Seit Dezember arbeiten wir, die Klasse 8f 1998/99 des Gymnasiums Ulricianum in Aurich, an dieser Web-Site. Unterstützt wurden wir vor allem durch unseren Klassenlehrer, Wilfried Lange, der in teilweise nächtelanger Arbeit noch Verbesserungen und Korrekturen an unserer Web-Site vorgenommen hat.
Zuerst war der Roman "Ein Schatten wie ein Leopard" von Myron Levoy nur ein Bestandteil der "normalen" Deutschstunden, aber nach und nach enstanden immer mehr Texte, Charakterisierungen, Bilder und vieles mehr, die schließlich zu Bestandteilen der Web-Site geworden sind. In manchmal irrwitzigem Tempo wurden während der Projekttage, aber auch in der Freizeit, Texte geschrieben, korrigiert, mit Bildern versehen und Nachforschungen über Inhalte oder seltsame Wörter angestellt, mit Hilfe von Lexika und dem Roman.
Manch einer verbrachte Ewigkeiten damit, Textstellen, im "Leoparden" zu suchen. Schwierigkeiten entstanden aber auch, wenn man nirgendwo etwas über das zu bearbeitende Thema fand. Dann liefen manchmal sogar drei Computer auf Hochtouren, um sämtliche Suchmaschinen abzuklappern. Meist war das Material für die Themen aber recht schnell bei der Hand, und dann hieß es sich die Finger wund schreiben, ob mit dem Füller oder dem Computer. Aber eins hatten alle Texte gemeinsam: Sie wurden zigmal korrigiert, geändert, verschönert, bebildert, eingerahmt, gefärbt und umgeschrieben, ergänzt, zusammengestrichen oder verlängert, neu geschrieben oder gelöscht, oft sogar wurden von zwei Leuten völlig verschiedene Texte zum gleichen Thema geschrieben, die dann zusammengefügt werden mussten. Und bei jedem Text musste einer der etwas Computererfahreneren Tipps geben, wenn andere nicht weiter wussten. Herr Lange, der von Computern mehr Ahnung hatte, als die meisten von uns, war an den ersten Tagen nur am Herumrennen, hinter den gereckten und winkenden Fingern her, die zu seinen ahnungslosen, hoffnungslos überforderten Schülern gehörten.
Als wir dann aber schon etwas länger vor den Flimmerkästen saßen, die immer das taten, was wir eben nicht wollten, wurden uns allmählich die Tipps und Kniffe klar, die Herr Lange und Co. anwendeten.
Und jetzt, wo wir schon recht lange arbeiten und einiges im Netz haben, sind in unserer Klasse viele, die ihrem Papi zu Hause schon mal erklären, was "chatten" ist oder wie man mit einem Schreibprogramm, dessen Befehle auf Englisch sind, umgeht, was, bitteschön, ein "Link" ist, und wie man denn den Computer dazu überredet, jetzt nicht abzustürzen, sondern lieber diesen verdammten Text zu speichern.
Aber nicht etwa, dass alle nur von morgens bis abends um fünf vor dem Computer gesessen hätten. - Aber nein! -
Erst einmal war diese Arbeit weitgehend freiwillig, aber es war schön, bei einem/einer Freund/in, der/die Internetanschluss hat, über die Schulter gucken zu können, und zu sagen: "Oh Gott, das habe ich ja geschrieben!" oder ungläubig zu staunen: "Das ist schon im Netz?" oder: "Ihh, sieht das Foto peinlich aus! Mach bloß weiter!" (Doch im Ernst: Wer ist nicht ein kleines bisschen stolz, wenn ihn/sie alle Welt im Internet bestaunen kann?)
Außerdem waren da ja noch das schöne Brötchenfrühstück mit den anderen, wo es gar nicht nach Schule, sondern viel eher nach Freizeit klang, und das Witze Reißen, Quatschen und Pausieren und, was viele insgeheim gefreut hat: kein Unterricht.
Insgesamt hat es vielen Spass gemacht. Und wohl jeder hat jetzt ein gutes Stück mehr Wissen über Computer gesammelt, insbesondere über das Internet, was vielleicht dem/der einen oder anderen später mal zu Gute kommen wird.
Nun werden wir wohl noch weiter verbessern, schreiben, korrigieren, suchen, (fluchen), tippen und gestalten, damit wir vielleicht doch noch den einen oder anderen Wettbewerb gewinnen. Und vielleicht gibt es dann ja noch eine neue Seite mit dem Titiel: "Wir habens geschafft" oder "Wir - the winners!"
Auf jeden Fall: Mailt uns doch mal eure Meinung, wir freuen uns drauf! Oder noch besser: Schaut einfach mal wieder rein!
Viel Spass noch, eure 8f