Golden Historical Society

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Restaurierung der Emminga-Mühle in Golden/Illinois      

 

Im Mai 1995 wurde Anna Wienke zur Bürgerin des Jahres in Golden gewählt. Geehrt wurde sie damit für ihren selbstlosen und nimmermüden Einsatz für die Gemeinde, vor allem aber für ihre Verdienste um die Restaurierung der von ihrem ostfriesischen Großvater gebaute Holländerwindmühle. Jetzt, 1997, sind die erforderlichen Mittel vorhanden, die Wiederherstellung kann beginnen.

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Drei Jahre sind veranschlagt für die Restaurierung der vor mehr als 120 Jahren von Hinrich Henrich, Henry) Emminga in Golden gebauten Windmühle, und ca. 400 000 Dollar liegen dafür bereit. An den Kosten der Restaurierung beteiligt sich der Staat Illinois mit 200 000 Dollar, mit 100 000 Dollar der Fremdenverkehrsverband Illinois, der Rest wird durch private Spenden aufgebracht. Der Erbauer der Windmühle, Hinrich Reemts Emminga (1829-1888), stammt aus Holtrop, und dort liegt er auch neben seiner ersten Frau begraben, die Mühle aber steht in Golden, einem kleinen Ort im mittleren Westen der USA, nicht weit vom Mississippi, im Nordwesten von Illinois.  Little Holtrop“ wurde dieser Ort vor hundert Jahren  manchmal (spöttisch?) genannt, denn die Mehrzahl der Siedler in der südlichen Prärie (South Prairie), wie man dieses Gebiet auch nannte, kam aus Holtrop oder den umliegenden Dörfern.  In den amtlichen Akten in Quincy, dem Sitz der Bezirksregierung,  taucht auch der Name „New Ostfriesland“ auf.
Anna Wienke kam in den achtziger Jahren zum ersten Mal in die Heimat ihrer Vorfahren um ihre „roots“ zu suchen. Bei ihrem zweiten Besuch lernte ich sie kennen. Ich war überrascht, daß sie mich auf Plattdeusch ansprach, denn eine Verwandte, Frieda Schwarz, geb. Emminga, hatte mich gebeten, bei Anna Wienkes Besuch in der Stiftsmühle in Aurich zu dolmetschen.  Anna Wienke sprach Platt, wie sie es von ihren Eltern in Golden gelernt hatte, aber eben kein Hochdeutsch.[1]
Über die Golden Windmill, die „Prairie Mill“, hat Anna Wienke ein Buch geschrieben: „When the Wind Blows“, das aber - leider -vergriffen ist. Das Verdienst der Laienautorin besteht vor allem darin, daß sie viele Dokumente, Briefe, Zeitungsberichte, Familienanzeigen aus der lokalen Zeitung „Golden New Era“ zusammengestellt und ausgewertet hat, die die  Geschichte dieses kleinen „ostfriesischen Dorfes“, wie Golden an einer Stelle genannt wird, sehr anschaulich widerspiegeln. Ob sie sich mit dem Bau einer Kirche, der Gründung einer höheren Schule oder einer Bank befassen, in allen Zeitungsberichten wird der Stolz der Bürger auf ihr Dorf und den erreichten Wohlstand spürbar. Und  bei fast allen Unternehmungen spielt der Sohn des Mühlenbauers, H.H. Emminga, eine wichtige Rolle: Er betreibt die Mühle, er gründet eine Bank und betätigt sich als Bankier, er verkauft Mehl und Getreide in Amerika und in andere Länder, er veranlaßt den Bau einer höheren Schule und beschafft das Grundstück dafür, er veranlaßt die Gründung einer Zeitung und vieles mehr. Er reist nach Europa und nach Asien, und er besucht das von einem Deutschen, Dr.Schneller,  geleitete syrische Waisenhaus in Jerusalem, das er großzügig unterstützt. Aber er betätigt sich auch als Historiker und verwendet viel Zeit mit der Lektüre der Schriften des ostfriesischen Gelehrten Ubbo Emmius, den er zu seinen Vorfahren zählt: Emmius ist die latinisierte Form des Namens Emminga. Wie seine ostfriesischen Mitbürger ist er besonders stolz ist er aber auf den aufblühenden Ort Golden.  In einem der Zeitungsberichte von 1897 heißt es: „(Golden) gehört jetzt zu den Führern im Geschäftsleben,  und die Menge und Bedeutung der Geschäfte, die hier getätigt werden, steht hinter keinem Ort in West Illinois zurück.“ Und etwas später:  „Es ist nicht der Zweck dieses Artikels, in preisenden Worten ohne Belege durch Tatsachen etwas zu schildern, sondern der Artikel soll einen einfachen ungeschminkten Bericht von der Entwicklung, dem Wachsen und dem Fortschritt dieses Dorfes geben, dessen Vorzüge keiner Lobhudelei bedürfen, dessen Geschichte vielmehr die Verwirklichung dessen ist, was Tatkraft und Unternehmungsgeist erreichen können.“ Ein Artikel von 1914 ist überschrieben: „Golden, der Stolz der Prairie“. In ihm heißt es: „Das Anwachsen des Handels, die Verbesserungen, die Lebendigkeit und das Erscheinungsbild der Stadt machen sie, ohne Prahlerei, zu der besten Stadt dieser Größe in diesem Staat. Die Geschäftsleute sind auf dem neuesten Stand und fortschrittlich, die Bauern hier in der Umgebung sind erfolgreich und fortschrittlich.“


