26. März 2004: OZ-Artikel

 

 

 

 

 

 

 

Jakutien

Jakutien - kälteste Region der Nordhemisphäre: Landschaften und Lebensbedingungen

Vortrag von Dr. Christine Siegert am Freitag, 26. März 2004 um 19.30 Uhr im Güterschuppen

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Jakutien – im Nordosten Sibiriens – liegt im Zentrum der riesigen sibirischen Dauerfrostzone und gilt als kälteste Region der Nordhemisphäre. Das hier herrschende extreme Kontinentalklima mit geringen Niederschlagsmengen ( etwa 200 mm/Jahr) und extrem niedrigen Wintertemperaturen ( bis – 68 °C) verhindert die Entstehung von Gletschern, begünstigt aber die Bildung von Permafrost (Dauerfrostboden) und die Akkumulation von Grundeis in den Böden.

Die Entwicklung des Dauerfrostbodens in Jakutien begann bereits vor mehr als 2 Millionen Jahren und dauert bis heute an. Seine Dicke erreicht mehrere Hundert Meter, im Nordwesten Jakutiens sogar 1500 m. Der unterlagernde Permafrost bestimmt bis heute viele landschaftliche Besonderheiten dieser Region. In den innerkontinentalen, semiariden Gebieten Jakutiens existieren Kaltsteppen-Areale mit Florenkomplexen, die während der Eiszeit in ganz Eurasien weit verbreitet waren.
Wie sieht eine durch Permafrost geprägte Landschaft aus ? Welche Pflanzen- und Tierwelt  finden wir vor? Wie leben Menschen in dieser Region, seit wann sind erste Besiedlungen nachgewiesen?
In ihrem Dia-Vortrag kann  Dr. Christine Siegert Antwort auf diese und andere Fragen geben, denn bevor sie 1992 an die Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- Und Meeresforschung kam, arbeitete sie 20 Jahre am Permafrost-Institut der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften in Jakutsk.


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zuletzt geändert: 26.03.04 10:16:14
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