperatur in Ostfriesland
- wenn auch langsamer -erhöhen."
<c> Grafik:
DER SPIEGEL | Quelle
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Golfstrom
aktuell
Am 30. Juni 2005
veröffentlichte SPIEGEL-ONLINE einen sehr interessanten Artikel:
"Golfstrom-Simulation: Eiszeit in USA und Europa
abgesagt". Dort ist u.a. zu lesen:
"Neue Computersimulationen mit
elf der weltweit besten Klimarechenmodelle haben jetzt ergeben,
dass es bis Mitte des 22. Jahrhunderts keinen Flecken rund um
den Nordatlantik geben wird, der sich abkühlt.
Im Gegenteil: Überall dominiere der Erwärmungseffekt durch
zunehmende Mengen von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre,
schreiben 18 Forscher aus Japan, Kanada, Belgien, Großbritannien,
Spanien, Deutschland und den USA im Fachblatt "Geophysical
Research Letters" (Bd. 32, L 12703). Unter den verwendeten
Klimamodellen waren auch zwei des Potsdam-Instituts für
Klimafolgenforschung (PIK) und eines aus dem Max-Planck-Institut
für Meteorologie in Hamburg.
Die nächsten sechs bis sieben
Generationen müssen sich den Simulationen zufolge keine Sorgen
über ein frostigeres Klima in Nordamerika und
Mitteleuropamachen. Und erst recht nicht darüber, dass sie
einen Wetterhorror à la Hollywood erleben könnten. "In
keinem unserer Modelle ist es zum Kollaps der Meereszirkulation
gekommen", resümiert Projektleiter Jonathan Gregory. Der
britische Physiker forscht sowohl an der University of Reading
als auch am Hadley Centre for Climate Prediction and Research in
Exeter."
| zum
Artikel bei SPIEGEL-ONLINE|
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Das
Forschungsschiff "Meteor"
Die "Meteor"
ist das zweitgrößte deutsche Forschungsschiff. Mit einer Länge
von 97,5m kann sie eine 32-köpfige Crew und weitere 30
Wissenschaftler aufnehmen. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit
beträgt 12 kn (entspricht ca. 22 km/h).

"Da wir genau in der Hurrikanzeit
in die Karibik reisen, waren wir sehr froh zu erfahren, dass sich
ein Meteorologe an Bord befinden wird, damit wir gemeldeten
Hurrikans rechzeitig aus dem Weg laufen können.
Die "Meteor" verfügt über die Möglichkeit, 40 Tage
ohne Zwischenstopp auf See zu bleiben, was wir auch nahezu
beanspruchen werden."
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