Am Anfang aber war das Leben hier aber unbeschreiblich hart, mühselig und entbehrungsvoll. Die Reise dauerte in der Regel ca. drei Monate, und schon mit  der Überfahrt begannen die Strapazen . Ein Brief eines der ersten Siedler gibt davon eine lebhafte Vorstellung. Er wurde am 11. Januar 1850 von Hinrich H. Franzen , dem Schwager des Mühlenbauers unmittelbar nach seiner Ankunft in New Orleans geschrieben. Er war mit seiner Frau und seinem anderthalbjährigen Sohn, seinen Schwiegereltern und den fünf jüngeren Geschwistern seiner Frau am 28. Oktober 1849 von Holtrop aufgebrochen, nachdem sie alle ihre Habseligkeiten zu Geld gemacht hatten.  Es war kalt auf dem alten Segelschiff, und ein stürmischer Wind bewirkte, daß sie allein für die Fahrt von Bremerhaven durch den Kanal mehr als 14 Tage brauchten. Stürme und Flauten wechselten sich ab, und sie alle litten unter Seekrankheit und noch mehr dem Ungeziefer an Bord. Nach zweieinhalb Monaten langten sie dann am 10. Januar in New Orleans an, und immer noch hatten sie 1200 Meilen vor sich, diesmal auf einem Schiff auf dem Mississippi. Die erste Etappe endetete in St. Louis. Hinrich H. Franzen und sein Schwiegervater, Hinrich G. Fleßner ließen die anderen acht ihrer Familien hier zurück, um sie einige Tage später mit Pferdefuhrwerken abzuholen, denn die Schiffsreise wurde hier noch beschwerlicher und gefährlicher. Ihr nächstes Ziel war jetzt die Blockhütte von Jann Buss, des ersten ostfriesischen Siedlers in der südlichen Prärie, ca. 110 Meilen nördlich von St. Louis.  Aber es war noch Winter: Ein Kälteeinbruch ließ den Mississippi zufrieren, und das Schiff blieb im Eis stecken. Die Männer an Bord beschlossen, einen Mann über das Eis an Land zu schicken, damit er bei einem Farmer ein Faß Whiskey kaufe: Einen Dollar sollte jeder dazu beitragen. Die beiden Ostfriesen hatten aber kaum noch Geld, und so schlossen sie sich aus. (Auf der Fahrt von New Orleans war das erste Schiff leckgeschlagen, und die beiden Ostfriesen hatten einen Dollar am Tag verdienen können, indem sie das einströmende Wasser herauspumpten.) Als das erste Faß geleert war, sollte erneut gesammelt werden, und jetzt beschimpfte einer der betrunkenen Passagiere die Ostfriesen als geizig. Es kam zum Streit, und einer der Betrunkenen drohte H. H. Franzen umzubringen. Zwei Tage versteckte sich Hinrich Franzen in einem stillgelegten Boiler. Sein Schwiegervater versorgte ihn in dieser Zeit mit Nahrung, und um Mitternacht verließen sie dann das Schiff über das Eis. Zu Fuß wanderten sie jetzt immer am Mississippi entlang , um den Weg nicht zu verlieren. Immer wieder mußten sie Steilufer hinunter und wieder hinauf klettern, aber schließlich erreichten sie Quincy. - Und immer noch hatten sie ca. 30 Meilen zu  Fuß zurückzulegen,  mußten sich aber jetzt in nordöstlicher Richtung vom Mississippi entfernen. Nach mehreren Meilen machten sie in einem kleinen Ort, Columbus, halt, um sich nach dem Weg zu erkundigen. H. Franzen kaufte sich auch etwas zu essen, sein Schwiegervater aber konnte das amerikanische Essen nicht vertragen, wie er meinte, als er sich dann aber - vom Hunger überwältigt - entschloß, doch etwas von der angebotenen Kohlsuppe zu versuchen, war sie alle. Nach einigen Meilen ging H. Franzen (in der Nähe von Camp Point) in ein Haus, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Als die Frau des Hauses den alten Mann vor dem Haus sah, bat sie auch ihn herein, so daß sie sich ausruhen konnten. Der ca. 14jährige Sohn hörte, wie sich die beiden Ostfriesen in ihrer Mundart unterhielten, und und er sagte ihnen, daß sie die Farm von Jan Buß in der falschen Richtung suchten. Er habe Leute in derselben Mundart wie sie sprechen gehört, und er erbot sich, sie dahin zu führen. Während der erschöpfte Schwiegervater, Hinrich Fleßner bei der gastfreundlichen Familie zurückblieb und man sich über die Bezahlung für die Übernachtung mit Abendessen und Frühstück geeinigt hatte, machte sich H. Franzen auf dem Weg. Diesmal aber zu Pferd, das ein Nachbar dieser Leute ihm lieh.

