Charakterisierung von Ramon
Ramon Santiago ist vierzehn Jahre alt, dunkelhäutig und dürr wie eine klapprige Marionette. Seine Mutter liegt im Krankenhaus auf Grund eines Nervenzusammenbruches und sein Vater ist wegen Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt. Daher lebt er alleine in einer Wohnung in einem New Yorker Stadtteil, ohne Teppich im Vorraum,mit einer Tür halb aus Luft und Schaben in der Küche. Er trägt eine zerrissene Jacke und bewahrt sein meistes Geld in einem seiner Schuhe auf. Dieses Geld soll zu einem Vermögen heranwachsen, von dem er sich dann irgendwann ein dickes Auto kaufen möchte. Ramon hat ein gutes Gedächtnis und in seinem Kopf schwirren tausende von Gedanken herum. Um sich von ihnen zu befreien, schreibt er sie in einem Notizbuch nieder. Glasser, ein nun befreundeter Künstler, sagt er sei ein dichterisches Naturtalent und ist somit ein großer Bewunderer dieser Notizen. Ramons Vater aber will, dass er ein Macho wird. Mutig und stark. Damit sein Vater stolz auf ihn sein kann, strengt Ramon sich an Mitglied in einer Gang zu werden und versucht sich in Diebstählen. Ramon fühlt sich mit seinem Messer, mit dem er gut umgehen kann, auf den Straßen von New York sicher. Er ist aber eigentlich ein ängstlicher Mensch, versucht dies nur mit ständigem Reden und Frechheit zu unterdrücken. Seine Dickköpfigkeit zeichnet sich dadurch aus, dass er Glassers ausdrucksstarke Bilder unbedingt verkaufen und ihm wieder einen Namen machen will.
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