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Zusammen mit der wissenschaftlichen Fahrtleiterin des Forschungsschiffes
"Meteor", Frau Prof. Dr. Monika Rhein von der Universität
Bremen, stellten wir dem Wissenschaftsminister die Golfstrom-Expedition
in diesem Jahr vor, eine Kooperation zwischen der Universität
Bremen und den Auricher Wissenschaftstagen.
Nachdem Jann und Gesa Schiff und Forschungsreise vorgestellt hatten,
wollte Herr Stratmann spontan sein Amt für kurze Zeit niederlegen
und mit uns tauschen. Selbst nachdem Frau Prof. Dr. Rhein darauf
hingewiesen hatte, dass dieses keine Urlaubsfahrt, sondern eine
mit viel Arbeit verbundene Forschungsfahrt sei, hielt es den begeisterten
Hobbysegler nur knapp davon ab mitreisen zu wollen. Wir hätten
uns auch geweigert mit ihm zu tauschen.
Natürlich wäre es auch eine interessante Idee, wenn
Schüler durch die Auricher Wissenschaftstage die Möglichkeit
bekämen, einige Wochen als Wissenschaftsminister tätig
zu sein. Doch bevorzugen wir Schüler es, Wissenschaftlern
bei der Arbeit über die Schulter zu gucken und selber dabei
anzupacken.
Nachdem das Projekt der BBS II und des Ulricianums so viel Anklang
gefunden hatte, erklärte sich Herr Stratmann gerne dazu bereit,
die Schirmherrschaft für die diesjährigen Wissenschaftstage
zu übernehmen.

Treffen in Hannover (Frau Prof. Dr. Rhein, Lutz Stratmann,
Gesa Vöhrs, Jann Grahlmann)
Da genauere Daten über unsere Fahrt mit dem Forschungsschiff
"Meteor" den meisten noch unbekannt sein werden, möchte
ich an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen, diese vorzustellen.
Die "Meteor" ist das zweitgrößte deutsche
Forschungsschiff. Mit einer Länge von 97,5m kann sie eine
32-köpfige Crew und weitere 30 Wissenschaftler aufnehmen.
Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 12 kn (entspricht
ca. 22 km/h).
Da wir genau in der Hurrikanzeit in die Karibik reisen, waren
wir sehr froh zu erfahren, dass sich ein Meteorologe an Bord befinden
wird, damit wir gemeldeten Hurrikans rechzeitig aus dem Weg laufen
können.
Die "Meteor" verfügt über die Möglichkeit,
40 Tage ohne Zwischenstopp auf See zu bleiben, was wir auch nahezu
beanspruchen werden.
Unsere Reise beginnt am 10.08.2005. Früh morgens werden wir
in Bremen mit den Wissenschaftlern in ein Flugzeug steigen, das
uns nach Gran Canaria bringen wird, wo sich die "Meteor"
zu diesem Zeitpunkt bereits befindet. Die ersten Tage arbeiten
noch Geologen an Bord, denen wir gerne als Praktikanten bei ihren
Forschungen über Vulkane unter dem Meeresspiegelnahe der
kanarischen Insel El Hierro zu Hand gehen werden. Am 15.08.2005
beginnt dann unsere Atlantiküberquerung. Erst mehr als einen
Monat später, am 19.09.2005, werden wir wieder Land betreten.
Natürlich braucht die "Meteor" nicht so lange,
um nach Curaçao in der Karibik zu gelangen. Doch werden
wir nicht an den karibischen Inseln anlegen, sondern an ihnen
vorbeifahren um Forschungen zu betreiben. Außerdem werden
wir die vor zwei Jahren ausgelegten Messbojen, die man auf der
Karte erkennen kann, einholen. Zwei Jahre lang haben sie für
die Erforschung des Golfstroms wichtige Daten wie den Bodendruck,
die Meereshöhe, die Geschwindigkeit des fließenden
Wassers, sowie seine Temperatur, Dichte und seinen Salzgehalt
aufgezeichnet.
Der Golfstrom transportiert wie eine Heizung warmes Wasser vom
Golf von Mexiko in Richtung Europa. Gäbe es diesen Wärmetransport
nicht, grasten auf satten ostfriesischen Wiesen keine schwarz-weißen
Kühe. Auf einer der kanadischen Tundra ähnlichen Fläche
bekäme man höchstens den einen oder anderen ostfriesischen
Elch zu sehen. Natürlich macht die vom Treibhauseffekt bedingte
Erderwärmung den ostfriesischen Elchen wieder den Garaus,
denn auch wenn der Golfstrom aufhört zu fließen, wird
nach neuesten Modellrechnungen sich die Durchschnittstemperatur
in Ostfriesland - wenn auch langsamer -erhöhen.

Die Reiseroute der Meteor
Mitfahren werden Jann Grahlmann, ein Schüler des 12. Jahrgangs
der BBSII und Gesa Vöhrs, Schülerin der 11. Klasse des
Ulricianums.
Wir werden von Bord der "Meteor" von unseren Erfahrungen
und Erlebnissen täglich per Email berichten. So können
alle ein wenig an diesem Projekt teilnehmen und die Arbeit, sowie
den Bordalltag auf der "Meteor" kennen lernen.
Gesa Vöhrs
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