Auf dem Weg zur Farm von J. Buß erblickte er ein ostfriesisches Weidetor,  und er wußte sofort, daß er am Ziel war. Vor dem Haus war Jann Buß dabei, Brennholz zu zerkleinern.
 Er drehte ihnen den Rücken zu, und der Junge fragte auf Englisch (bzw. Amerikanisch): „Can we stay here all night?“ „I denk so,“ war die Antwort. Erst jetzt sprach Hinrich Franzen ihn an und stellte sich vor.
„You Henry Cooper , who married Antje Cling?“ schrie Jnn Buß. (Cooper und Cling waren die Spitznamen von H. Franzen und seiner Frau in Deutschland.). Die Freude beim Wiedersehen u.s.w. kann man sich vorstellen, und der weitere Ablauf der Geschehnisse braucht hier wohl nicht beschrieben zu werde.
Aus diesen ersten Ansiedlungen entwickelte sich der Ort, der erst viel später den Ort Golden erhielt. Zunächst sprach man, wie bereits gesagt, von Little Holtrop oder auch von New Ostfriesland.

  Die fast flache  Landschaft erinnert hier an Ostfriesland. Die Urwälder, die die Prärie begrenzten, waren schon um die Jahrhundertwende abgeholzt, wie Harm H. Emminga (1850‑1915), der Sohn des Mühlenbauers, nicht ohne Bedauern  feststellte. Das Holz hatte man für den Hausbau gebraucht, den Boden hatte man als Weideland und für den Getreideanbau kultiviert. Auch das Prairiegras sieht man nur noch selten.
Aber nicht nur das ebene Land erinnert hier an Ostfriesland.
Als wir uns  (von Quincy kommend) dem Ort von Süden näherten, fiel unser  Blick  links auf ein Tor zu einem Friedhof: „Luth. Friedhof“ steht in gußeisener Schrift über dem Eingang, und auf den Grabsteinen liest man fast nur ostfriesische Namen. Zur rechten Seite erkennt man in einiger Entfernung eine Holländermühle, die Golden Windmill.
Eine ähnliche Mühle dieses Typs steht in Felde bei Holtrop. Nicht verwunderlich, denn auch diese Mühle wurde von H. R. Emminga gebaut. Sie wurde erst in jüngster Zeit restauriert.
Die erste Mühle, die H. R. Emminga von 1852-54 in Golden errichtete, verkaufte er 1863 an einen Verwandten. Er kehrte  er nach Holtrop zurück und baute die Mühle in Felde, die 1866 fertiggestellt wurde. In den siebziger Jahren überquerte er dann den Atlantik ein zweites Mal, und jetzt entstand die Mühle, die in den nächsten Jahren gründlich renoviert werden soll. Die erste Mühle ist heute nicht mehr vorhanden, sie wurde1934 abgerissen., nachdem sie in einem Sturm stark beschädigt worden war.

