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Sibirien-Reisende des Ulricianums kehrten gestern Abend zurück


"Auf jeden Fall noch einmal dahin“von karl-heinz janßen Ostfriesen Zeitung, 27. August 2004

Hinter der Expeditionsgruppe liegen zwei entbehrungsreiche Monate. In ihrem Gepäck haben sie seltene Grabungsfunde wie zum Beispiel einen Mammutzahn. 

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Braungebrannt, erschöpft und gut gelaunt: So kehrten gestern Abend die Sibirien-Reisenden des Gymnasiums Ulricianum zurück nach Aurich. Erwartet wurde sie beim Alten Bahnhof von Eltern, Geschwistern, Freunden und Kollegen. Ihnen allen war die Erleichterung anzusehen, als der kleine Bus mit der neunköpfigen Expeditionsgruppe schließlich bei beginnender Dämmerung auf dem Parkplatz eintraf und besonders freudig begrüßt wurde.

Zurück in Aurich: Lehrer Wolfgang Völckner (von links), die Schüler Bastian Frank, Matthias Harms, Alexander Börries, Maren Reder, Karsten Penon sowie (dahinter) Lehrer Alexander Stracke und vorn, mit dem Rentiergeweih, dessen zehnjähriger Sohn Konstantin.

Fast zwei Monate hatten die Schüler Maren Reder, Matthias Harms, Bastian Frank, Elisabeth Kniss, Karsten Penon und Alexander Börries sowie die Lehrer Alexander Stracke, Wolfgang Völckner und Friedrich Freudenberg im sibirischen Jakutien Forschungen betrieben (die OZ berichtete).

Ausgerechnet zwei Tage vor ihrem Rückflug stürzten in Russland zwei Passagierflugzeuge ab. Doch die Sorgen zu Hause in Aurich erwiesen sich als unbegründet. „Wir hatten auch mit Kontrollen und Verzögerungen gerechnet“, erzählte Lehrer Alexander Stracke, kaum dass er dem Bus entstiegen war. „Wir hatten im Fernsehen von den Abstürzen gehört und waren schon für unseren Rückflug entsprechend eingestimmt.“ Allzu beruhigend war auch nicht, dass sie gestern Vormittag von dem Moskauer Flughafen starteten, von dem am Dienstag auch die beiden Unglücksmaschinen abgeflogen waren.

Dass die Ostfriesen bei ihrer Abreise kaum kontrolliert worden waren, zeigte sich beim Entladen des Gepäcks. Zu den Mitbringseln zählten unter anderem ein Mammut-Backenzahn : „den haben wir selbst ausgegraben“ : und, fest verschnürt, ein Rentiergeweih: das Geschenk eines jakutischen Nomadenstammes.

Den Erzählungen der Reisenden war vor allem eines zu entnehmen: Hinter ihnen liegenden zwei entbehrungsreiche Monate: bescheidene Verpflegung aus Metalleimern, tagelang nur Griesbrei, weil es kein Brot mehr gab, und Wetterverhältnisse, bei denen die Temperaturen zwischen 35 und sechs Grad schwankten.

An Luxus wie fließendes warmes Wasser oder Duschen sei ohnehin nur selten zu denken gewesen, erzählte Maren Reder. Und würden sie denn eine solche Reise noch einmal machen? „Auf jeden Fall“, sagte Alexander Börries ohne zu zögern.

Ostfriesen Zeitung, 27. August 2004 | Online |

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zuletzt geändert: 28.08.04 09:35:56
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