Wir in Paris

Nachdem wir alle in den Ferien ausgespannt hatten, teilweise auch älter geworden waren, fieberten wir einem Ereignis entgegen: Paris! Die Parisreise stand kurz bevor. Eifrig wurde telefoniert, eingekauft, auf Vorrat geschlafen, Sachen ein-, aus-, und umgepackt, Eltern und Geschwister ganz kribbelig gemacht. Und schließlich, Mittwoch abends war es dann so weit....

1. 9. 1999, Mittwoch, ZOB Aurich, alles stand bereit, sogar der Bus, mit dem die ehemalige 8f, jetzt ja 9f, und zwei ihrer Lehrer nach Paris fahren sollten. Aufgeregt wieselten die Schüler durcheinander, man hörte Lachen und Zurufe. Als schließlich eingestiegen werden durfte, wurde es auch nicht besser. In Bremen waren die Mitreisenden bereits im wartenden Bus untergebracht. Das Gepäck wurde verladen, der Bus (im wahrsten Sinne des Wortes) "erobert". Als schließlich alle ihren Platz gefunden hatten, ging es los. Auf nach Paris!!!

Viel ruhiger war es nicht geworden, als der Bus nachts die erste Pause machte. Doch nach der Pause wurde es schon von selbst ruhiger. Die Sitze klappten nach hinten, ein paar Augen fielen zu, doch mehr als eins, zwei Stunden schlafen konnten nur zwei oder drei Beneidenswerte. Doch gerade, gegen Morgen, als ein paar eingeschlafen waren, kam Renes (unser Reiseleiter, den wir nur selten zu Gesicht bekamen) Durchsage, gleich, um 5.30 Uhr, wäre die erste Pause. Nach der Pause ging es weiter und ein paar Stunden später sahen wir bei strahlender Sonne Paris. Rene erzählte ein wenig über die Stadt, doch ein paar waren wieder eingeschlafen. Am Fußballstadion vorüber, gings zuerst für uns zur Ile de la Cité, eine der beiden Inseln in der Mitte der Seine und in der Mitte von Paris mit der Notre Dame, einer Kirche, vor der sich der Point Zéro, der Null-Kilometer-Punkt für die Straßen Paris´ befindet. Nach der Besichtigung und einer halben Stunde Shopping gings zurück zum Treffpunkt und wir gingen über die Insel und schließlich durch das Louvre hindurch, gerade als die Springbrunnen dort anfingen zu plätschern. Ein tolles Schauspiel ! Schließlich fuhren wir zum Hotel "Angleterre" (England). Um 16.00 Uhr versammelten wir uns wieder um gemeinsam zum Berg Montpernant, auf dem die Kirche Sacre Coeur stand zu laufen. DD

Das Hotel ist dort ganz in der Nähe und so dauerte es nicht sehr lange bis wir die schöne Aussicht von dort oben genießen konnten von wo aus sich einem Paris scheinbar zu Füßen legte. Anschließend, nach einem kurzen Gang durch die Kirche, verschwand man nach und nach in den kleinen Gäßchen mit den Andenkenläden, wo man sich auch gut dem Genuß eines Crêpes (eine Art Pfannkuchen, zB. mit Zucker oder Marmelade) hingeben konnte. Schließlich traf man sich wieder um nach unten zu fahren. 

 Anschließend erwarteten uns leckere Schnitzel in einem nahegelegenen Restaurant. Danach der Besuch der Champs- Élysées, der berühmten Einkaufsstraße, gleichzeitig auch die längste, schnurgerade Straße von Paris, die am Triumphbogen, dem Arc de Triomph endet und unter anderen Namen bis zur "Grand Arche", einem riesigen Gebäude in "La Défense" verläuft. Den Triumphbogen sahen wir uns, neben den vielen, auch so spät noch geöffneten Geschäften an. Außerdem hatte man zwischendurch immer wieder einen herrlichen Blick auf den beleuchteten Eiffelturm. Um 23.00 Uhr waren wir dann wieder zurück im Hotel. Dort wurde um Mitternacht dann noch das erste Geburtstagskind dieser Fahrt, Wiebke, zu ihrem 14. Geburtstag beglückwünscht.

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Nach dem Frühstück aus leckerem Baguette und verschiedenen Marmelandensorten, heißem Kakao und Kaffee ging es am Freitag dann los, zum Wahrzeichen von Paris, dem Eiffelturm. Mit der Metro, der französischen U-Bahn fuhren wir hinein in die Stadt um "La Tour Eiffel", auch "La Grande Dame" ("Die Große Dame") genannt, einen Besuch abzustatten. Umlagert von aufdringlichen und anhänglichen Verkäufern warteten wir auf Herrn Lange, bis schließlich Herr Sineux mit einigen unfreundlichen französischen Worten die Verkäufer verscheuchte. Dann schleppten wir uns die 670 Stufen bis zur 2. Plattform hinauf und uns offenbarte sich ein herrliches Pariser Panorama. Der Triumphbogen und verschiedene andere markante Bauten, sogar Sacre Coeur, am Rande der Cité (Zentrum, City) waren sehr gut auszumachen, denn wir hatten, wie bereits erwähnt, das herrlichste Wetter, über 27°c im Schatten, strahlende Sonne von blauem Himmel, ohne die jede Wolke. 

Hiernach fuhren wir, ausnahmsweise per Bus, zur Place de Vosges, dem vielleicht schönsten Park von Paris. Er liegt in der Nähe der Bastille. Zumindest schmeckte uns unser Baguette mit Tomaten, Camembert und Rillettes (eine spezielle Art Wurst) dort gleich noch mal so gut.