Vor hundert Jahren wurde in und um Golden fast ausschließlich ostfriesisch Platt gesprochen, und Nichtostfriesen, die sich hier ansiedelten, blieb nichts weiter übrig, als sich anzupassen und diese Sprache zu lernen, wie H.H. Emminga schrieb.
 265 ostfriesische Familien, meist aus dem Raum südlich von Aurich, hatten sich inzwischen hier angesiedelt, und die Bewohner sprachen von ihrem „ostfriesischen“ Dorf.
Die ersten deutschen Siedler in diesem Gebiet[2] (John Kurk und Carl Heinecke) kamen allerdings nicht aus Ostfriesland, sondern aus dem Münsterland (1843). Die nächsten zwei Siedler aber kamen kurz vor der Mitte des Jahrhunderts mit ihren Familien aus Ostfriesland: Jan Gerdes Buss aus Ludwigsdorf und Gerd Tjarks Franken aus Ihlowerfehn. Bis 1852 waren weitere zehn ostfriesische Familien hinzugekommen
(Hinrich Flesner, Hinrich Franzen , Albert Hildebrandt, Christian Wilhelm, Gerd Flesner,, Hinrich Buss, Harm Franzen, Hinrich Emminga, Hinrich Ihmken, Oltman Schoene, Namen, die man heute auch in hiesigen Telefonbüchern findet.)  In den folgenden Jahren kamen dann noch viele andere ostfriesische Familien hierher. Für viele war Golden aber nur eine Zwischenstation: Sie waren vom sogenannten Iowa- Fieber gepackt. In Adams County1
)  war das Land inzwischen knapper geworden, dort in Iowa und in Nebraska waren riesige Gebiete zur Besiedlung freigegeben worden.
160 Äcker konnte jeder Siedlungswillige erwerben,  wenn das Land von der Regierung zur Besiedlung freigegeben wurde, und ungefähr einen Dollar zahlte man anfangs für einen Acker (acre = 4046m2
).  Die Banken finanzierten den Landkauf relativ großzügig, konnten sie doch kaum etwas dabei verlieren. Ursprünglich durfte das Land hier nur (zu einem Vorzugspreis) an Soldaten verkauft werden, die dem neuen Staat treu gedient hatten. Diese zeigten sich aber desinteressiert und verkauften das Land - mit Gewinn, ab er unter Wert - an Spekulanten weiter. Erst später wurde es zur allgemeinen Besiedlung freigegeben.
Den Namen Golden gab sich diese ostfriesische Siedlung erst um 1870[3], als riesige Weizenfelder den Ort umgaben, die im Sommer mit ihren gelben Ähren in der Sonne leuchteten.  Um das Korn mahlen zu lassen, mußten die ersten Farmer es auf Ochsenkarren bis an den Mississippi bringen, und es dauerte Tage, bis sie in ihr Dorf zurückkehrten.
Der junge, erst 21jährige  Mühlenbauer aus Holtrop war daher sehr willkommen. Er hatte das Handwerk des Mühlenbauers in seiner Heimat gelernt und war seinem Schwager H. Franzen nach Amerika gefolgt. Alles, was er bei seiner Ankunft in Golden besaß, war sein Handwerkszeug und eine Goldmünze im Wert von sieben  Dollar.  Aber schon auf der Reise auf dem Mississippi hatte er einen Geldgeber gefunden, und mit der Unterstützung der Bauern ging er ans Werk. Sie mußten die Steine herankarren und die Bäume fällen, die Hinrich Emminga selber ausgewählt hatte: Vor allem für die Zahnräder, durch die die Windkraft auf die Mahlsteine übertragen wurde, konnte nur besonders hartes und haltbares Holz verwendet werden. Und auch die Holzverbindungen wurden Holzdübel verwendet. Seine Frau, die ihm immer wieder, wenn es Schwierigkeiten gab, Mut zusprach, saß oft an der anderen Seite der Zugsäge. Nach zwei Jahren war die Mühle endlich vollendet, und H.R. Emminga kehrte nach Ostfriesland zurück, wo er  - wie erwähnt - die Mühle in Felde baute. Die Golden Windmill, die Prärie Mühle, wie sie auch genannt wurde, entstand 1872 - 1874.  Das Heimweh aber trieb H. R. Emminga nach Holtrop zurück, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Sein inzwischen 24jähriger Sohn blieb in Golden und betrieb die neue Mühle, die bald wegen der Qualität des Mehls im ganzen Westen berühmt wurde. 1889 ließ H.H. Emminga, der dem Fortschritt sehr aufgeschlossen war, eine von Maschinen betriebene Mühle bauen. Die Prärie Mühle, die inzwischen verkauft war, verlor ebenso wie die zuerst gebaute Mühle an Bedeutung  und stellte nur noch Futtermehl her. Sie blieb aber ein Wahrzeichen der Pionierzeit, und als sie 1929 zu verfallen drohte, schrieb ein Schaffner, der in dem Zug arbeitete, der jeden Tag unmittelbar an der Mühle vorbeifuhr, daß die Fahrgäste ihn immer wieder bäten, sie rechtzeitig auf die Mühle in Golden aufmerksam zu machen. Jetzt aber müsse er mit Bedauern sehen, daß die Mühle verfiele.
 Die Mühle wurde mehrfach mehr oder weniger gründlich instandgesetzt. 1986 wollte jemand die Mühle kaufen, abreißen und im eigenen Ort als Touristenattraktion wieder errichten. Jetzt aber wurden die Bürger Goldens hellwach. Sie gründeten die Golden Historical Society, die sich zu Ziel setzte, die Mühle zu retten. Ich hoffe sehr, daß es gelingen wird und wünsche vor allem Anna Wienke, deren Gastfreunschaft wir - und vor und nach uns auch noch andere Ostfriesen - dankbar erfahren haben, viel Erfolg. Sie ist mit über achtzig Jahren immer noch voller Energie und Unternehmungslust, gewiß ein Erbe von ihren Vorfahren.



