NEWS 14. Januar: Stipendiatenplatz auf der Meteor

Wissenschaftstage

2002: Mit der "Polarstern" in die Antarktis

 

 

 

 

Ministersessel gegen Schiffsplanken


Der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann empfing am Dienstag, dem 24.05.2005, die Organisatoren der Auricher Wissenschaftstage (Herrn Antony, Herrn Stracke, Herrn Völckner), Jann Grahlmann (BBSII) und Gesa Vöhrs (Gymnasium Ulricianum) in Hannover.
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Zusammen mit der wissenschaftlichen Fahrtleiterin des Forschungsschiffes "Meteor", Frau Prof. Dr. Monika Rhein von der Universität Bremen, stellten wir dem Wissenschaftsminister die Golfstrom-Expedition in diesem Jahr vor, eine Kooperation zwischen der Universität Bremen und den Auricher Wissenschaftstagen.
Nachdem Jann und Gesa Schiff und Forschungsreise vorgestellt hatten, wollte Herr Stratmann spontan sein Amt für kurze Zeit niederlegen und mit uns tauschen. Selbst nachdem Frau Prof. Dr. Rhein darauf hingewiesen hatte, dass dieses keine Urlaubsfahrt, sondern eine mit viel Arbeit verbundene Forschungsfahrt sei, hielt es den begeisterten Hobbysegler nur knapp davon ab mitreisen zu wollen. Wir hätten uns auch geweigert mit ihm zu tauschen.
Natürlich wäre es auch eine interessante Idee, wenn Schüler durch die Auricher Wissenschaftstage die Möglichkeit bekämen, einige Wochen als Wissenschaftsminister tätig zu sein. Doch bevorzugen wir Schüler es, Wissenschaftlern bei der Arbeit über die Schulter zu gucken und selber dabei anzupacken.
Nachdem das Projekt der BBS II und des Ulricianums so viel Anklang gefunden hatte, erklärte sich Herr Stratmann gerne dazu bereit, die Schirmherrschaft für die diesjährigen Wissenschaftstage zu übernehmen.


Treffen in Hannover (Frau Prof. Dr. Rhein, Lutz Stratmann, Gesa Vöhrs, Jann Grahlmann)

Da genauere Daten über unsere Fahrt mit dem Forschungsschiff "Meteor" den meisten noch unbekannt sein werden, möchte ich an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen, diese vorzustellen.

Die "Meteor" ist das zweitgrößte deutsche Forschungsschiff. Mit einer Länge von 97,5m kann sie eine 32-köpfige Crew und weitere 30 Wissenschaftler aufnehmen. Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 12 kn (entspricht ca. 22 km/h).
Da wir genau in der Hurrikanzeit in die Karibik reisen, waren wir sehr froh zu erfahren, dass sich ein Meteorologe an Bord befinden wird, damit wir gemeldeten Hurrikans rechzeitig aus dem Weg laufen können.
Die "Meteor" verfügt über die Möglichkeit, 40 Tage ohne Zwischenstopp auf See zu bleiben, was wir auch nahezu beanspruchen werden.
Unsere Reise beginnt am 10.08.2005. Früh morgens werden wir in Bremen mit den Wissenschaftlern in ein Flugzeug steigen, das uns nach Gran Canaria bringen wird, wo sich die "Meteor" zu diesem Zeitpunkt bereits befindet. Die ersten Tage arbeiten noch Geologen an Bord, denen wir gerne als Praktikanten bei ihren Forschungen über Vulkane unter dem Meeresspiegelnahe der kanarischen Insel El Hierro zu Hand gehen werden. Am 15.08.2005 beginnt dann unsere Atlantiküberquerung. Erst mehr als einen Monat später, am 19.09.2005, werden wir wieder Land betreten. Natürlich braucht die "Meteor" nicht so lange, um nach Curaçao in der Karibik zu gelangen. Doch werden wir nicht an den karibischen Inseln anlegen, sondern an ihnen vorbeifahren um Forschungen zu betreiben. Außerdem werden wir die vor zwei Jahren ausgelegten Messbojen, die man auf der Karte erkennen kann, einholen. Zwei Jahre lang haben sie für die Erforschung des Golfstroms wichtige Daten wie den Bodendruck, die Meereshöhe, die Geschwindigkeit des fließenden Wassers, sowie seine Temperatur, Dichte und seinen Salzgehalt aufgezeichnet.
Der Golfstrom transportiert wie eine Heizung warmes Wasser vom Golf von Mexiko in Richtung Europa. Gäbe es diesen Wärmetransport nicht, grasten auf satten ostfriesischen Wiesen keine schwarz-weißen Kühe. Auf einer der kanadischen Tundra ähnlichen Fläche bekäme man höchstens den einen oder anderen ostfriesischen Elch zu sehen. Natürlich macht die vom Treibhauseffekt bedingte Erderwärmung den ostfriesischen Elchen wieder den Garaus, denn auch wenn der Golfstrom aufhört zu fließen, wird nach neuesten Modellrechnungen sich die Durchschnittstemperatur in Ostfriesland - wenn auch langsamer -erhöhen.


Die Reiseroute der Meteor

Mitfahren werden Jann Grahlmann, ein Schüler des 12. Jahrgangs der BBSII und Gesa Vöhrs, Schülerin der 11. Klasse des Ulricianums.
Wir werden von Bord der "Meteor" von unseren Erfahrungen und Erlebnissen täglich per Email berichten. So können alle ein wenig an diesem Projekt teilnehmen und die Arbeit, sowie den Bordalltag auf der "Meteor" kennen lernen.


Gesa Vöhrs

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zuletzt geändert: 01.06.05 16:51:17
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