Danach sahen wir uns den größten der Pariser Friedhöfe (Cimétière d Père Lachaise) an, wo man auch das Grab von Jim Morrisson (Sänger) und vieler anderer berühmter französischer Staatsmänner findet. Danach war abermals Shopping angesagt und zwar in den Galéries Lafayette, manche besichtigten aber lieber das Fußballstadion oder gingen bereits zum Hotel. Auf jeden Fall probierten wir hier zum ersten Mal das U-Bahnfahren ohne Lehrer aus. Das nächste war wohl durch einen Zufall der Höhepunkt der Fahrt: die Lichterfahrt. Paris im Schein der Laternen, Reklameleuchte, des Mondes und der wunderschön bestrahlten Monumente und Bauten wie zum Beispiel dem Eiffelturm. Doch das Schönste an der Fahrt war eben dieser glückliche Zufall; nämlich das gerade La Fête de la Seine (Seinefest) zu Ende gegangen war und ein herrliches Feuerwerk den Pariser Himmel erhellte. Tausende Menschen standen überall um dieses Schauspiel zu bewundern. Es war wirklich klasse! Und wir hatten natürlich gewaltiges Glück dass wir gerade an diesem Tag in Paris auf der Lichterfahrt waren, sonst hätten wir so etwas nicht zu Gesicht bekommen. Anschließend machten wir noch einen Fotostop beim beleuchteten Eiffelturm genauer an der École de Militaire, der Militärschule von Paris. Dann jedoch gings wieder gen Hotel wo wir diesmal etwas früher einschliefen. Zumindest die meisten von uns.

Am Samstag fuhren wir als erstes zu einem Obstmarkt wo herrliches Obst bereits sehr billig zu haben war, zum Beispiel die zuckersüßen Weintrauben und Äpfel mit denen sich unsere Klasse vollstopfte. Und auch vieles anderes gab es dort zu kaufen. Danach gings zur Grand Arche (in La Défense) direkt an einem unterirdischen Kaufhaus und vielen seltsam gestalteten Hochhäusern. Was unsere Klasse dann aber doch am meisten zu faszinieren schien war das eine der knietiefe Wasserbecken mit Blick auf den Arc de Triomphe und den Eiffelturm. Außerdem bot es eine willkommene Abkühlung, schließlich sollte man ohne Dusche auch noch eine lange Bustour überstehen. Also spritzten und planschten alle was das Zeug hielt und hatten massig viel Spaß, auch wenn hinterher einige wirklich wie geduscht aussahen. Anschließend nach einem Baguettepicknick ging es zum Quartier Latin mit seinem schönen Jardin du Luxembourg (Garten Luxemburg) und dem Palais du Luxembourg (Palast Luxemburg) in welchem sich heute der Senat befindet. Dort gibt es ein paar Denkmäler von kleineren Rasenflächen umgeben, schöne Wege, ein mittelgroßes Wasserbecken und, was einen denn doch sehr seltsam anmutete: jede Menge Metallstühle, mit denen man sich an jeden beliebigen Ort verziehen konnte und die jedem zur freien Verfügung standen. Außerdem konnte man auch gut auf der Ummauerung des Wassers sitzen, beispielsweise um die Füße hinein zu halten. Von dort aus machten wir uns dann auf den Weg um diesen Teil der Stadt zu erkunden. Vielen Geschäften statteten wir einen Besuch ab, McDo wurde ein bißchen reicher gemacht oder Quick (fast das gleiche) ausprobiert. Zum Schluß, nachdem sich alles wieder getroffen hatte, gings zum Restaurant, wo so einiges Leckeres darauf wartete von uns vernascht zu werden. Insbesondere der leckere Nachtisch: Mousse au Chocolate und Créme Caramel (Schokoladen- und Karamelcreme). Als wir auch diese "Schlacht" erfolgreich geschlagen hatten, machten wir einen Verdauungsspaziergang zur Metro und fuhren mit selbiger zur Sacre Coeur, die, da es bereits dunkler war, schon bestrahlt wurde und nachdem uns unsere 2 "profs" die Vorsichtsmaßregeln bei Anmache, versuchtem Drogenverkauf und Diebstahl erklärt hatten, gings zum zweitenmal hinauf und jetzt lag uns das Lichtermeer Paris zu Füßen und hinter uns stand die scheinbar leuchtende Sacre Coeur. Nach und nach verschwand die 9f abermals in den Gäßchen hinter der Kirche. (....)

Tja, und dann....?

Dann gings zum Bus, zur Rückreise. Aber auch die Rückreise war nicht ohne Ereignis. Denn um Mitternacht wurden wieder zwei von uns, Mareke und Gunda, 15 Jahre alt, und der Bus hielt an einer Tankstelle, wo wir auf die beiden anstießen und ihnen gratulierten. Seltsamerweise verlief die Rückfahrt beträchtlich ruhiger als die Hintour, obwohl es ja "eigentlich doch gar nicht so anstrengend wie befürchtet" gewesen war. Alle konnte etwas schlafen, meist mehr als 5 stunden. Als wir dann doch endlich mittags in Aurich ankamen waren alle zwar noch etwas müde und kaputt und freuten sich auf die Dusche daheim, aber glücklich dort gewesen zu sein waren wohl auch alle.

Also, bis bald und viel Spaß!!!

Eure 8f/9f )

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Wurde bearbeitet von der Klasse 8f des Gymnasiums Ulricianum Aurich