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Jakutien
– im Nordosten Sibiriens – liegt im Zentrum der riesigen
sibirischen Dauerfrostzone und gilt als kälteste Region der
Nordhemisphäre. Das hier herrschende extreme Kontinentalklima mit
geringen Niederschlagsmengen ( etwa 200 mm/Jahr) und extrem
niedrigen Wintertemperaturen ( bis – 68 °C) verhindert die
Entstehung von Gletschern, begünstigt aber die Bildung von
Permafrost (Dauerfrostboden) und die Akkumulation von Grundeis in
den Böden.

Die Entwicklung des Dauerfrostbodens in Jakutien begann bereits vor
mehr als 2 Millionen Jahren und dauert bis heute an. Seine Dicke
erreicht mehrere Hundert Meter, im Nordwesten Jakutiens sogar 1500
m. Der unterlagernde Permafrost bestimmt bis heute viele
landschaftliche Besonderheiten dieser Region. In den
innerkontinentalen, semiariden Gebieten Jakutiens existieren
Kaltsteppen-Areale mit Florenkomplexen, die während der Eiszeit in
ganz Eurasien weit verbreitet waren.
Wie sieht eine durch Permafrost geprägte Landschaft aus ? Welche
Pflanzen- und Tierwelt finden
wir vor? Wie leben Menschen in dieser Region, seit wann sind erste
Besiedlungen nachgewiesen?
In ihrem Dia-Vortrag kann Dr.
Christine Siegert Antwort auf diese und andere Fragen geben, denn
bevor sie 1992 an die Forschungsstelle Potsdam des
Alfred-Wegener-Institutes für Polar- Und Meeresforschung kam,
arbeitete sie 20 Jahre am Permafrost-Institut der Sibirischen
Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften in Jakutsk.
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