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"Mit
Chinas Wirtschaftskraft kommt eine große Gefahr auf uns
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Botschafter a.D.
Konrad Seitz zu den Perspektiven der chinesischen Wirtschaft /
Hochinteressanter Abschluss der 15. Auricher Wissenschaftstage
Von Arnold Weers
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Aurich. Die nüchterne Analyse
wirtschaftlicher Abläufe wich dem lautstark-sportlichen Trubel des
Volleyballspektakels auf dem Marktplatz. So fand die
Abschlussveranstaltung der 15. Auricher Wissenschaftstage nicht in
der Schalterhalle der Sparkasse, sondern im Auricher Güterschuppen
statt.
Carlo Grün, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aurich-Norden und
„Ausweich-Hausherr“, konnte mit Dr. Konrad Seitz als langjährigen
Botschafter in Italien, Indien und China einen kompetenten
Referenten begrüßen, der ein denkwürdiges Szenario im voll
besetzten Güterschuppen entwickelte: „Wir werden uns dem
Wettbewerb mit den Chinesen stellen müssen, oder wir werden
untergehen“, so lautete seine zentrale Analyse zur künftigen
Rolle Chinas in der Weltwirtschaft. Das „Reich der Mitte“ sei in
den vergangenen zwei Jahrtausenden in vielen Dingen weltweit führend
gewesen. Während in mittelalterliche Skriptorien noch biblische
Texte per Hand abgeschrieben wurden, kenne das China des 11.
Jahrhunderts bereits Druckereien. Das „Schießpulver“ sei zwar
in erster Linie zur Volksbelustigung eingesetzt worden, habe aber
auch militärische Verwendung gefunden. Die Staatskunst und die
Verwaltung sei auf eine Stufe gestellt worden, die Europa bis am
Montag nicht erreicht habe.
In annähernd allen Bereichen sei China weltweit immer an der Spitze
gewesen - bis es mit der industriellen Revolution des 19.
Jahrhunderts in Europa den Anschluss verpasst habe. Es sei „der
kleine Deng Xiao Ping“ gewesen, der mit der marktwirtschaftlichen
Ausrichtung Chinas den Grundstein für den Wandel von einem
Entwicklungsland zu einem der führenden Industrienationen der Welt
gelegt habe.
Ostfriesische
Nachrichten
Online-Ausgabe vom 19.06.2005; 22:00:00 Uhr
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zuletzt geändert: 20.06.05 11:56:08
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