[1] Daß man in allen Staaten der USA auf Amerikaner mit ostfriesischen Vorfahren trifft, ist bekannt. Wir wurden bei unserem ersten Besuch 1980 mehrfach auf Platt angesprochen. Ein alter Herr, der bei einem Barbecue gehört hatte, daß wir aus Aurich kamen, begrüßte uns mit den Worten: „Mien Nam is Habbo Meenken, und mien Olln kam ut Auerk.“  Es sind aber eben nur ältere Leute, die diese Mundart noch sprechen.

[2] Dieser Verwaltungsbezirk wurde nach 1825 Adams County genannt nach der berühmten Familie Adams, zu der auch der zweite und der sechste  Präsident der Vereinigten Staaten gehörten, John Adams (1735-1826) und  John Quincy Adams (1767-1848). Die Hauptstadt dieses Bezirks erhielt den Namen Quincy, John Quincy Adams war kurz zuvor zum Präsidenten gewählt worden.

[3] Vorher hieß diese Ansiedlung Keokuk Junction wegen der Eisenbahnlinie Chicago - Quincy, die schon seit 1855 unmittelbar an dem Standort der späteren Prairie Mühle vorbeiführte und sich hier mit einer anderen Linie kreuzte. Die Eisenbahnlinie hat viel zu dem Aufblühen des Ortes beigetragen.

Fotos: Laverne Franken (2001)

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zuletzt geändert: 22.02.02 22:38:24
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